Hanns Eislers Briefe an vier Frauen, szenisch-musikalisch aus Zürich zugestellt
27.02.2013: Vier Berliner Februar-Abende „Von Hollywood nach Pankow – Hanns Eisler und die Frauen“ waren Zugnummern im Friedrichshainer Clavier-Cabinett und in der Schwartzschen Villa Steglitz. Christoph Keller, international geschätzter Eisler-Pianist und langjähriger Musikpro-duzent des Schweizer Radios, rückte nach der ersten Auftrittsserie im Zürcher „Cabaret Vol-taire“ mit sängerdarstellerischem Trio und einem Instrumentalisten den „unbekannten“ Eisler ins Rampenlicht. Musikauswahl und Szene ranken sich um private Eisler-Briefe aus den 1940er und 1950er Jahren, die Keller zusammen mit Maren Köster aus der bei Breitkopf und Härtel erscheinenden Hanns-Eisler-Gesamtausgabe zusammenstellte. Die klingenden Zutaten stammen aus reflexiven Exil-Werken „für die Schublade“, vom elegi-schen „Hollywood-Liederbuch“ und der meisterhaften 3. Klaviersonate bis zur „Römischen Kantate“, Dänemark 1937. Für das erste DDR-Jahrzehnt steht nicht das populäre Brechtlie-der-Repertoire, wie es Ernst Busch, Irmgard Arnold oder Gisela May direkt mit Eisler erarbei-teten, sondern der scharf ausgestellte Kontrast zwischen Eislers kurzlebigen Radio-Tagesliedern und seinem Credo in den „Ernsten Gesängen“.
19.02.2013: So lautete der Titel der Matinee, zu der die 'Ettie und Peter Gingold Erinnerungsinitiative' am 17.02.2013 in das Frankfurter Titania-Theater eingeladen hatte. Anlass war der 100. Geburtstag von Ettie Gingold. Das Freie Schauspielensemble Frankfurt hatte gemeinsam mit der Initiative ein Programm erarbeitet, welches die nahezu 200 Gäste begeisterte. Ettie Gingold, 2001 verstorben, war zeit ihres Lebens eine mutige, kämpferische und außergewöhnlich engagierte Frau: Kommunistin, Jüdin, Antifaschistin und Kriegsgegnerin.
15.02.2013: Der Kabarettist und Wahlsteirer Dietrich Kittner ist am 15. Februar 2013 im Alter von 77 Jahren verstorben. Kittner war seit den frühen 1960er-Jahren als Kabarettist tätig und prägte das kulturelle Geschehen in seiner Heimatstadt Hannover entscheidend mit.
Es gibt Bücher, die kann, ja die sollte man parallel lesen, z.B. weil sie ein Thema - obwohl von gleichem Klassenstandpunkt - aus unterschiedlicher Perspektive betrachten. Und es gibt Bücher, die möchte man (Partei-)Freunden, sozialdemokratischen Gewerkschaftskollegen und linken (Kommunal-)Politikern (m+w) ganz besonders ans Herz legen, z.B. weil sie durch den Blick über den nationalen Tellerrand den eigenen Horizont wie auch den Blickwinkel auf hiesige Verhältnisse erweitern. Im Verlag André Thiele sind zwei solcher Bücher erschienen: „Prolls“ von Owen Jones und „Auf Rehwildjagd mit Jesus“ von Joe Bageant, beide besonders zu empfehlen, weil sie in bester anglo-amerikanischer Schreibtradition durch Sprache, Stil und Lebensnähe deutlich mehr denk-anstößiges Lesevergnügen bereiten, als die meisten bundesdeutschen Beiträge zum Thema.
03.01.2013: Am Sonnabend, den 12.1.2013 findet um 19 Uhr im Münzenbergsaal, Franz- Mehring-Platz 1, der Jahresauftakt 2013 der DKP statt.
25.12.2012: In den vergangenen Tagen las ich Peter Handkes "Immer noch Sturm". All denen, die noch einige Tage Muße vor sich haben und mal etwas anderes als Schweden- Dänen- oder Italienkrimis lesen möchten, kann ich nur zuraten, dieses Buch zur Hand zu nehmen – es zu lesen ist sowohl literarisch als auch zeithistorisch ein Gewinn.



