Ungesühnten Verbrechen dem Vergessen entrissen – Protokoll einer Recherche zur Zwangsarbeit
25.05.2015: Der Autor Uli Sander hatte die Möglichkeit, rund 7500 Personalien zu erkunden und konnte damit vermutlich 1500 überlebenden Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern aus dem Raum Lüdenscheid zu einer Entschädigung verhelfen. Als Mitarbeiter des „Heimatvereins Lüdenscheid e.V.“ und mit Hilfe des Stadtarchivs. konnte der Autor pars pro toto - der Teil fürs Ganze - repräsentative Fakten in einer Industriestadt in der Provinz über ein besonders schweres Verbrechen des deutschen Faschismus erarbeiten.
21.04.2015: Der 1929 geborene Werner Tübke war einer der populärsten Künstler der DDR. Nicht zuletzt sein gigantisches Bauernkriegspanorama in Bad Frankenhausen machte ihn zu einem der größten deutschen Künstler des 20. Jahrhunderts überhaupt. Im Schloss Voigtsberg in Oelsnitz (Sachsen) sind seit Ende März mehr als einhundert seiner Werke zu sehen: Skizzen, Originalzeichnungen, Aquarelle, Grafiken und Fotos des Mitbegründers - zusammen mit Bernhard Heisig, Wolfgang Mattheuer und Heinz Zander - der sogenannten Leipziger Schule. Die Ausstellung "Meister im Detail" gibt einen Querschnitt seines künstlerischen Schaffens.
17.04.2015: Bruno Apitz' Roman über Buchenwald, das Schicksal des kleinen Jungen und die Selbstbefreiung des KZ Buchenwald haben mich neben anderen wichtigen Ereignissen geprägt. Als der Film 1962 bei der DEFA erschien, war der Kalte Krieg allenthalben wahrnehmbar. Kommunisten saßen wieder in Gefängnissen, das KPD-Verbot wurde brutal durchgesetzt. Die Folgen betrafen nicht wenige, die vor 1945 in KZs und Zuchthäusern unter unmenschlichen Bedingungen eingesperrt waren. Die Bundeswehr wurde streng nach dem Feindbild gegen Osten ausgerichtet, alte Nazigeneräle wollten ihren Krieg noch gewinnen.
26.05.2015: Bei den bevorstehenden bundesweiten Ostermärschen wird mit Sicherheit hier und dort auch das „alte“ Degenhardtsche Lied „Diesmal werd' ich nicht“ zur Begleitmusik gehören. Erstmals veröffentlicht vor fünfzig Jahren auf dem Albums „Spiel nicht mit den Schmuddelkindern“ ist dieses Lied aktueller denn je. Neben diesem Lied gegen die Beteiligung an Kriegseinsätzen finden sich mit Wölfe mitten im Mai (einer eindringlichen Warnung vor faschistischen und reaktionären Gefahren) und dem unsterblichen Spiel nicht mit den Schmuddelkindern weitere Perlen des politischen Liedes auf diesem Album.
22.01.2015: Am Dienstag den 20.01.2015 veranstaltete das Allerweltshaus in Köln in Zusammenarbeit mit der Rosa-Luxemburg Stiftung NRW eine Diskussionsveranstaltung zu Thomas Piketty´s Buch „Das Kapital im 21. Jahrhundert“, welches letztes Jahr auch in deutscher Sprache erschien. Als Referent war der Soziologe und Linksparteipolitiker Joachim Bischoff aus Hamburg geladen. Anspruch des Abends war es einerseits eine kurze Einführung in die wichtigsten Thematiken des Buches zu geben, und andererseits in kritischer Diskussion festzustellen wie weitreichend es wirklich ist, und ob es einem marxistischen Anspruch gerecht wird.
02.01.2015: Kurt Tucholsky, dem Pazifisten, Antimilitaristen und Antifaschisten zum 125. Geburtstag



