Literatur und Kunst

kiel dgb arbeiterfotografie 2013 gst 444805.12.2013: Am 3. Dezember eröffnete DGB-Regionsgeschäftsführer Frank Hornschu im Emma-Sorgenfrei-Forum, dem Foyer des Kieler Gewerkschaftshauses, eine sehenswerte Werkschau der  AG Arbeiterfotografie bei der IG Metall Kiel-Neumünster. Seit 2008 machen 15 Arbeiterfotografen, aktive Gewerkschafter aus Kiel, gemeinsam Bilder. "Sie versuchen den Menschen nah zu sein und bewegen sich zwischen emphatischer Dokumentation und konkreter Anklage sozialer Ungleichheit und stehen in der Tradition der alten Arbeiterfotografie. Als Mitglieder der Einheitsgewerkschaften und Mitglieder unterschiedlicher Parteien und sozialer Bewegungen wollen sie mit ihren Mitteln Einfluss nehmen und Mut zur Veränderung machen." heißt es in ihrer Werkschau-Ankündigung.

 

kiel Peter Werner arbeiterfotografie 2013 gst 4453Peter Werner gab vor Eröffnung der Ausstellung eine kleine Einführung, in der er u.a. auch auf das Selbstverständnis der Kieler Arbeiterfotografen zu sprechen kam. Sich bewusst in die Tradition der 1926 gegründeten Arbeiterfotografen stellend sei der Anspruch "wahrhaftig und dadurch parteilich zu fotografieren. Keine einfache Sache, denn auch Fotos können im übertragenen Sinne lügen. Um ein Beispiel zu nennen: Die abgelichtete glatte Fassade des Lokbaus Voith am Kanal kann an der Wahrheit vorbei gehen. Sie sagt nichts über die im Inneren herrschenden Ungerechtigkeiten und die Angst um den Erhalt des Arbeitsplatzes. Sozialdokumentarische Fotografen ergreifen Partei, sie mischen sich ein. Die Kamera ist ihnen, wie Tucholsky es zugespitzt formulierte 'Dynamit und Sprengpatronen im Kampf um die Seelen'. In dieser Tradition befinden sich die Kieler Arbeiterfotografen. Unsere Bilder sind mit dem Wunsch nach politischer und sozialer Veränderung verbunden. Wir können und wollen auch Mut machen, indem wir den Focus auf die legen, die sich auf den Weg der Veränderung gemacht haben, indem wir erlebte Solidarität und die Überwindung der Angst aufzeigen."

kiel dgb arbeiterfotografie 2013 gst 4450Zu sehen sind in der Werkschau großformatige Fotos von

Regina Bercher, die Gesichter der "Mächtigen" und anderes präsentiert.

Orhan Aldemir, der das fotografische Auge auf Kieler Migranten rund um die Aktion RESPEKT in Kiel, dem Symbol zum friedlichen Miteinander richtete.

Fritz-Richard Goessel, ehemaliger Betriebsrat bei HDW knüpfte an seine Vergangenheit an und dokumentierte den Zustand Kieler Werkswohnungen.

Reiner Heyse, vor kurzem noch Betriebsratsvorsitzender bei Raytheon Anschütz, suchte neue Perspektiven bei Aktionen seiner ehemaligen Kollegen.

Ulf Stephan plädiert mit seinen Bildern für ein solidarisches miteinander im Kieler Stadtteil Gaarden.

Peter Werner, ehemaliger Gewerkschaftssekretär, legte seinen Focus auf gewerkschaftliche Aktionen der Kieler IG Metall.

Frank Hornschu regte in seiner Eröffnung an, dass eine jährliche Werkschau der Arbeiterfotografen im Gewerkschaftshaus mit dieser erstmaligen Ausstellung Tradition werden könne.

Die Fotos sind bis Freitag, den 20.12.2013  werktäglich von 08.00 Uhr bis 18.00 Uhr im Emma-Sorgenfrei-Forum, dem Foyer des Kieler Gewerkschaftshauses, zu sehen.

Text/fotos: gst

Logo Ratschlag marxistische Politik

Ratschlag marxistische Politik:

Gewerkschaften zwischen Integration und Klassenkampf

Samstag, 20. April 2024, 11:00 Uhr bis 16:30 Uhr
in Frankfurt am Main

Es referieren:
Nicole Mayer-Ahuja, Professorin für Soziologie, Uni Göttingen
Frank Deppe, emer. Professor für Politikwissenschaft, Marburg

Zu diesem Ratschlag laden ein:
Bettina Jürgensen, Frank Deppe, Heinz Bierbaum, Heinz Stehr, Ingar Solty

Anmeldung aufgrund begrenzter Raumkapazität bis spätestens 13.04.24 erforderlich unter:
marxlink-muc@t-online.de

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UNRWA Gazakrieg Essenausgabe

UNRWA Nothilfeaufruf für Gaza
Vereint in Menschlichkeit, vereint in Aktion

Mehr als 2 Millionen Menschen, darunter 1,7 Millionen Palästina-Flüchtlinge, zahlen den verheerenden Preis für die Eskalation im Gazastreifen.
Zivilisten sterben, während die Welt zusieht. Die Luftangriffe gehen weiter. Familien werden massenweise vertrieben. Lebensrettende Hilfsgüter gehen zur Neige. Der Zugang für humanitäre Hilfe wird nach wie vor verweigert.
Unter diesen Umständen sind Hunderttausende von Vertriebenen in UNRWA-Schulen untergebracht. Tausende unserer humanitären Helfer sind vor Ort, um Hilfe zu leisten, aber Nahrungsmittel, Wasser und andere lebenswichtige Güter werden bald aufgebraucht sein.
Das UNRWA fordert den sofortigen Zugang zu humanitärer Hilfe und die Bereitstellung von Nahrungsmitteln und anderen Hilfsgütern für bedürftige Palästina-Flüchtlinge.
Dies ist ein Moment, der zum Handeln auffordert. Lassen Sie uns gemeinsam für die Menschlichkeit eintreten und denjenigen, die es am meisten brauchen, die dringend benötigte Hilfe bringen.

Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge

Hier spenden: https://donate.unrwa.org/gaza/~my-donation

UNRWA Gazakrieg Uebersicht 2024 01 03

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