Literatur und Kunst

muenchen make art not war 25005.01.2014: Mit einer Vernissage der Ausstellung "Make ART not WAR" begann am 2.Januar im Münchner EineWeltHaus die Serie von Aktionen und Veranstaltungen gegen die NATO-"Sicherheits"-konferenz 2014, die am ersten Februarwochenende in München stattfinden wird. Antikriegsgrafiken, Zeichnungen, Bilder, Plakate und "Grafik gegen den Krieg von Goya bis heute" lockten über hundert Besucher an. Die Ausstellung dauert noch bis zum 30.Januar, zwei Tage vor der großen Antikriegsdemo gegen die "Siko".

Ausgestellt werden Arbeiten mit Antikriegsmotiven von zeitgenössischen Künstlern aus München und der Region wie Bernd und Waltraut Bücking, Wolfram Kastner, Cark Nissen, Dieter Noss, Carlo Schellemann, Manfred Schwedler, Günter Wangerin, Hans Waschkau, Guido Zingerl, Gertrude Degenhardt, aber auch Grafik von Goya, Picasso, Otto Dix oder Käthe Kollwitz.

In seiner Festrede sagte Ernst Antoni (VVN):

muenchen make art ernst antoni"... Neben Dix sind heute in unserer „Make Art Not War“-Ausstellung aus den Reihen der in der NS-Zeit verfemten und verfolgten Künstlerinnen und Künstler Käthe Kollwitz, George Grosz, John Heartfield und Pablo Picasso mit Reproduktionen von zum Teil berühmten Werken der Antikriegskunst zu sehen...

... Werke von Guido Zingerl (der im vergangenen Jahr anlässlich seines 80. Geburtstags mit einer Reihe von Ausstellungen und Ehrungen in verschiedenen Orten Bayerns gewürdigt wurde, unter anderem mit dem Kunstpreis seiner Geburtsstadt Regensburg) und Carlo Schellemann, der 2010 im Alter von 85 Jahren in Eggenfelden verstorben ist, sind hier in unserer Ausstellung zu sehen. Zu Schellemanns „Stationen Vietnams“ sei angemerkt, dass er sie 1967 (zusammen mit einem damals noch fortschrittlichen Martin Walser) als Bild-Text-Grafikmappe gestaltet hat, die bei der Intergrafik-Ausstellung in Berlin/DDR mit der „Käthe-Kollwitz-Medaille“ ausgezeichnet wurde. Am 1. November 1968 wurden die „Stationen Vietnams“ dann von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes im Röderberg-Verlag Frankfurt ediert, in stattlicher Auflage verkauft und der Erlös der „Hilfsaktion Vietnam“ gespendet....

... Antikriegskunst hat auch in den letzten drei Jahrzehnten in München und anderswo immer wieder Aufmerksamkeit erregt – wenngleich es zumindest meines Wissens gemeinsame „Großereignisse“ von Künstlerinnen und Künstlern gar nicht oder nur ganz selten gab. Aber da verhält es sich nicht viel anders wie mit der Friedensbewegung insgesamt. Vielleicht ist das auch gar nicht so entscheidend, sondern viel wichtiger, dass andere Formen der Öffentlichkeitswirksamkeit als Großausstellungen um sich greifen. Wobei ich allerdings immer noch glaube, dass das eine das andere nicht ausschließen muss...

... Dank jedenfalls sei allen, die das Projekt „Make Art Not War“ hier in diesem schönen Raum möglich gemacht haben, dem Organisator Claus Schreer und der Leitung des Eine-Welt-Hauses. Besonderer Dank den heute anwesenden Künstlerinnen.. . Sie stehen uns jetzt sicher für Fragen und Diskussionen zur Verfügung....

... Das Ausstellungsmotto „Make Art Not War“ ist sicherlich als Appell an künstlerisch Tätige und noch nicht künstlerisch Tätige gedacht, an Menschen, die sich schon engagieren und an solche, die fürs Engagement noch gewonnen werden müssen. Oder hofft jemand gar, dass dieser Appell auch die „Masters of War“ umstimmt, die sich ja in Kürze wieder einmal in München versammeln wollen?"

Text: Walter Listl

Rede von Ernst Antoni im Anhang

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Logo Ratschlag marxistische Politik

Ratschlag marxistische Politik:

Gewerkschaften zwischen Integration und Klassenkampf

Samstag, 20. April 2024, 11:00 Uhr bis 16:30 Uhr
in Frankfurt am Main

Es referieren:
Nicole Mayer-Ahuja, Professorin für Soziologie, Uni Göttingen
Frank Deppe, emer. Professor für Politikwissenschaft, Marburg

Zu diesem Ratschlag laden ein:
Bettina Jürgensen, Frank Deppe, Heinz Bierbaum, Heinz Stehr, Ingar Solty

Anmeldung aufgrund begrenzter Raumkapazität bis spätestens 13.04.24 erforderlich unter:
marxlink-muc@t-online.de

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UNRWA Gazakrieg Essenausgabe

UNRWA Nothilfeaufruf für Gaza
Vereint in Menschlichkeit, vereint in Aktion

Mehr als 2 Millionen Menschen, darunter 1,7 Millionen Palästina-Flüchtlinge, zahlen den verheerenden Preis für die Eskalation im Gazastreifen.
Zivilisten sterben, während die Welt zusieht. Die Luftangriffe gehen weiter. Familien werden massenweise vertrieben. Lebensrettende Hilfsgüter gehen zur Neige. Der Zugang für humanitäre Hilfe wird nach wie vor verweigert.
Unter diesen Umständen sind Hunderttausende von Vertriebenen in UNRWA-Schulen untergebracht. Tausende unserer humanitären Helfer sind vor Ort, um Hilfe zu leisten, aber Nahrungsmittel, Wasser und andere lebenswichtige Güter werden bald aufgebraucht sein.
Das UNRWA fordert den sofortigen Zugang zu humanitärer Hilfe und die Bereitstellung von Nahrungsmitteln und anderen Hilfsgütern für bedürftige Palästina-Flüchtlinge.
Dies ist ein Moment, der zum Handeln auffordert. Lassen Sie uns gemeinsam für die Menschlichkeit eintreten und denjenigen, die es am meisten brauchen, die dringend benötigte Hilfe bringen.

Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge

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