Das Ende des „Jobwunders“ - isw-Konjunkturbericht Dezember 2011
13.12.2011: Unter diesem Aufmacher – allerdings mit einem Fragezeichen – listete die Unternehmerzeitung Handelsblatt Ende November eine Reihe von Konzernen auf, die eine Schrumpfung ihrer Belegschaften planen und sich so „auf den Abschwung vorbereiten“: Nokia Siemens Network (NSN): 17.000 von 74.000 Arbeitsplätzen sollen bis Ende 2013 vernichtet werden. Eon-Boss Theyssen kündigte an, bis zu 11.000 der 80.000 Stellen zu streichen, 6500 in Deutschland. Angeblich wegen der Energiewende. Aber auch für die alternative Energiebranche sieht es nicht rosig aus: Der Solarzellen- und Solarmodulproduzent Q-Cells baut bis Ende des Jahres 250 Stellen ab. Die Commerzbank, die sich mit der Übernahme der Dresdner Bank verzockte, will bis 2013 noch weitere 1350 Stellen streichen. Seit 2008 sind dann im Zuge der Bankenfusion 9000 Stellen weggefallen. Die Deutsche Telekom plant bis 2015 den Abbau von 1400 Arbeitsplätzen, angeblich nur Managerstellen. Beim französischen Versicherungskonzern Axa fällt jeder sechste Arbeitsplatz weg; in Deutschland 1600 Vollzeitstellen. In der Finanzbranche trifft es noch weitere Belegschaften: Die WestLB wird nach den Vorgaben der EU-Wettbewerbskommission bis Juni 2012 abgewickelt. 4000 der noch 4800 Beschäftigten fürchten um ihren Job. Die Westdeutsche Landesbank zählte zu ihren besten Zeiten 12.000 Mitarbeiter. Bei der Unicredit-Tochter Hypo-Vereinsbank, bei der in den vergangenen Jahren bereits Tausende Arbeitsplätze abgebaut wurden, werden nach jüngsten Ankündigungen noch einmal 1000 Jobs gestrichen. Auch die Landesbank HSH legt zu: Zu den bereits angekündigten 300 Stellenstreichungen kommen weitere 900 dazu. Auch die Talanx Versicherungsgruppe will den Kostenfaktor Mensch minimieren. An die 1200 Arbeitsplätze sind bedroht. Auch bei Opel drohen neue Einschnitte, da die Geschäfte schon wieder rasant abwärts gehen. „Für die Amerikaner steht damit zwei Jahre nach nach dem Beginn einer harten Restrukturierung mit dem Wegfall von 8000 Stellen europaweit alles wieder infrage“, schreibt das HB (25.11.11).
07.12.2011: Auf der
09.11.2011: Für die neue UZ vom 11.11.2011 hat Georg Polikeit eine Übersicht über die jüngsten Beschlüsse des Euro-Gipfels vom 26. Oktober erstellt:
01.11.2011: In diesen Tagen versuchen die in Libyen von der NATO an die Macht gebombten Kräfte die Installation einer Regierung zu verwirklichen. Die ersten Aushängeschilder der Rebellenkräfte wurden dabei an die Seite gedrängt - sie haben ihre Schuldigkeit getan. Gleichzeitig werden in Syrien die Messer aufständischer Kompradoren weiter gewetzt und gegen Bevölkerung und Staatsmacht eingesetzt. Offen riefen einige dieser Kräfte am letzten Wochenende zur Nachahmung des libyschen 'Vorbildes' auf und treten ohne jegliche Gewissensbisse für eine Bombardierung Syriens durch die NATO ein, denn das sei "immer noch besser, als eine Fortsetzung der Präsidentschaft Al-Assads" (des syrischen Staatspräsidenten).
28.10.2011: Der jüngste Gipfel zur Euro-Rettung hat die Kurse an den Börsen auf breiter Front und besonders die der Bankaktien hochschießen lassen. Mit gutem Grund – denn die Staats- und Regierungschefs der Euroländer haben wieder einmal alles getan, um die Interessen von Banken und Versicherungen zu wahren.
26.10.2011: An der zentralen Beratung der DKP mit AktivistInnen in den verschiedenen Bewegungen in der BRD hat auch Georgina Alfonso Gonzales, Professorin an der Philosophischen Fakultät der Universität Havanna auf Kuba teilgenommen. Sie ist auch Mitarbeiterin der Arbeitsgruppe soziale Bewegungen in Lateinamerika, und hat ihre Erfahrungen in die Diskussion eingebracht. Wir dokumentieren hier ihre Beiträge zur Situation in Kuba. Es waren freie Redebeiträge, die Klaus Lehmann übersetzt hat.
19.10.2011: Die griechische Kommunistische Partei KKE hat auf ihrem 18. Parteitag im Jahr 2008 „Thesen über den Sozialismus“ verabschiedet. Der Berliner Landesverband „hält dies für ein bedeutsames Ereignis in der kommunistischen Weltbewegung, weil hier eine kampfstarke und einflussreiche Partei ihre Reflexion über den vergangenen Sozialismus und die daraus zu ziehenden Schlussfolgerungen in einer Art und Weise vorgelegt hat, die geeignet ist, die aller Orten zu beobachtende und sicherlich den Nachwirkungen der Konterrevolution geschuldeten Zurückhaltung in der Frage der Gestaltung einer künftigen Gesellschaftsordnung zu überwinden und in die Offensive zu kommen.“ (
05.10.2011: Der transnationale Kapitalismus befinde sich in einer strukturellen Krise, das gegenwärtige Muster von Produktion und Reproduktion habe dazu geführt, dass sich die Beziehung zwischen Gesellschaft und Natur erschöpft haben, sagte Felipe Gil *) im Namen der Delegation der Kommunistischen Partei Cubas in seinem Beitrag (Anlage) beim 



