Alfred Kosing: Marxistisches Wörterbuch der Philosophie. Berlin 2015.
04.06.2015: Alfred Kosing ist ein alter Haudegen sowohl der marxistischen Philosophie wie auch des DDR-Wissenschaftsbetriebes. 1969 bis 1971 hatte er einen Lehrstuhl am Institut für Gesellschaftswissenschaften beim Zentralkomitee der SED inne. Bis 1990 war er dann Bereichsleiter für Dialektischen Materialismus des Institutes für marxistisch-leninistische Philosophie der Akademie für Gesellschaftswissenschaften. Entstehungsgeschichtlich ist das vorliegende Wörterbuch eine Überarbeitung eines 1985 erstmals erschienenen Lexikons. Kosing will damit einen Beitrag zur Erneuerung der marxistischen Theorie, besonders der Philosophie leisten. Hierzu gehört unweigerlich, das weiß Kosing wie jeder andere Marxist oder an Marxismus Interessierte, eine Auseinandersetzung mit der Zäsur von 1989.
29.05.2015: Die sich anmaßenden sechs Herren und eine Herrin der Welt hätten allen Grund, vor ihrer eigenen Türe zu kehren, statt der Menschheit permanent die Türen einzutreten. Wenige Tage vor dem Gipfel der G7-Staaten stellte der Industrieländer-Club OECD (34 Industrieländer der Welt) den Führungsmächten und den restlichen Clubmitgliedern ein vernichtendes Zeugnis in Sachen Einkommens- und Vermögensverteilung aus. OECD-Generalsekretär Angel Gurría bei Vorstellung des Berichts. „Wir haben einen Wendepunkt erreicht. Noch nie in der Geschichte der OECD war die Ungleichheit so groß wie heute“. Allen voran USA und Deutschland.
01.05.2015: Im Juni 1990 haben kritische Wirtschafts- und SozialwissenschaftlerInnen zusammen mit GewerkschafterInnen in München das isw – Institut für sozial-ökologische Wirtschaftsforschung e.V. gegründet. In den 25 Jahren sind fast zweihundert Studien und Berichte veröffentlicht worden. Jetzt ist der neue isw-report 100/101 erschienen. Er erscheint in einer Doppelnummer mit 76 Seiten. Die isw-Autoren Leo Mayer, Fred Schmid und Conrad Schuhler stellen die Grundzüge des stattfindenden Umbruchs im globalen Kapitalismus dar.
24.04.2015: Die Welt des Geldes strotzt nur so vor Rekorden. Aktionäre sacken in diesen Wochen Dividenden ein wie nie zuvor in der Geschichte. Resultierend aus den Superprofiten, die die Konzerne im vergangenen Jahr eingefahren haben. Die Top-Bosse gönnen sich Top-Boni. Und der Dax klettert von Gipfel zu Gipfel und macht die Aktionäre noch reicher. Der Reihe nach.
19.03.2015: Das
07.03.2015: Europa ist wieder in Bewegung – und die Linke schwankt zwischen Euphorie und Enttäuschung. Mit dem Wahlsieg Ende Januar hat SYRIZA selbst noch optimistische Prognosen übertroffen, inzwischen kann sich die Regierung in Griechenland sogar Unterstützungswerten von über 80 Prozent erfreuen. Gleichzeitig liefert sich Podemos in Spanien im Vorfeld der Wahlen im kommenden Herbst ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der konservativen Partido Popular. Die zwischenzeitliche Beruhigung der Krise seit Herbst 2012 wirkt angesichts des Deflationsrisikos im Euroraum, schwachen Wachstumsdaten in Deutschland und einer teilweise sogar einbrechenden Konjunktur in Frankreich rückblickend eher trügerisch, wie die Ruhe vor dem Sturm, vor der nächsten Episode einer Krise, die uns noch lange in Atem halten wird. Anders als beim Ausbruch der sogenannten Euro-Krise vor fünf Jahren gibt es nun aber mit SYRIZA und Podemos eine ernstzunehmende europäische Bewegung, die die Austeritätspolitik grundlegend in Frage stellt.
03.03.2015: Auf der Konferenz der DKP am 21.02.2015 hielt Uwe Fritsch das Einleitungsreferat zum Thema „Entwicklung der Produktivkräfte und die Arbeiterklasse heute“:



