Wirtschaft

free sunday09.12.2016: Der Kampf um den freien Sonntag spielt eine wichtige Rolle in der Arbeitszeitfrage. Im Gefolge der längeren Ladenöffnungszeiten wurden auch die Geschäfts- und Betriebszeiten anderer Branchen ausgedehnt. Ziel vieler Unternehmern und Politiker ist eine 7-mal-24- Stunden-Gesellschaft, in der einzig das Profitinteresse noch stimmt, wann gearbeitet wird. Dagegen regt sich zunehmend auch erfolgreicher Widerstand, zugleich aber gibt es die Versuche, den Sonntag endgültig zum Arbeitstag zu machen.

Samsung THE-TRUTH03.11.2016: Samsung ist mit seinem Galaxy Note 7 in die Schlagzeilen gekommen. Weniger bekannt sind die mittelalterlichen Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten und die extrem gewerkschaftsfeindliche Politik des Unternehmens. Der Internationale Gewerkschaftsbund hat jetzt eine Kampagne gestartet, die den Konzern dazu zwingen soll, den Raubbau an seinen ArbeiterInnen und die Politik der gewerkschaftsfreien Betriebe zu beenden.

mind the pay gap28.10.2016: In ganz Island haben Frauen am vergangenen Montag (24. Oktober) genau um 14.38 Uhr die Arbeit niedergelegt, um damit gegen die „Lohnlücke“ zwischen Frauen- und Männerlöhnen (Gender Gap) zu demonstrieren. Dazu aufgerufen haben Gewerkschaften und Frauenorganisationen. Das berichtete die Iceland-Review online am 25.10.2016. Der 24. Oktober ist für die isländischen Frauen der Jahrestag eines ersten Streiks für die Gleichberechtigung bei den Löhnen im Jahr 1975.

igm austellung metallarbeiterstreik22.10.2016: Die IG Metall Kiel-Neumünster erinnert in diesen Wochen mit einer Reihe von Veranstaltungen  (Vorträgen, Fotoausstellung Stadtrundgang) an zwei wichtige Ereignisse in der Geschichte der Metaller: Der Dachverband der Metallarbeitergewerkschaften wurde vor 125 Jahren gegründet und die Arbeiterinnen und Arbeiter der schleswig-holsteinischen Metallindustrie streikten vor 60 Jahren 16 Wochen lang für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Peter Seeger, 1. Bevollmächtigter und Geschäftsführer der IGM leitete die Auftaktveranstaltung im Kieler Gewerkschaftshaus mit der Feststellung ein: „Geschichte wiederholt sich nicht und die gesellschaftlichen und kulturellen Bedingungen sind im ständigen Wandel. Das ist richtig, dennoch gilt auch eine alte Weisheit: Wenn du nicht mehr weißt, wohin du gehst, dann dreh dich um und schau, woher du kommst.“

veranst verdi 2016 logo21.10.2016: Eingeladen zum Digitalisierungskongress am 17./18.10. hatten die  Gewerkschaft ver.di und die Hans-Böckler-Stiftung. Mehr als 300 Teilnehmende kamen, um sich nicht nur durch Vorträge und Podiumsdiskussionen mit diesem Thema auseinanderzusetzen, sondern selbst mit zu diskutieren, ihre Erfahrungen, Forderungen und Vorschläge in 10 Workshops einzubringen. Schon der Titel des Kongresses macht deutlich, dass es nicht nur um das „Mitgestalten“, sondern wesentlich auch um die Frage der „Mitbestimmung“ ging.

kaisers tengelmann berlin16.10.2016: Es ist kein schlechter Witz: Karl-Erivan Haub leistet sich in Mühlheim ein Tengelmann-Museum. Haub ist der (Noch-)Eigentümer der Lebensmittelhandelskette, hat das Geschäft von seinem Vater übernommen. Damit in der Konzernzentrale die Geschichte des Unternehmens bis zum Ende dokumentiert wird, muss nun die Ausstellung „Es war einmal: 16.000 Arbeitsplätze zerschlagen!“ hinzugefügt werden. Dass die seit mehr als zwei Jahren für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze kämpfenden hoffenden Kolleg_innen bei Kaiser´s Tengelmann Lust und Zeit für einen Museumsbesuch investieren, ist unwahrscheinlich.

dgb rente muss reichen mami 315707.10.2016: „Rente muß reichen“, heißt es aktuell beim DGB. Er will vor der Bundestagswahl Druck aufbauen: Stoppt die Senkung des Rentenniveaus und hebt es wieder an! Seit nicht mehr das Brutto, weiterhin Bemessungsgrundlage der Beiträge, sondern der Nettolohn zur Berechnungsgröße der Renten wurde, sank deren Niveau weit unter die früheren 60%. Mit der Riester-“Reform“, der Teilprivatisierung der Rente, sank es auf aktuell rund 48%. Die durchschnittliche Rentenhöhe lag 2014 bei den männlichen Rentenzugängen im Westen bei 980 Euro (Frauen 562) und bei denen im Osten bei 952 Euro (Frauen 814). Wo der Durchschnitt schon mager ist, langt es im unteren Drittel nicht mal für die Existenzsicherung, wenn die gesetzliche Rente das einzige nennenswerte Einkommen ist. Wie Frau Nahles laut der Mainzer Allgemeinen vom 29.9. auf aktuell 2.543 Euro verfügbares Einkommen bei heutigen Rentnerhaushalten, 1.614 bei alleinstehenden Rentnern bzw. 1.420  bei Rentnerinnen kommt, ist nicht nachvollziehbar. Ein Dementi wurde nicht bekannt. Sollten da auch jene dabei sein, die nicht von Rente, sondern von Rendite leben?

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Neues von der Solidaritätskampagne: Abdeckplanen zum Schutz vor Regen. Gaza wird nicht vergessen!

Gaza Soliaktion Regenplanen 2025 12 2
zum Text hier
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