Meinungen

20.10.2015: Marwan Barghuti, 56 Jahre alt, führende Persönlichkeit des palästinensischen Widerstands, Mitglied des zentralen Führungsgremiums der PLO und insgesamt 20 Jahre in israelischen Gefängnissen eingekerkert, zuletzt 2004 von einem israelischen Gericht zu fünfmal lebenslänglich und 40 Jahren Gefängnis wegen „Terrorismus“ verurteilt, von manchen aber auch wegen seines Eintretens für eine friedliche Regelung zwischen Israelis und Palästinensern als „palästinensischer Nelson Mandela“ bezeichnet, hat in einem Text aus dem Gefängnis seine Überlegungen zur aktuellen Situation im israelisch-palästinensischen Konflikt zusammengefasst.

01.10.2015: Max van Beveren, Aktivist aus München, hat uns folgenden Erfahrungsbericht zukommen lassen: Am Mittwoch, den 16.09.2015, bin ich mit der Mitfahrgelegenheit nach Wien gefahren, um mich dort dem SOSkonvoi anzuschließen. Der SOSkonvoi ist eine Gruppe freiwilliger Helfer aus Wien, die Lebensmittel, sowie Kleidung und Medikamente auf Spendenbasis annimmt und diese Güter mit Hilfe von Autokonvois in Krisengebiete, wie Röszke (Ungarn) und Tovarnik (Kroatien) bringt, um den Refugees, die dort über die Grenze kommen, zu helfen.

31.08.2015: Erdogan versucht seit langem mit allen Mitteln seine Macht auszubauen. Er und seine AKP beherrschen alle Schaltstellen des Staates und die eigentliche Machtzentrale, nämlich den Nationalen Sicherheitsrat, wo die Militärführung über die Geschicke des Landes ein Mitspracherecht hat. Die Judikative, Legislative, Exekutive sowie die Führung des Militärs sind fest in den Händen von Erdogan. Dazu sollte man auch die islamistisch geprägten und die der AKP verbundenen Medien zählen.

Von Andreas Hallbauer, Mitglied der Partei DIE LINKE, erhielten wir folgenden Beitrag:

  1. Angesichts der Zuspitzung der innerkapitalistischen Widersprüche und der vorgetragenen Offensive der Herrschenden an vielen Fronten ist es an der Zeit, dass die Linkspartei Schritte für eine linke Gegenoffensive in die Wege leitet. Diese Gegenoffensive sollte auf drei Ebenen ansetzen: national, regional und global.
  2. Auf nationaler Ebene sollte die Linkspartei daran gehen, einerseits ihr eigenes Lager konsequenter als bisher zu formieren und andererseits die Auseinandersetzung insbesondere mit der SPD über die Perspektiven einer progressiven Politik zu forcieren.

Von Walter Baier und Elisabeth Gauthier
17.07.2015: Nach fünf Monaten autoritär und arrogant geführter Verhandlungen haben 18 Staats- und Regierungschefs der Eurogruppe unter der Führung des deutschen Finanzministers der demokratisch gewählten Regierung Griechenlands ein Abkommen aufgezwungen, das dem Wahlprogramm Syrizas widerspricht und das Ergebnis des Referendums vom 5. Juli negiert.

13.07.2015: Schäubles Unnachgiebigkeit gegenüber Griechenland hat sich durchgesetzt: Mit einem Finanzkrieg und der Drohung Griechenland aus dem Euro zu werfen, wurde Griechenland unterworfen. "Die Eurozone ist ein Verein von Erpressern und Vernichtern", heißt es auf einer Internetseite von Syriza. Bereits am Sonntag, (12.7.) als sich bei den Verhandlungen in Brüssel die Niederlage der griechischen Regierung abzeichnete, hat 'Blockupy goes Athens' neun provisorische Überlegungen nach dem popularen Oxi und dem Ja von Syriza zum Memorandum veröffentlicht; geschrieben nach der Abstimmung im griechischen Parlament und vor der endgültigen Entscheidung der Eurogruppe.

muenchen g7 demo Rauch Werner 754013.06.2015: Hier soll es nicht um eine Einschätzung oder Kommentierung der (dürftigen) Ergebnisse des Elmauer Gipfels gehen, sondern um einige Erfahrungen, eine erste Bilanz der Gegenaktionen. Fast ein dreiviertel Jahr Vorbereitungszeit in sehr unterschiedlichen politischen Spektren, viel Auseinandersetzung und oft auch Streit haben sich gelohnt. Die Demonstrationen und Aktionen gegen G7 waren nicht nur zahlenmäßig die stärksten in dieser politischen Richtung seit vielen Jahren, sondern auch die politische Breite der beteiligten Organisationen und Strukturen ging weit hinaus über das, was oft als „Mosaiklinke“ bezeichnet wird.

03.04.2015: Am 9. April muss Griechenland die nächste Rate an den IWF zurückzahlen: 462 Millionen Euro. Danach geht es Schlag auf Schlag weiter. Bis Mitte Mai muss das Land insgesamt 6,6 Milliarden Euro Schulden und Zinsen begleichen. In der letzten Märzwoche hat Griechenland eine neue Reformliste bei den Vertretern von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und IWF eingereicht. Doch die sind noch längst nicht zufrieden. Aber der EU und der deutschen Regierung geht es nicht nur ums Geld. Sie wollen die Linksregierung in Athen finanziell strangulieren und blockieren. Yanis Albanis, Mitglied des Zentralausschusses von SYRIZA:

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