Der Dannenröder Wald ist nicht nur ein hessischer Lokalkonflikt

Im Interview
Tools
PDF

Sabine Leidig Portrait17.12.2020: kommunisten.de sprach mit Sabine Leidig*) über das Ende der Baumbesetzungen im Dannenröder Wald, die Breite der Bewegung, die Rolle der Grünen und wie es weitergeht im Kampf um eine sozial-ökologische Verkehrswende:

 

 

kommunisten.de: Am Donnerstag (8. 12.) wurde im Dannenröder Wald für den Bau der A49 das letzte Baumhaus geräumt und die letzten Bäume im Trassenbereich gerodet.

Sabine Leidig: Ja, das ist bitter. Ein Kontaktbeamter sprach vom größten Polizeieinsatz in der Geschichte Hessens. Seit 1. Oktober waren tausende Polizist*innen aus dem ganzen Bundesgebiet und ein gewaltiges Aufgebot riesiger Maschinen für die Autobahnlobby im Einsatz. Man muss sich vorstellen, im Jahr 2020, mitten in der Klimakrise, wurde ein Jahrhunderte alter Mischwald in einem Trinkwasserschutzgebiet für eine Autobahn zerstört, die vor 40 Jahren geplant worden war. Für die Profitinteressen von Wenigen wird die Zukunft von uns allen riskiert und damit in Kauf genommen, dass bereits heute Menschen im globalen Süden an den Auswirkungen der Klimakrise sterben.

kommunisten.de: Die Aktivist*innen haben unter hohem persönlichem Einsatz gekämpft, im Wald auf den Bäumen gecampt, blockiert - ihre Gesundheit und bei den Räumungen der Baumhäuser zeitweise ihr Leben aufs Spiel gesetzt. War es den Einsatz wert?

Sabine Leidig: Es waren Hunderte vor allem junger Menschen, die hier unter hohem persönlichen Einsatz aktiv waren. Ich konnte mich als parlamentarische Beobachterin mehrmals davon überzeugen, dass der rücksichtslose Polizeieinsatz für viele ein traumatisierendes Erlebnis war. Noch immer sind Aktivist*innen im Krankenhaus oder Gefängnis, weil sie sich für eine klimagerechte Welt einsetzen.

Sie hatten und haben breite und vielfältige Unterstützung von Anwohner*innen, von Bürgerinitiativen, von Schüler*innen und Student*innen die bei Fridays-for-Future engagiert sind, von Ü60-Aktivist*innen, von Ende-Gelände und – was ich sehr bemerkenswert finde – von den Verbänden. Die Vorsitzenden von BUND, Greenpeace, Campact u.a. saßen am Nikolaussonntag früh noch im Schlamm an der Schneise und haben Unterstützung für den zivilen Ungehorsam demonstriert. Die dazugehörige Erklärung der "Promis" ist bemerkenswert und zeigt, dass es mehr war als ein Symbol. [1]

Wer denkt, dass die Proteste jetzt aufhören, hat die Dringlichkeit der Klimakrise nicht verstanden. Wir haben ja auch nicht mehr viel Zeit, die Katastrophe einzudämmen. Schon heute brennt die Welt, versinkt in Stürmen, Schlammlawinen und Starkregen, die Meeresspiegel steigen, die Wüsten dehnen sich aus… . Hier ist eine Bewegung für Klimagerechtigkeit, eine sofortige sozial gerechte Verkehrswende und eine solidarische Zukunft zusammengekommen, die durch diesen Kampf gemeinsam stärker und entschlossener denn je geworden ist. Der "Danni" ist schnell zum Symbol für diese Bewegung geworden.

 

Dannenroeder Wald Baumhaus"Der Konflikt um den Dannenröder Wald ist kein Konflikt zwischen Aktivist*innen und Polizei. Auch darf ihn niemand ausschließlich als hessischen Lokalkonflikt missverstehen. Im Kern geht es in diesem Waldstück um die Frage: Wie kann eine fossile Gesellschaft ihre Mobilität und andere wirtschaftliche und gesellschaftliche Felder schnell genug so modernisieren, dass die fortschreitende Zerstörung gestoppt wird, bevor es zu spät ist?"
aus der gemeinsamen Erklärung von Vertreter*innen von Greenpeace, Campact, BUND, Fridays For Future u.a. vom 6. Dezember 2020
https://www.greenpeace.de/themen/waelder/erklaerung

 

 

kommunisten.de: In Hessen regieren die Grünen gemeinsam mit der CDU. Die Grünen hielten still. Ist den Grünen der Koalitionsfrieden wichtiger als der Klimaschutz? Oder stimmt die Aussage des grünen hessischen Verkehrsminister Tarek Al-Wazir, dass ihm als zuständigen Minister die Hände gebunden seien? Wegen des vorliegenden Planfeststellungsbeschlusses müsse er den Weisungen von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) folgen und grünes Licht für den Autobahnbau geben.

Sabine Leidig: Zum ersten: man darf die Grünen nicht in einen Topf werfen. Viele lokale Grünen-Aktivist*innen haben sich an den Protesten im Dannenröder Wald beteiligt. Die Grünen Jugend Deutschland und Grünen-Landtagsabgeordnete aus verschiedenen Bundesländern, aber nicht aus dem Hessischen Landtag, haben den Offenen Brief an den hessischen Innenminister Peter Beuth (CDU), den hessischen Verkehrsminister und stellvertretenden Ministerpräsidenten Tarek Al-Wazir (Grüne) und den Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) unterzeichnet, in dem ein sofortiges Ende des Polizeieinsatzes und ein Rodungsstopp verlangt wird. [2]

Zu der Behauptung von Tarek Al-Wazir muss ich allerdings sagen, dass er Nebelkerzen wirft. Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages hat in einem Gutachten festgestellt, dass das Land Hessen trotz vorliegenden Planfeststellungsbeschlusses das Projekt stoppen könnte. "Im Gegensatz zum Bedarfsplan stellt der Planfeststellungsbeschluss keine Rechtsgrundlage für die oben genannte Verpflichtung der Länder dar. Er vermittelt nach § 75 Abs. 1 Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVfG) dem Bauträger lediglich das Recht, das genehmigte Vorhaben durchzuführen", heißt es in dem Gutachten. Und dann folgt die Feststellung: "Eine Verpflichtung zur Durchführung lässt sich alleine aus einem Planfeststellungsbeschluss daher nicht ableiten."

Die Landesregierung hat also durchaus die Möglichkeit, den Bau der A49 zu stoppen. Wie das Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes sagt: Baurecht ist keine Baupflicht. Die Behauptung von Tarek Al-Wazir und den führenden hessischen Grünen, ihnen seien die Hände gebunden, weil allein der Bund verantwortlich sei und den Weiterbau stoppen könne, ist nachweislich falsch.

Dazu kam ja auch noch eine Steilvorlage vom Bundesverwaltungsgericht. Im letzten Prozess gegen die Rodung und den Autobahnbau lehnte das Gericht zwar die Einwendungen ab, wies aber bei der Ablehnung selbst auf die geänderte wasserrechtliche Situation im Zusammenhang mit den trockenen letzten Jahren hin.

Wenn der politische Wille da wäre, könnte das hessische Verkehrsministerium eine Anweisung zum Stopp der Bauarbeiten erteilen. Allerdings bedeutet das, einen harten Konflikt mit Bundesverkehrsminister Scheuer (CSU) und der CDU. Den wollen die Führungskräfte der Grünen nicht riskieren. Da steht auch im Hintergrund, dass für diese Kräfte die hessische schwarz-grüne Koalition neun Monate vor der Bundestagswahl als Vorzeigemodell für den Bund dient. Da ist die Protestbewegung um den Dannenröder Wald, die ja eigentlich klassische grüne Themen auf die Tagesordnung setzt, nur lästig.

kommunisten.de: Bei den Aktivist*innen und in weiten Teilen der Klimagerechtigkeitsbewegung ist die Enttäuschung über die Haltung der Grünen groß. Sie äußern, dass sie den Grünen diese Haltung nie verzeihen werden und dass die Rodung durch den Protest zum politischen Desaster der Grünen gemacht worden sei. Nun zeigen aber jüngste Umfragen, dass die Rodung und der Autobahnbau dem hessischen Verkehrsminister Tarek Al-Wazir und den Grünen nicht geschadet haben. Die Grünen gewinnen lt. HR-Hessentrend zwei Prozentpunkte hinzu. Wie erklärst Du Dir das?

Sabine Leidig: also erstens ist das eine Momentaufnahme und zweitens ist eben der Mainstream von der Erzählung der Regierungsgrünen bestimmt, dass dieser Bau der A49, dieser "Lückenschluss" alternativlos ist, dass alle Instanzen durchlaufen sind, dass man eine "demokratische Entscheidung" - auch wenn sie einem nicht gefalle - umsetzen müsse. Diese staatstragende Haltung entspricht eben auch dem Groß der (bündnisgrünen) Wählerschaft. Bis eine andere Lesart in der breiten Öffentlichkeit durchdringt, braucht es mehr als drei Monate Kampf um einen Wald. Außerdem ist eben nicht nur ein Thema ausschlaggebend für eine Wahlentscheidung. Einzig DIE LINKE ist im hessischen Landtag entschlossen gegen diesen Autobahnbahnbau. Und da ist das Zögern aus verschiedensten Gründen groß. Die LINKE wird noch längst nicht als sozial-ökologische Partei wahrgenommen, obwohl wir es programmatisch ja durchaus sind.

kommunisten.de: Welchen Ausblick gibst Du?

Sabine Leidig: Auch wenn die Räumungen jetzt beendet und die Schneise in den Wald geschlagen ist, bleiben ein Moratorium und ein Stopp für die Baumaßnahmen an der A49 auf der Tagesordnung. Und die neue Bewegung findet weitere Verbreitung. Die beeindruckende Verbindung von "bürgerlichem" Protest mit massenhaftem zivilem Ungehorsam ist längst noch nicht am Ende.

Derzeit wird eine größere Vernetzungskonferenz vorbereitet und bei aktivistischen Waldbesetzungskreisen ist der geplante Weiterbau der A44 schon auf dem Zettel.
Bestimmt werden die Demonstrationen rund um die IAA im September 2021 in München groß und stark! Nach dem Kampf um den Kohleausstieg, wird der Kampf um den Ausstieg aus der Autogesellschaft ein zentrales Anliegen der Klimabewegung.

Eine im Oktober 2020 vom Wuppertal-Institut vorgelegte Studie, beantwortet die von Fridays for Future gestellte Frage, was bis 2030 bei uns geändert werden müsste, damit die weitere Erderhitzung auf maximal 1,5 Grad begrenzt werden kann, und macht u.a. die klare Aussage: der Autoverkehr muss halbiert und der LKW-Verkehr reduziert werden. Ein Weiter-so darf es nicht geben!

Während die politische Rechte den Automobil- und Logistikstandort, sowie wachsende (transnationale) Verkehrsströme als Sinnbild des Wohlstandes zementieren will, steht die Forderung nach einem Baustopp neuer Autobahnen für einen Richtungswechsel in der Verkehrs- und Wirtschaftspolitik. Sie kann zu einem wichtigen Kristallisationspunkt der sozial-ökologischen Verkehrswende werden und hat das Potential, zum "Mietendeckel der Mobilität".

Dannenroeder Wald SabineLeidig
Sabine Leidig: Autobahn-Baustopp - der "Mietendeckel der Mobilität"?   

 


*) Sabine Leidig
, parlamentarische Beobachterin im Dannenröder Forst, verkehrspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Vorstandsmitglied marxistische linke und Mitherausgeberin von kommunisten.de 

Das Gespräch führte Leo Mayer

Anmerkungen

[1] https://www.greenpeace.de/themen/waelder/erklaerung
[2] https://www.attac.de/startseite/teaser-detailansicht/news/dannenroeder-wald-offener-brief/


 zum Thema

Internationales

Neue Zeiten in Kolumbien

Neue Zeiten in Kolumbien

09.08.2022: Gustavo Petro übernimmt die Regierungsgeschäfte in Kolumbien und stellt ein ambitioniertes Regierungsprogramm vor: Frieden, grüne Wirtschaft, lateinamerikanische Zusammenarbeit und Armutsbekämpfung sind prioritär ++ Finanzminister legt Plan zur Steuerreform vor ++ Kommunistin wird Arbeitsministerin

weiterlesen

Europa

Griechenland und die EU haben 27.000 Menschen in der Ägäis ins Meer zurückgestoßen

Griechenland und die EU haben 27.000 Menschen in der Ägäis ins Meer zurückgestoßen

02.08.2022: Eine am 15. Juli veröffentlichte Untersuchung von Forensic Architecture enthüllt in schockierenden Details das abgrundtiefe Verbrechen der illegalen Rückschiebungen von Flüchtlingen durch die griechische Küstenwache zwischen März 2020 und März 2022 ++ eine unmenschliche Politik, die die Regierung von Premierminister Kyriakos Mitsotakis im Einvernehmen und im Auftrag der Europäischen Union praktiziert ++ FRONTEX und Bundesmarine direkt involviert

weiterlesen

Linke / Wahlen in Europa

Frankreich: Macron verlor seine Mehrheit – Erfolg für die vereinte Linke

Frankreich: Macron verlor seine Mehrheit – Erfolg für die vereinte Linke

21.06.2022: Negativrekord der Nichtbeteiligung ++ Niederlage für Macron mit erheblichen Folgen ++ Erfolg für die Linken: es fehlen nur sechzehntausend Stimmen, um die relative Mehrheit vor den Macronisten zu erreichen ++ keine gemeinsame Linksfraktion ++ Anwachsen des Rechtsextremismus

weiterlesen

Deutschland

"9-Euro-Ticket". Was kommt danach?

01.08.2022: In vier Wochen läuft das 9-Euro-Ticket aus ++ Kommunen, Nahverkehrsbetriebe und Klimaschützer:innen fordern Weiterführung ++ verschiedene Modelle für Billigticket ++ Finanzminister Lindner (FDP) lehnt Finanzierung ab ++ Initiative "9-Euro-Ticket weiterfahren!" will mit Unterschriftensammlung und Aktionen Druck aufbauen. Das 9-Euro-Ticket bedeutet Entlastung, Mobilität und Klimaschutz

weiterlesen

Aus Bewegungen und Parteien

"Pastasciutta Antifascista"

26.07.2022: In diesen Tagen organisieren lokale Sektionen der antifaschistischen Associazione Nazionale Partigiani d'Italia (ANPI) in über 100 italienischen Städten und Gemeinden auf öffentlichen Plätzen Nudelessen ++ verbreitet wird der Aufruf "Für einen Friedensvorschlag der Europäischen Union“

weiterlesen

Analysen

Neue "rote Linien" im Indopazifik: Wie sich der Machtkampf zwischen China und dem Westen in Fernost ausweitet

Neue

05.08.2022: Mit dem Besuch von Nancy Pelosi in Taiwan sind die Spannungen zwischen Washington und Peking weiter eskaliert. Für Chinas Regierung, die Taiwan als Teil des chinesischen Territoriums ansieht, war die Visite der Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses in Taipeh eine Provokation. Sie warnte von einem "Spiel mit dem Feuer" und führt "beispiellose" Manöver der chinesischen Volksbefreiungsarmee rund um Taiwan durch, bei denen die Invasion der Insel geübt wird. Gleichzeitig wird immer deutlicher, dass der Fokus im geopolitischen Ringen zwischen den USA und China längst nicht mehr nur auf Taiwan liegt, sondern auch weiter südwärts gerückt ist. Nikita Gerassimow analysierte in einem Artikel vom 30. April 2022 die sich verschärfenden Spannungen in Fernost.

weiterlesen

Meinungen

Zeitenwenden

Zeitenwenden

27.07.2022: Gabriele Senft hat in einem Facebook-Kommentar ihre innere Zerrissenheit in ihrer Haltung zum Krieg in der Ukraine zum Ausdruck gebracht, den Schmerz über das Zerbrechen von Freundschaften und darauf verwiesen, dass das "Gesamtbild immer wieder neu auf den Prüfstand" gestellt werden müsse. Von den zahlreichen Kommentaren zu dem Artikel von Gabriele Senft veröffentlicht kommunisten.de den kurzen Kommentar von Peter Schmitt. kommunisten.de bedankt sich für die Genehmigung zur Veröffentlichung.

weiterlesen

Literatur und Kunst

"Für ein freies Spanien, in dem jeder hat, was er braucht"

Max Aub, der großartige Chronist des Spanischen Bürgerkrieges starb vor 50 Jahren  

22.07.2022: Er ist nach wie vor ein großer Unbekannter in Deutschland, der am 22. Juli 1972 in Mexiko-Stadt verstorbene Schriftsteller und Theatermann Max Aub - und das auch unter Linken. Der deutsch klingende Name täuscht, denn Aub, Sohn eines deutschen Vaters und einer französischen Mutter, war seinem Selbstverständnis nach ein spanischer Schriftsteller und hat mit dem sechsbändigen Romanwerk "Das Magische Labyrinth" das umfassendste literarische Werk geschaffen, das bis heute dem Spanischen Bürgerkrieg gewidmet ist.

weiterlesen

Im Interview

Foza Yûsif : "Lasst uns die Revolution und ihre Errungenschaften dauerhaft machen."

Foza Yûsif :

19.07.2022: Am 19. Juli jährt sich der Beginn der Revolution von Rojava zum zehnten Mal. Der basisdemokratische Aufbruch in der Region ist jedoch in größter Gefahr. Eine türkische Großinvasion scheint unmittelbar bevorzustehen. Im Interview spricht Foza Yûsif aus dem Ko-Vorstandsrat der Partei der Demokratischen Einheit (PYD) über die Revolution, die Syrienkrise und die aktuelle Bedrohung.

weiterlesen

Der Kommentar

Es gibt keine militärische Lösung.

Es gibt keine militärische Lösung.

Uri Weltmann zur jüngsten militärischen Auseinandersetzung zwischen Israel und dem palästinensischen Islamische Dschihad    
08.08.2022:
Nach heftigen Kämpfen ist in der Nacht auf den heutigen Montag zwischen Israel und dem palästinensische Islamische Dschihad ein Waffenstillstand in Kraft getreten. Nach palästinensischen Angaben wurden mindestens 44 Menschen bei den israelischen Angriffen getötet, darunter mehrere Kinder. Mindestens ein Drittel der Toten seien Zivilisten. Mehr als 360 Menschen sollen verletzt worden sein. In Israel gab es mindestens drei Verletzte. ++ Uri Weltmann , Mitglied der nationalen Führung von Standing Together, einer jüdisch-arabischen sozialistischen Bewegung, die für Frieden, Gleichheit und soziale Gerechtigkeit in Israel kämpft, schrieb am Sonntag, 7. August 2022, 23:12 Uhr:

weiterlesen

marxistische linke - Partnerin der Europäischen Linken

marxistische linke zum Krieg Russlands gegen die Ukraine

marxistische linke zum Krieg Russlands gegen die Ukraine

Die Waffen nieder! Nein zum Krieg!  

marxistische linke zum Krieg Russlands gegen die Ukraine  

Mit dem barbarischen Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine ist etwas passiert, das wir nicht für möglich halten wollten.

Wir konnten uns nicht vorstellen, dass die Regierung eines Landes, das so unter einem Weltkrieg gelitten hat, diesen Krieg beginnen würde. Die russischen Panzer werden von den Enkeln der Frauen und Männer gesteuert, die gemeinsam mit ihren ukrainischen Kampfgenoss*innen damals unter unvorstellbaren Opfern die Sowjetunion verteidigten, die Hitler-Wehrmacht niederrangen und Europa vom Faschismus befreiten. Jetzt töten sie ihresgleichen.

weiterlesen

Videos

YPJ-Kommandantin Jiyan Tolhildan

YPJ-Kommandantin Jiyan Tolhildan

27.07.2022: Die Kommandantin der YPJ-Frauenverteidigungseinheiten, Jiyan Tolhildan, wurde am Samstag (23.7.) von einer türkischen Drohne in Rojava ermordet. Sie war auf dem Rückweg von einer Konferenz zu 10 Jahren Frauenbefreiung, auf der sie gesprochen hatte. Ihre Rede wurde aufgezeichnet. Sie spricht von der Wichtigkeit der Selbstverteidigung von Frauen in einem patriarchalen und kapitalistischen System. Hier könnt ihr sie mit englischem Untertitel hören und sehen:

weiterlesen

Farkha Festival

Den Krieg verhindern – 2. Bericht vom Farkha-Festival

Den Krieg verhindern – 2. Bericht vom Farkha-Festival

07.08.2022: Während diese Zeilen geschrieben werden, greift die israelische Armee erneut den Gaza-Streifen an. Mindestens acht Menschen wurden getötet, darunter ein 5-jähriges Mädchen. Mehr als 50 Personen wurden verletzt. Ziel ist laut israelischen Angaben Tayseer al-Jabari gewesen, ranghohes Mitglied des Islamischen Dschihads, der laut dem Journalisten Muhammad Shehada eher dem politischen Flügel der islamistischen Organisation nahegestanden haben soll: "Ihn zu töten ist für die Sicherheit Israels nicht von Bedeutung, aber ein großes Geschenk für Hardliner im Islamischen Dschihad".

weiterlesen

Im Land des Sandes. In der Westsahara

Westsahara: In den befreiten Gebieten

Westsahara: In den befreiten Gebieten

Bericht von Kerem Schamberger |

19.02.2019: Die letzten Tage in der Westsahara waren geprägt von Sand. Überall Sand, wie schon im ersten Blogeintrag beschrieben. In jeder Ritze, in jeder Pore. Warum? Weil wir in die von der Polisario befreiten Gebiete gefahren sind und dort noch mehr Wüste ist, als schon in den Flüchtlingslagern um Tindouf.

weiterlesen

Europäische Sommeruniversität der sozialen Bewegungen 2022

Logo Attac Sommer Uni2022

Mit einem vielfältigen und hochkarätigen Programm kommt die Europäische Sommeruniversität (#ESU2022) der sozialen Bewegungen dieses Jahr wieder nach Deutschland: Vom 17. bis 21. August trifft sich auf Einladung von Attac ein politisch interessiertes Publikum in der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach.
zum Programm:

https://www.esu22.eu/start

zur Anmeldung:
https://www.esu22.eu/anmeldung

++++++++++++++++++++++++++++++++

Der Kommentar

Es gibt keine militärische Lösung.

Es gibt keine militärische Lösung.

Uri Weltmann zur jüngsten militärischen Auseinandersetzung zwischen Israel und dem palästinensischen Islamische Dschihad    
08.08.2022:
Nach heftigen Kämpfen ist in der Nacht auf den heutigen Montag zwischen ...

weiterlesen

Im Interview

Foza Yûsif : "Lasst uns die Revolution und ihre Errungenschaften dauerhaft machen."

Foza Yûsif :

19.07.2022: Am 19. Juli jährt sich der Beginn der Revolution von Rojava zum zehnten Mal. Der basisdemokratische Aufbruch in der Region ist jedoch in größter Gefahr. Eine türkische Großinvasion scheint unmittelbar bevorzu...

weiterlesen

marxistische linke - Partnerin der Europäischen Linken

marxistische linke zum Krieg Russlands gegen die Ukraine

marxistische linke zum Krieg Russlands gegen die Ukraine

Die Waffen nieder! Nein zum Krieg!  

marxistische linke zum Krieg Russlands gegen die Ukraine  

Mit dem barbarischen Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine ist etwas passiert, das wir nicht für möglic...

weiterlesen

Videos

YPJ-Kommandantin Jiyan Tolhildan

YPJ-Kommandantin Jiyan Tolhildan

27.07.2022: Die Kommandantin der YPJ-Frauenverteidigungseinheiten, Jiyan Tolhildan, wurde am Samstag (23.7.) von einer türkischen Drohne in Rojava ermordet. Sie war auf dem Rückweg von einer Konferenz zu 10 Jahren Frauen...

weiterlesen

Dossier "Linke Strategien"

Im Dossier "Linke Strategien" sind Artikel zusammengestellt, die auf kommunisten.de in verschiedenen Rubriken erschienen sind und sich mit Fragen linker Strategie, Neuformierung der Linken, etc. befassen.

Zum Dossier


EL Star 150

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.