Veranstaltung von medico international
Mit:
Dr. Kerem Schamberger & Valeria Hänsel (medico international)
Robert Nestler (Equal-Rights-Beyond Border)
Alva Träbert (Dachverband der psychosozialen Zentren für Geflüchtete und Folterüberlebende (BAfF e.V.)
Die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylgesetzes GEAS tritt Mitte Juni in Kraft und führt zu einer de facto Aushebelung des Asylrechts – Ablehnung von Menschen in Schnellverfahren, die Erklärung von Asylanträgen als „unzulässig“ und Inhaftierung auch für Minderjährige. Es wird möglich, Menschen ohne Asylverfahren in „Drittstaaten“ entlang der Fluchtroute abzuschieben (bekannt geworden als Ruanda-Deal). Aber die Gewalt wird nicht nur externalisiert, sondern rückt auch immer weiter nach innen: Inhaftierungspraktiken, Gefängnisinfrastrukturen und Pushbacks, die an den EU-Außengrenzen ausprobiert wurden, kommen mit dem nationalen GEAS-Anpassungsgesetz nach Deutschland. Dabei sollen geflüchtete Menschen zunehmend in Lagern isoliert werden.
Die Entrechtung von Menschen auf der Flucht ist sowohl Ausdruck als auch Treiber der Rechtsverschiebung in Deutschland und Europa – bei von Rassismus betroffenen Menschen ist die Gesellschaft schneller bereit, Entrechtung hinzunehmen. Aber diese wird nicht bei einzelnen stehenbleiben.
Wie sieht die Zukunft des Asylrechts in Deutschland aus?
Was können wir von der Situation an den Außengrenzen lernen?
Welche psychosozialen Folgen hat die Umsetzung der GEAS Reform?
Und was können wir der Ausgrenzung und dem Rechtsruck entgegensetzen?
siehe auch
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kommunisten.de, 21.5.2026 "Festung Europa" einigt sich auf Ruanda-Modell"Ruanda-Modell": EU ebnet Weg für Abschiebezentren in Drittländern ++ "Festung Europa" verlagert die Steuerung der Migration, die ausnahmslos als "irregulär" bezeichnet wird, außerhalb ihrer eigenen Grenzen ++ Verschärfung der Rückführungen von Migranten ++ Christdemokraten und Konservative paktieren mit den Ultrarechten |





