09./08.04.2026: Der Dienstag begann damit, dass Donald Trump in den sozialen Medien genozidale Drohungen gegen den Iran aussprach, und endete – nur zehn Stunden später – mit der Ankündigung eines 14-tägigen Waffenstillstands zu den Bedingungen des Iran.
"Öffnet die verdammte Meerenge, ihr verrückten Bastarde, oder ihr werdet in der Hölle schmoren" – diese Botschaft hatte Trump am Sonntag Sonntag (5.4.) nach Teheran geschickt. Am Dienstagnachmittag erreichten Trumps Drohung einen neuen Höhepunkt, als er ankündigte: "Heute Nacht wird eine ganze Zivilisation untergehen, um nie wieder zurückzukehren." (https://truthsocial.com/@realDonaldTrump/posts/116351998782539414, https://truthsocial.com/@realDonaldTrump/posts/116363336033995961)
Zehn Stunden später, nur eineinhalb Stunden vor Ablauf der von Trump gesetzten Frist, verkündete Trump einen zweiwöchigen Waffenstillstand, innerhalb dessen der Iran die Straße von Hormus wieder öffnen werde – die allerdings nie ganz gesperrt war.
Nach Trumps maximaler verbaler Eskalation hatten die USA keine Rückzugsmöglichkeit mehr, wäre es nicht zu einer Einigung mit dem Iran gekommen. Donald Trump sagte, er glaube, dass China dazu beigetragen habe, den Iran zu Waffenstillstandsverhandlungen zu bewegen, berichtete AFP. Ein Sprecher der chinesischen Botschaft in Washington erklärte dazu, China habe seit Beginn des Konflikts "daran gearbeitet, einen Waffenstillstand herbeizuführen und den Konflikt zu beenden".
Nahezu zeitgleich hatten China und Russland ihr Veto gegen eine Resolution des UNO-Sicherheitsrats eingelegt, die die Wiederöffnung der Straße von Hormus durch den Einsatz "aller notwendigen Mittel" legitimieren sollte.
https://truthsocial.com/@realDonaldTrump/posts/116365796713313030
Teheran und Trump bezeichnen den Waffenstillstand jeweils als ihren "Sieg"
Sowohl Donald Trump als auch iranische Regierungsvertreter bezeichnen das "beidseitige" Waffenstillstandsabkommen als Sieg.
Trump erklärte, die USA hätten mit dem zweiwöchigen Waffenstillstand einen "vollständigen und umfassenden Sieg" errungen. "Ein vollständiger und umfassender Sieg. 100 Prozent. Daran besteht kein Zweifel", sagte er am Dienstag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP.
Auch Iran beansprucht einen "großen Sieg" für sich und hebt hervor, dass die USA den iranischen 10-Punkte-Vorschlag als Grundlage für Verhandlungen akzeptiert haben. Der Iran habe "alle vom Feind vorgelegten Pläne abgelehnt" und einen 10-Punkte-Plan entworfen und diesen über Pakistan der US-Seite vorgelegt. "Auf dieser Grundlage wurde auf höchster Ebene beschlossen, dass der Iran in Islamabad zwei Wochen lang und ausschließlich auf der Grundlage dieser Prinzipien Verhandlungen mit der amerikanischen Seite führen wird", heißt es in der Erklärung des Obersten Nationalen Sicherheitsrat des Iran.
Und weiter:
"Der Feind hat in seinem ungerechten, unrechtmäßigen und kriminellen Krieg gegen die iranische Nation eine unbestreitbare, historische und vernichtende Niederlage erlitten." Der Iran habe "das kriminelle Amerika gezwungen, unseren 10-Punkte-Plan zu akzeptieren. In diesem Plan hat sich Amerika grundsätzlich verpflichtet, folgende Punkte zu garantieren: Nichtangriff, die Fortführung der iranischen Kontrolle über die Straße von Hormus, die Akzeptanz der Anreicherung, die Aufhebung aller primären und sekundären Sanktionen, die Aufhebung aller Resolutionen des UN-Sicherheitsrats und Regierungsräten, die Zahlung von Entschädigungen an den Iran, den Abzug der US-Kampftruppen aus der Region und die Beendigung des Krieges an allen Fronten, einschließlich gegen den heldenhaften Islamischen Widerstand im Libanon.
Wir gratulieren dem gesamten iranischen Volk zu diesem Sieg und betonen, dass bis zur endgültigen Klärung der Einzelheiten dieses Sieges weiterhin Ausdauer und Besonnenheit seitens der Behörden sowie die Aufrechterhaltung der Einheit und Solidarität des iranischen Volkes erforderlich sind." (vollständiger Text hier)
Welcher 10-Punkte-Vorschlag gilt?
Der überraschendste Satz in Trumps Waffenstillstandspost ist, dass die folgenden Verhandlungen auf dem iranischen 10-Punkte-Vorschlag als einer "praktikable Grundlage" geführt werden sollen, und nicht auf Trumps 15 Punkten. Erst in einer späterem Post erwähnte Trump seinen 15-Punkteplan und bezeichnete CNN-Meldungen über den 10-Punkte-Vorschlag als betrügerisch, ohne näher darauf einzugehen. Er kritisierte CNN dafür, darüber berichtet zu haben und beschuldigte den Sender wegen Verbreitung von "Fake News".
Die Presseprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt erklärte wenige Stunden nach Trumps Post, Trump habe "Irans 10-Punkte-Plan in den Müll geworfen“ und ihn nie akzeptiert.
US-Vize JD Vance sagte gegenüber Fox News, dass mehrere Versionen des iranischen 10-Punkte-Vorschlages zirkulieren würden. "Es gibt drei verschiedene 10-Punkte-Vorschläge, zumindest die ich herumschwirren gesehen habe." Der erste "landete sofort im Müll und wurde abgelehnt", so Vance. Und weiter: "Es gab einen zweiten 10-Punkte-Vorschlag, der viel vernünftiger war und auf einigem Hin und Her zwischen uns und den Pakistanern basierte, und das ist der 10-Punkte-Vorschlag, auf den der Präsident gestern Bezug genommen hat. .. Und dann habe ich einen dritten 10-Punkte-Vorschlag gesehen, der noch maximalistischer ist als der erste 10-Punkte-Vorschlag, der in verschiedenen Social-Media-Kanälen kursiert." (https://x.com/EricLDaugh/status/2041963213655568387)
CNN, 8.4.2026
Zentrale Punkte des iranischen Vorschlags
Die zentralen Punkte des iranischen Vorschlags sind ein dauerhafter Friedensvertrag statt eines vorübergehenden Waffenstillstands, Sicherheitsgarantien, Aufhebung von Sanktionen, Wiedereröffnung der Straße von Hormus, Finanzierung des Wiederaufbaus durch Einnahmen aus der Straße von Hormus, Ende der israelischen Angriffe im Libanon und anderer regionaler Attacken.
Vorschlag der 10-Punkte Irans(basierend auf der Erklärung des Obersten Nationalen Sicherheitsrats
Quelle: Embassy of the I.R. Iran in Kabul, Afghanistan, 8.4.2026, eigene Übersetzung |
Trumps 15 Forderungen an den Iran
|
Der iranische Außenminister Abbas Araghchi veröffentlichte auf X eine Erklärung, in der es heißt, das Militär des Landes werde während des Waffenstillstands die sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus koordinieren. Er betont, dass Washington "den allgemeinen Rahmen" des iranischen 10-Punkte-Vorschlags "als Verhandlungsgrundlage" akzeptiert habe. Er erwähnt außerdem im Unterschied zu Trump auch dessen 15-Punkte-Vorschlag und erklärte, der Iran prüfe den 15-Punkte-Vorschlag der Vereinigten Staaten. (https://x.com/araghchi/status/2041655156215799821)
Die Vereinigten Staaten haben natürlich nicht allen zehn Punkten zugestimmt. Doch allein die Tatsache, dass Irans Rahmenvereinbarung die Verhandlungen bestimmen wird, stellt einen bedeutenden diplomatischen Sieg für Teheran dar.
Iran behält Kontrolle über Hormus
Noch bemerkenswerter ist, dass der Iran während des Waffenstillstands die Kontrolle über die Meerenge behalten und – gemeinsam mit Oman – weiterhin Transitgebühren von durchfahrenden Schiffen erheben wird. Tatsächlich scheint Washington eingeräumt zu haben, dass die Wiederöffnung der Wasserstraße mit einer stillschweigenden Anerkennung der iranischen Hoheitsgewalt darüber einhergeht.
Iran und Oman planen laut der halbstaatlichen iranischen Nachrichtenagentur Tasnim, während des zweiwöchigen Waffenstillstands Transitgebühren für Schiffe zu erheben, die die Straße von Hormus passieren. Laut Berichten werden Gebühren von 2 Millionen Dollar pro Schiff fällig, zahlbar in chinesischem Yuan.
Die geopolitischen Folgen könnten tiefgreifend sein. Teheran wird diese Position nutzen, um wirtschaftliche Beziehungen zu asiatischen und europäischen Partnern wieder aufzubauen – Ländern, die einst intensiv mit dem Iran Handel trieben, aber in den letzten 15 Jahren durch US-Sanktionen aus seinem Markt verdrängt wurden.
In diesem Zusammenhang ist aus der Sicht Teherans eine dauerhafte Beendigung seines Konflikts mit Israel untrennbar mit der Beendigung der israelischen Kriege im Gazastreifen und im Libanon verbunden. Dies ist kein wünschenswertes Zusatzziel; es ist eine Voraussetzung.
Doch Israel sperrt sich gegen einen Waffenstillstand in Libanon.
Das Waffenstillstandsabkommen gilt nicht für den Libanon, sagt Israel, und begeht Massaker in Libanon
Die Bekanntgabe des Waffenstillstands löste eine Welle der Frustration in Israel aus. Der israelische Oppositionsführer Jair Lapid greift Premierminister Benjamin Netanjahu öffentlich an. Dieser habe "politisch und strategisch versagt". "Es hat in unserer gesamten Geschichte keinen politischen Desaster dieses Ausmaßes gegeben. Israel war nicht einmal am Tisch, als Entscheidungen über den Kern unserer nationalen Sicherheit getroffen wurden", sagte Lapid. "Das Militär hat alles ausgeführt, was von ihm verlangt wurde, die Öffentlichkeit hat unglaubliche Widerstandsfähigkeit gezeigt, aber Netanjahu hat politisch und strategisch versagt und keines der Ziele erreicht, die er sich selbst gesetzt hat. Es wird Jahre dauern, den politischen und strategischen Schaden zu reparieren, den Netanjahu verursacht hat", fügte er hinzu.
Der Militärkorrespondent des israelischen i24-News-Kanals ist über den Verlauf von Beginn des Krieges bis zu jetzigen Zeitpunkt verblüfft. Er sagt: Wir haben diesen Prozess mit "Hilfe ist unterwegs" begonnen, dann sind wir zum Ziel "Regime stürzen" übergegangen. Von dort aus zu "ballistische Raketen und die nukleare Bedrohung eliminieren", indem wir langfristige Schäden an den militärischen Industrien zufügen. Und jetzt ist unser Ziel "die Straße öffnen" geworden (die aber vor Beginn des Krieges bereits offen war). "Wir werden die Erfolge und Misserfolge später überprüfen, aber der Abstand zwischen Ausgangspunkt und Endpunkt ist einfach verblüffend."
https://x.com/IsraeliPM/status/2041714156114456660
In dieser Zwickmühle zwischen der Position der USA und den ultrarechten Koalitionspartnern und der "Opposition", erklärte Netanjahu mit vierstündiger Verspätung, dass der Waffenstilstand für Libanon nicht gelte. "Der zweiwöchige Waffenstillstand umfasst nicht den Libanon", heißt es in einer Erklärung aus Netanjahus Büro am Mittwoch.
Die Position Israels steht im Widerspruch zu einer Erklärung des pakistanischen Premierministers Shehbaz Sharif, der bei der Aushandlung des Abkommens zwischen den USA und dem Iran mitgewirkt hatte und erklärte, das Abkommen schließe den Libanon ein. Der Waffenstillstand gelte "überall, einschließlich des Libanon", erklärte Sharif.
Netanjahu erklärte hingegen in einer kurzen Videobotschaft "Ich habe darauf bestanden, dass der vorübergehende Waffenstillstand mit dem Iran die Hisbollah nicht einschließt. Und wir gehen weiterhin hart gegen sie vor."
Netanjahu rief Trump an – und die Haltung der USA zum Libanon änderte sich
US-Präsident Donald Trump hatte den Libanon in seiner Bekanntgabe des Waffenstillstandes nicht erwähnt. Am Mittwochabend schloss er sich dann der Position Israels an und sagte, der Libanon sei nicht Teil des Abkommens. Das Nachrichtenportal Drop Site berichtet unter Bezug auf CBS News, dass Präsident Trump darüber informiert worden sei, dass der regionale Waffenstillstand den Libanon einschließen würde, und dass er diesen Bedingungen zugestimmt habe. Ein Vertreter des Weißen Hauses sagte zudem, Israel habe dem von Pakistan vermittelten Abkommen zugestimmt. Dann rief Premierminister Benjamin Netanjahu Trump an – und die Haltung der USA änderte sich.
Massaker in Libanon
Israel führt neben seinem Krieg gegen den Iran an der Seite der USA seit Anfang März einen groß angelegten Angriff im Südlibanon durch, der sich gegen die vom Iran unterstützten Hisbollah-Kämpfer richtet. Israel will das Gebiet bis zum Fluss Litani als "Sicherheitszone" dauerhaft besetzten. Israel in den letzten Wochen Häuser und Infrastruktur im Süden des Libanon dem Erdboden gleichgemacht. In der libanesischen Grenzregion versprühten israelische Flugzeuge hochkonzentriertes Pflanzengift Glyphosat, das von der Weltgesundheitsorganisation WHO als "wahrscheinlich krebserregend" bezeichnet wird.
Nahezu eine Million Libanesinnen und Libanesen – 20 Prozent der gesamten Bevölkerung des Libanon - wurden aus dem Gebiet vertrieben und sollen auch nach Kriegsende nicht zurückkehren dürfen. Seit dem 2. März sind bei israelischen Angriffen im Libanon mindestens 1.530 Menschen getötet worden, teilte das libanesische Gesundheitsministerium am Dienstag (7.4.) mit, darunter 130 Kinder.
"100 Angriffe in 10 Minuten im gesamten Libanon"
Erklärung der israelischen Armee IDF am 8. April
Während die Hisbollah ihre Angriffe einstellte, nachdem Pakistan den Waffenstillstand angekündigt hatte, und dass der Waffenstillstand Libanon einschließe, intensivierte Israel seine Angriffe auf den Libanon und griff Libanon ohne Vorwarnung an. Mindestens zehn Luftangriffe trafen heute (8.4.) die südlichen Vororte Beiruts, das Stadtzenrum von Beirut, Tyros, Nabatieh, Saida und das Bekaa-Tal. Bomben fielen auf mehr als dreißig Dörfer im Süden des Libanon. Israels Verteidigungsminister Katz sprach von einem "Überraschungsangriff".
100 Angriffe in 10 Minuten im gesamten Libanon, verkündet stolz das israelische Militär. "... hat die IDF den größten koordinierten Schlag in ganz Libanon seit Beginn der Operation Tobender Löwe abgeschlossen", posteten die IDF heute auf X. (8.4.2026, https://x.com/IDF/status/2041844695303696733)
Mindestens 254 Menschen wurden dem libanesischen Zivilschutz zufolge getötet und 1.165 verletzt.
Eine klare Botschaft, dass es von israelischer Seite kein Waffenstillstandsangebot gibt und dass es seine Angriffe auf zivile Gebiete eskaliert.
Iran droht mit Angriff auf Tel Aviv, falls Israel keinen Waffenstillstand im Libanon umsetzt. Der Iranische Nationale Sicherheitsrat erklärte, dass die Raketen-Einheiten angewiesen werden, anzugreifen, wenn der Waffenstillstand im Libanon nicht eingehalten wird. Und der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf sagte, drei der zehn Rahmenpunkte seien bereits vor Beginn der Gespräche von den USA verletzt worden und bezeichnete weitere Verhandlungen mit den USA bereits als "unsinnig". Der Libanon und die gesamte Achse des Widerstands“ seien "untrennbarer Bestandteil" der Feuerpause.
"Israel hat die Welt in diesen Krieg hineingezogen. Es versucht nun, sicherzustellen, dass die Welt ihm nicht entkommen kann."
Shaiel Ben-Ephraim, https://x.com/academic_la/status/2041879887544512817
Verhandlungen beginnen am 10. April
Nach Informationen des Obersten Nationalen Sicherheitsrates des Irans, das höchste sicherheitspolitische Entscheidungsgremium der Islamischen Republik, werden die Verhandlungen mit den USA am Freitag, den 10. April, in Islamabad beginnen.
Die bevorstehenden Gespräche in Islamabad zwischen Washington und Teheran könnten noch scheitern. Doch das Terrain hat sich verschoben. Trumps gescheiterter Einsatz von Gewalt hat die Glaubwürdigkeit amerikanischer militärischer Drohungen geschwächt und eine neue Dynamik in die Diplomatie zwischen den USA und dem Iran gebracht.
Washington kann immer noch mit dem Säbel rasseln. Doch nach einem gescheiterten Krieg klingen solche Drohungen hohl. Die Vereinigten Staaten sind nicht mehr in der Lage, Bedingungen zu diktieren; jede Vereinbarung muss auf einem echten Kompromiss beruhen.
ergänzt am 9.4. um die Stellungnahme des Obersten Sicherheitsrates des Iran
zum Thema
- "Zurück in die Steinzeit". Trump verkündet seinen Sieg und lässt die Märkte einbrechen
- Anmerkungen zum Krieg gegen den Iran
- Iran: Der erste multipolare Krieg
- Öl-Reserven freigegeben: 400 Millionen Barrel gegen hohe Ölpreise, aber das reicht nicht aus
- Spanien: "Nein zum Krieg". Donald Trump droht Madrid, Friedrich Merz stimmt mit ein
- Der Krieg verläuft nicht, wie von Trump geplant
[Anmerkung: Im Folgenden finden Sie die Erklärung des Obersten Nationalen Sicherheitsrats des Iran, wie sie auf Farsi bei Tasnim News, einer dem IRGC nahestehenden Nachrichtenagentur, veröffentlicht wurde. Übersetzung durch KI, keine Gewähr für die Richtigkeit.]
Eine Erklärung des Obersten Nationalen Sicherheitsrates zur Veröffentlichung der Zustimmung der USA zu den Bedingungen des Iran
Der Feind hat in seinem ungerechten, unrechtmäßigen und kriminellen Krieg gegen die iranische Nation eine unbestreitbare, historische und vernichtende Niederlage erlitten. Durch den Segen des reinen und heiligen Blutes des gefallenen Führers der Islamischen Revolution, Großajatollah Imam Khamenei (Friede sei mit ihm), die Führung des Obersten Führers der Islamischen Revolution und Oberbefehlshabers, Ayatollah Mojtaba Khamenei (möge Gott ihn beschützen), dem Kampf und der Tapferkeit der Kämpfer des Islam an den Fronten und insbesondere der historischen, unerschütterlichen und epischen Präsenz der iranischen Menschen vor Ort seit den allerersten Tagen des Krieges hat der Iran einen großen Sieg errungen und das kriminelle Amerika gezwungen, unseren 10-Punkte-Plan zu akzeptieren.
In diesem Plan hat sich Amerika grundsätzlich verpflichtet, folgende Punkte zu garantieren:
- Nichtangriff,
- die Fortführung der iranischen Kontrolle über die Straße von Hormus,
- die Akzeptanz der Anreicherung,
- die Aufhebung aller primären und sekundären Sanktionen,
- die Aufhebung aller Resolutionen des UN-Sicherheitsrats und Regierungsräten,
- die Zahlung von Entschädigungen an den Iran,
- den Abzug der US-Kampftruppen aus der Region und
- die Beendigung des Krieges an allen Fronten, einschließlich gegen den heldenhaften Islamischen Widerstand im Libanon.
Wir gratulieren dem gesamten iranischen Volk zu diesem Sieg und betonen, dass bis zur endgültigen Festlegung der Einzelheiten dieses Sieges weiterhin Standhaftigkeit und Besonnenheit seitens der Behörden sowie die Wahrung der Einheit und Solidarität des iranischen Volkes erforderlich sind.
Die islamische Republik Iran hat gemeinsam mit den tapferen Kämpfern des Widerstands im Libanon, im Irak, im Jemen und im besetzten Palästina in den vergangenen 40 Tagen dem Feind Schläge versetzt, die das historische Gedächtnis der Welt niemals vergessen wird.
Der Iran und die Achse des Widerstands haben als Vertreter der Ehre und der Menschlichkeit gegen die grausamsten Feinde der Menschheit nach einer historischen Schlacht diesen eine unvergessliche Lektion erteilt und ihre Streitkräfte, Fähigkeiten, Infrastruktur sowie ihr gesamtes politisches, wirtschaftliches, technologisches und militärisches Kapital so gründlich zerschlagen, dass der Feind nun in Zersplitterung und Hilflosigkeit versunken ist und keinen anderen Weg vor sich sieht, als sich dem Willen der großen Nation Iran und der edlen Achse des Widerstands zu beugen.
An dem ersten Tag, an dem die verbrecherischen Feinde des Iran diesen ungerechten Krieg begannen, bildeten sie sich ein, dass sie in kurzer Zeit die vollständige militärische Vorherrschaft über den Iran erlangen und diesen durch die Schaffung politischer und sozialer Instabilität zur Kapitulation zwingen würden. Sie dachten, der Raketen- und Drohnenbeschuss durch den Iran würde schnell zum Erliegen kommen, und glaubten nicht, dass der Iran mit solcher Wucht über seine eigenen Grenzen hinaus und in der gesamten Region zurückschlagen könnte. Der verräterische globale Zionismus hatte den unwissenden amerikanischen Präsidenten davon überzeugt, dass dieser Krieg den Iran vernichten würde und dass sie, indem sie diese letzte Bastion der Menschlichkeit und Zivilisation beseitigten, fortan jedes Verbrechen gegen jeden, den sie wollten, mit Leichtigkeit begehen könnten. Sie träumten davon, den geliebten Iran zu spalten, sein Öl und seinen Reichtum zu plündern und die Iraner am Ende für viele Jahre in Chaos, Instabilität und Unsicherheit versunken und verlassen zurückzulassen.
Die tapferen Kämpfer des Islam und ihre mutigen Verbündeten in der Achse des Widerstands beschlossen, obwohl ihre Herzen durch das Märtyrertum ihres Imams verwundet und zerrissen waren, sich auf den allmächtigen Gott zu verlassen und dem Beispiel des Herrn und Meisters der Märtyrer zu folgen, um diesen Feinden ein für alle Mal eine historische Lektion zu erteilen, Rache für all ihre früheren Verbrechen zu nehmen und Bedingungen zu schaffen, unter denen der Feind für immer jeden Gedanken an eine Aggression gegen den geliebten Iran aufgeben und vor der großen Nation des Iran Demütigung und Schande in vollem Umfang erfahren würde.
Mit dieser Strategie und gestützt auf die beispiellose politische und soziale Einheit, die im Land geschaffen worden war, begannen der Iran und der Widerstand eine der schwersten gemeinsamen Schlachten der Geschichte gegen Amerika und das zionistische Regime und erreichten in dieser Zeit alle Ziele, die sie sich für diese Schlacht gesetzt hatten. Der Iran und der Widerstand zerstörten Amerikas Militärmaschinerie in der Region fast vollständig, versetzten der Infrastruktur und den Kapazitäten, die der Feind über viele Jahre hinweg für diesen Krieg gegen den Iran in der Region aufgebaut und stationiert hatte, vernichtende und schwere Schläge, fügten der kriminellen amerikanischen Armee auf regionaler Ebene umfangreiche Verluste zu und versetzten den feindlichen Streitkräften, der Infrastruktur, den Einrichtungen und den Vermögenswerten innerhalb der besetzten Gebiete verheerende und vernichtende Schläge. Sie setzten den Feind an allen Fronten so stark unter Druck, dass nicht nur keines der Hauptziele des Feindes verwirklicht wurde, sondern der Feind etwa 10 Tage nach Kriegsbeginn erkannte, dass er keine Aussicht auf einen Sieg hatte. Aus diesem Grund begann er über verschiedene Kanäle und Methoden, Kontakt zum Iran aufzunehmen und einen Waffenstillstand zu erbitten.
Das edle iranische Volk sollte wissen, dass der Feind dank der Kämpfe seiner Söhne und der eigenen historischen Präsenz auf dem Schlachtfeld seit mehr als einem Monat darum bettelt, dass der Iran und der Widerstand ihr intensives Feuer einstellen. Doch die Verantwortlichen des Landes lehnten alle derartigen Forderungen ab, da von Anfang an beschlossen worden war, den Krieg fortzusetzen, bis die Ziele erreicht sind – darunter die Reue und Verzweiflung des Feindes sowie die Beseitigung der langfristigen Bedrohung für das Land. So dauert der Krieg bis heute, dem vierzigsten Tag, an. Der Iran hat zudem wiederholt die vom amerikanischen Präsidenten gesetzten Fristen abgelehnt und betont weiterhin, dass er keinerlei Bedeutung auf Fristen legt, die vom Feind auferlegt werden.
Trumps Rückzugsmeldung; Einigung, den 10-Punkte-Vorschlag des Iran als Grundlage zu nutzen
Nun verkünden wir der großen Nation des Iran die frohe Botschaft, dass fast alle Kriegsziele erreicht wurden und dass eure tapferen Söhne den Feind in eine historische Hilflosigkeit und eine dauerhafte Niederlage getrieben haben. Die historische Entscheidung des Iran, gestützt durch die einhellige Unterstützung der gesamten Nation, lautet, diesen Kampf so lange wie nötig fortzusetzen, bis seine großen Errungenschaften gefestigt sind und neue sicherheitspolitische und politische Gleichgewichte in der Region geschaffen werden, die auf der Anerkennung der Macht und Stellung des Iran und des Widerstands beruhen.
Dementsprechend und im Einklang mit den Anweisungen des Obersten Führers der Islamischen Revolution, Ayatollah سید مجتبی خامنهای (möge Gott ihn beschützen), sowie mit der Zustimmung des Obersten Nationalen Sicherheitsrates und angesichts der Überlegenheit des Iran auf dem Schlachtfeld, der Unfähigkeit des Feindes, seine Drohungen trotz aller Behauptungen wahrzumachen, und seiner offiziellen Anerkennung aller berechtigten Forderungen des iranischen Volkes wurde beschlossen, dass zur Festlegung der Einzelheiten Verhandlungen in Islamabad stattfinden sollten, damit innerhalb von maximal 15 Tagen die Einzelheiten des iranischen Sieges auf dem Schlachtfeld auch in politischen Verhandlungen konsolidiert werden.
In diesem Zusammenhang lehnte der Iran zwar alle vom Feind vorgelegten Pläne ab, entwarf jedoch einen 10-Punkte-Plan und legte ihn der amerikanischen Seite über Pakistan vor. Darin betonte der Iran grundlegende Punkte wie die kontrollierte Durchfahrt durch die Straße von Hormus in Abstimmung mit den iranischen Streitkräften, was dem Iran eine einzigartige wirtschaftliche und geopolitische Position verschafft; die Notwendigkeit, den Krieg gegen alle Komponenten der Achse des Widerstands zu beenden, was die historische Niederlage der Aggression des kindervernichtenden israelischen Regimes bedeuten würde; den Abzug amerikanischer Kampftruppen aus allen Stützpunkten und Einsatzorten in der Region; die Einrichtung eines sicheren Transitprotokolls in der Straße von Hormus, das die beherrschende Stellung des Iran gemäß dem vereinbarten Protokoll gewährleistet; die vollständige Zahlung der dem Iran zustehenden Entschädigungen gemäß den entsprechenden Bewertungen; die Aufhebung aller primären und sekundären Sanktionen sowie aller Resolutionen des Gouverneursrats und des Sicherheitsrats; die Freigabe aller im Ausland eingefrorenen iranischen Gelder und Vermögenswerte; und schließlich die Verankerung all dieser Punkte in einer verbindlichen Resolution des Sicherheitsrats. Es sei darauf hingewiesen, dass die Verabschiedung dieser Resolution all diese Vereinbarungen in verbindliches Völkerrecht umwandeln und einen bedeutenden diplomatischen Sieg für die iranische Nation darstellen würde.
Nun hat der angesehene Premierminister Pakistans dem Iran mitgeteilt, dass die amerikanische Seite trotz all ihrer offensichtlichen Drohungen diese Grundsätze als Verhandlungsgrundlage akzeptiert und sich dem Willen der iranischen Nation gebeugt hat. Auf dieser Grundlage wurde auf höchster Ebene beschlossen, dass der Iran in Islamabad zwei Wochen lang und ausschließlich auf der Grundlage dieser Prinzipien Verhandlungen mit der amerikanischen Seite führen wird. Es wird betont, dass dies nicht das Ende des Krieges bedeutet, und der Iran wird das Ende des Krieges erst dann akzeptieren, wenn angesichts der Annahme der vom Iran im 10-Punkte-Plan vorgesehenen Prinzipien auch die Details in den Verhandlungen endgültig festgelegt sind.
Diese Verhandlungen werden am Freitag, dem 21. Farvardin, in Islamabad unter völliger Misstrauen gegenüber der amerikanischen Seite beginnen, und der Iran wird ihnen zwei Wochen einräumen. Dieser Zeitraum kann im Einvernehmen der Parteien verlängert werden. Es ist notwendig, während dieser Zeit die vollständige nationale Einheit zu wahren und die Siegesfeiern mit Nachdruck fortzusetzen. Die aktuellen Verhandlungen sind nationale Verhandlungen und eine Fortsetzung des Kampfes auf dem Schlachtfeld, und es ist notwendig, dass das gesamte Volk, die Eliten und die politischen Gruppen diesem Prozess, der unter der Aufsicht des Obersten Führers und der höchsten Ebenen des Systems steht, vertrauen und ihn unterstützen und sich strikt jeder spaltenden Äußerung enthalten.
Wenn die Kapitulation des Feindes auf dem Schlachtfeld in einen entscheidenden politischen Erfolg in den Verhandlungen umgewandelt wird, dann werden wir gemeinsam diesen großen historischen Sieg feiern; andernfalls werden wir Seite an Seite auf dem Schlachtfeld weiterkämpfen, bis alle Forderungen der iranischen Nation erfüllt sind. Unsere Hände bleiben am Abzug, und der geringste Fehler des Feindes wird mit voller Wucht beantwortet werden.
Oberster Nationaler Sicherheitsrat
19. Farvardin 1405 (8.4.2026)





