Aus Bewegungen und Parteien

30.04.2026: israelische Armee greift in internationalen Gewässern Hilfsflotte für Gaza an ++ Schiffe und Besatzung entführt ++ ALLE FÜR PALÄSTINA – 30. April und 1. Mai ++ Gaza droht erneut Hungersnot

 

 "Fünfzehn unserer Schiffe wurden entführt – unsere Leute auf See gelten weiterhin als vermisst", meldet die Global Sumud Flotille am heutigen Vormittag (30.4).

Die Regierung des israelischen Apartheidregimes befindet sich seit Anfang des Monats in höchster Alarmbereitschaft, als die Global Sumud Flottille in Spanien startete und Waffen wie Brot, Milch, Medizin und vor allem Solidarität transportiert.

 

Global Sumud Flotilla2026 Schiff1


Während der Nacht griff die israelische Wehrmacht eine Flotte aus mehr als fünfzig Booten an, die auf dem Weg nach Gaza sind. Die israelische Armee zerstörte die Motoren und Kommunikationsmittel, sodass die Besatzungen nicht einmal um Hilfe rufen konnten.

"Bei einem gewaltsamen Überfall in internationalen Gewässern haben israelische Marineeinheiten verschiedene Boote der 'Global Sumud'-Flottille abgefangen, geentert und systematisch manövrierunfähig gemacht. "Nachdem sie Motoren zerstört und Navigationsgeräte unbrauchbar gemacht hatten, zog sich das Militär zurück – und ließ dabei absichtlich Hunderte von Zivilisten auf manövrierunfähigen, beschädigten Schiffen direkt im Weg eines herannahenden gewaltigen Sturms zurück.
Zudem wurde die Kommunikation mit mehreren Schiffen gestört, wodurch ihnen die Möglichkeit genommen wurde, sich abzustimmen oder um Hilfe zu rufen.
Während die Teilnehmer der Flottille einer kalkulierten Todesfalle auf See ausgesetzt sind, bleibt die Bevölkerung von Gaza das Hauptziel einer unerbittlichen, jahrelangen Kampagne der Aushungerung und des Gemetzels.
Die heute Nacht angewandte Logik ist identisch: Der israelische Staat schafft die Voraussetzungen für den Tod, sabotiert die Mittel zum Überleben und wartet dann darauf, dass 'die Natur' oder 'die Umstände' die Arbeit zu Ende bringen."
Global Sumud Flotilla, 30. April 2026, 7:07 Uhr https://x.com/gbsumudflotilla/status/2049717141436342447

Kurz vor dem Überfall gaben Aktivisten an, dass sie von militärischen Schnellbooten angefahren wurden, die sich als israelisch identifizierten. Soldaten richteten Berichten zufolge Laser und halbautomatische Waffen auf die Menschen an Bord und befahlen ihnen, sich auf Hände und Knie zu begeben. Sie fügten hinzu, dass die Kommunikation der Boote gestört wurde.

 

Global Sumud Flotilla2026 Kaperung Zeittafel 2026 04 30

 

Nach Angaben der Hilfsmission Global Sumud Flotilla wurden mindestens 15 Boote überfallen, wobei die Menschen an Bord von israelischen Streitkräften entführt wurden und ihr Verbleib unbekannt ist. Das israelische Außenministerium teilte mit, dass sich etwa 175 Aktivisten von mehr als 20 Booten in israelischer Haft befänden.

"Das ist Piraterie. Das ist die rechtswidrige Festnahme von Menschen auf offener See vor Kreta"
Global Sumud Flotilla

Die Schiffe befanden sich während der kriminellen Piraterieaktion Israels in der Nähe der griechischen Insel Kreta in internationalen Gewässern, jedoch sehr nahe an den europäischen Hoheitsgewässern - mehr als 1.000 Kilometern von den völkerrechstwidrig besetzten Küsten Palästinas entfernt.

Jeder redet über die Straße von Hormus und den Maßnahmen Irans zur Kontrolle der Meerenge, und die Mehrheit der Staaten der Welt betrachtet das als Piraterie, aber niemand spricht über die Piraterie der israelischen Armee in internationalen Gewässern, weit entfernt von den israelischen Hoheitsgewässern.

Global Sumud Flotilla2026 Kaperung Video 2026 04 30Video des kriminellen Überfalls durch die israelische Marine:
https://x.com/AJENews/status/2049672618517647657 

"Das ist Piraterie. Das ist die rechtswidrige Festnahme von Menschen auf offener See vor Kreta – ein Beweis dafür, dass Israel weit über seine eigenen Grenzen hinaus völlig straffrei agieren kann, ohne Konsequenzen", erklärten die Organisatoren in einer Stellungnahme. "Kein Staat hat das Recht, internationale Gewässer für sich zu beanspruchen, zu überwachen oder zu besetzen. Doch genau das hat Israel getan, indem es sein Kontrollregime nach außen ausdehnte und das Mittelmeer vor der Küste Europas besetzte."

UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese ist empört über den kriminellen Akt der israelischen Regierung:
"Wie um alles in der Welt ist es möglich, dass Israel Schiffe in internationalen Gewässern vor der Küste Griechenlands bzw. Europas angreifen und beschlagnahmen darf? Abgesehen davon, was man von Apartheid-Israel und seinen auf Völkermord ausgerichteten Führern halten mag, sollte dies in ganz Europa für Entsetzen sorgen." (https://x.com/FranceskAlbs/status/2049729807038996657)

Demgegenüber lobt der UN-Botschafter des Apartheidstaates Israel, Danny Danon, den Einsatz in einem Beitrag auf X. "Eine weitere provokative Flottille wurde gestoppt, bevor sie unser Gebiet erreichte", schrieb er. "Unsere tapferen Soldaten der IDF [Anm.: israelische Wehrmacht] handeln professionell und entschlossen im Umgang mit einer Gruppe von wahnhaften, aufmerksamkeitssuchenden Agitatoren.“

Der israelische Kriegsminister Katz, eines der extremsten Mitglieder der aktuellen rechtsextremen israelischen Regierung, diffamierte die Hilfsflotille als von der Hamas ins Leben gerufen: “Wir wissen, dass die Global Sumud-Flottille von der Terrororganisation Hamas in Zusammenarbeit mit anderen internationalen Organisationen ins Leben gerufen wurde. Der Vorwand der humanitären Mission ist nur eine Tarnung.“ Katz drohte der Flotille mit militärischen Maßnahmen und "der Verhängung von Sanktionen gegen die von der Flottille ins Leben gerufene Crowdfunding-Kampagne".

"Es ist genau dasselbe Drehbuch, das wir letztes Jahr erlebt haben" – sagte Adriano Veneziani, einer der italienischen Aktivisten der Mission, von der Brücke der italienischen Schiffes Holy Blue aus. "Netanjahu und seine Leute wollen uns diskreditieren, sie stellen uns in einen Zusammenhang mit der Hamas und bezeichnen uns als Terroristen. Das ist das Niveau ihrer Propaganda, aber es sind so leere und sinnlose Äußerungen, dass sie mittlerweile niemand mehr beachtet. Viel interessanter wäre es, sich zu fragen, wer Israel finanziert und unterstützt und den Völkermord am palästinensischen Volk ermöglicht."

Erst vergangene Woche hatten vor allem Deutschland und Italien im EU-Ministerrat die Aussetzung des Assoziierungsabkommens der EU mit Israel blockiert. Komplizen im Völkermord. (siehe kommunisten.de, 24.4.2026: Israel bleibt bevorzugter Handelspartner der EU: Dank Deutschland und Italien)

Die Blockade brechen

Mehrere Flottillen haben während des Völkermordes in Gaza und der Blockade des Streifens durch das israelische Apartheidregime bereits Fahrten in Richtung Gaza unternommen, wurden jedoch immer von der israelischen Marine abgefangen. (siehe kommunisten.de, 2.10.2025: Israel kapert Schiffe der Gaza-Sumud-Flottille)
Im Oktober vergangenen Jahres wurden über 400 Aktivisten der Global Sumud Flotilla mehrere Tage im berüchtigten Gefängnisses von Ketziot in der Negev-Wüste inhaftiert, wo auch einige Tausend palästinensische Gefangene eingesperrt sind.

Global Sumud Flotilla2026 Schiff2

Mit der jetzigen Global Sumud Flotilla liefen schätzungsweise 58 Schiffe mit rund 1.000 Aktivisten an Bord Anfang dieses Monats von Spanien aus, um die von Israel verhängte Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen und humanitäre Hilfe zu liefern. Weitere zwanzig Schiffe aus Häfen in Griechenland und der Türkei sollen sich später auf der Route anschließen. Sie wird von den Organisatoren als "die größte humanitäre Mission, die jemals versucht hat, die Belagerung von Gaza zu durchbrechen" bezeichnet .

 

ALLE FÜR PALÄSTINA – 30. APRIL UND 1. MAI!

Wir rufen unsere Mitbürger auf der ganzen Welt dazu auf, sich für Palästina zu erheben! Die Straffreiheit, mit der Israel unsere Flottille in internationalen Gewässern abgefangen hat, ist ein weiteres eklatantes Beispiel dafür, dass die Welt vor den Verbrechen Israels die Augen verschließt.

Doch Israel handelt nicht allein. Unsere Regierungen sind mitschuldig. Die EU ist mitschuldig, da Frontex-Drohnen unsere Flotte überwacht haben. Griechenland ist mitschuldig, da es Israel erlaubt hat, unsere Boote in seiner Rettungszone ILLEGAL zu entern. All dies, weil sie Angst haben, GAZA LEBEN ZU LASSEN.

Wir sagen: Es reicht! Wir WEIGERN UNS, weiterhin tatenlos zuzusehen, wie unsere Regierungen die Kriegsmaschinerie unterstützen. Wir WEIGERN UNS, die Normalisierung der Belagerung und Aushungerung Gazas zu akzeptieren. Wir WEIGERN UNS, einen bloßen Waffenstillstand und die anhaltende Landnahme im Libanon und in Palästina zu akzeptieren.

WIR SIND DIE WEIGERUNG, und an diesem 30. April und 1. Mai ERHEBEN WIR UNS für Gaza, für Palästina, für die Menschlichkeit und für das Ende der gegenwärtigen Weltordnung.

 

 

Gaza droht erneut Hungersnot

"Sechs Monate nach dem sogenannten Waffenstillstandsabkommen vom Oktober 2025 und trotz einer Verringerung des Ausmaßes der Angriffe hält Israel an seinen Völkermordhandlungen gegen die Palästinenser in Gaza fest, indem es weiterhin bewusst Lebensbedingungen auferlegt, die auf ihre physische Vernichtung abzielen."
Amnesty International, 11.4.2026, https://x.com/amnesty/status/2042890396754206986 

Israel verübt seit 2023 einen verheerenden Völkermord in Gaza, indem es den Zugang von Lebensmitteln, Wasser, Hilfsgütern und Strom in das Gebiet blockierte und gleichzeitig mehr als zwei Jahre lang anhaltende Luftangriffe durchführte, die die meisten Krankenhäuser, Häuser und Schulen, Einrichtungen der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung und landwirtschaftliche Flächen zerstörten. Durch die Bombardements wurden mindestens 72.500 namentlich registrierte Palästinenser getötet, schätzungsweise 8.000 weitere werden vermisst. Die tatsächliche Zahl der Kriegstoten liegt infolge von kriegsbedingten Krankheiten und der Blockade von Lebensmitteln und Medikamenten nach Einschätzung internationaler Experten weit darüber.

Trotz eines im letzten Jahr unterzeichneten Waffenstillstands bombardiert Israel Gaza immer wieder und hat Beschränkungen gegen Gaza verhängt, mit denen der Völkermord mit anderen Mitteln weitergeht.

Im Gazastreifen herrscht erneut erheblicher Mangel an Brot und lebenswichtigen Gütern, darunter Lebensmittel, Wasser, Medikamente und Treibstoff, da Israel die Beschränkungen für die Einfuhr von Waren und Hilfsgütern weiter verschärft, obwohl im Waffenstillstandsabkommen groß angelegte Lieferung humanitärer Hilfe zur Linderung der existenziellen Krise vereinbart wurden. Obwohl der Waffenstillstand 600 Hilfs-Lkw pro Tag vorsieht, wurden im Durchschnitt nur etwa 200 hereingelassen, sodass Vorräte für Notunterkünfte, medizinische Hilfe und Lebensmittel fast nicht mehr vorhanden sind.

Von den israelischen Maßnahmen betroffen sind Organisationen wie das Welternährungsprogramm, das gezwungen war, die Lebensmittellieferungen auszusetzen oder einzuschränken, insbesondere bei wichtigen Gütern wie Mehl und Gemüse.

Das Hilfswerk der Vereinten Nationen, UNRWA, meldet die alarmierende Zunahme von parasitären Hauterkrankungen wie Krätze sowie von Windpocken, was die Sorge um die öffentliche Gesundheit weiter verschärft. Die Zahl der dokumentierten Fälle hat sich zwischen Januar und März 2026 verdreifacht, so UNRWA. Aus den Vertriebenenlagern wird weiterhin von weitverbreiteten Nagetier- und Parasitenbefall berichtet.[1]

Ärzte ohne Grenzen (MSF) erklärte letzte Woche, dass das Leben in Gaza auch sechs Monate nach Unterzeichnung des Waffenstillstands weiterhin "erstickt" werde. "Den Palästinensern bewusst den Zugang zu Wasser zu verweigern, ist ein wesentlicher Bestandteil des Völkermords durch Israel", heißt es vom MSF. 

"Der Waffenstillstand hat die Verwüstung in Gaza nicht beendet, da die israelischen Behörden weiterhin Bedingungen auferlegen, die den grundlegenden Lebensstandard untergraben", sagte Claire San Filippo, Notfallmanagerin bei MSF, und fügte hinzu, dass die Lage weiterhin "katastrophal" sei.[2]

 

Immer aktuell informiert über die Global Sumud Flotilla
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Anmerkungen

Geschafft: Mehr als eine Million Unterschriften

EBI Assoziierungsabkommen EU Israel klein

Europäische Bürgerinitiative "Gerechtigkeit für Palästina" erreicht mehr als 1 Million Unterschriften  ++ Schwelle in elf Ländern übersprungen, Deutschland schwach ++ Italien setzt Verlängerung des Verteidigungsabkommens mit Israel aus ++ EU will Sanktionen gegen Israel erörtern – neue Position der ungarischen Regierung steht noch aus
weiterlesen und unterzeichnen hier 

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Ratschlag 2026 04 18 Logo

Infos: hier
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Neues von der Solidaritätskampagne: Abdeckplanen zum Schutz vor Regen. Gaza wird nicht vergessen!

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zum Text hier
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