Der Kommentar

06.10.2010: Die Delegiertenberatungen in den Bezirken bzw. Bundesländern kritisierten die Erfahrungen des beginnenden heißen Herbstes. Es wurde über betriebliche Aktionen bis hin zu Streiks nach Betriebsversammlungen berichtet. Neue Aktionen, wie zum Beispiel die Menschenkette gegen Sozialabbau in Hamburg, wurden ein so nicht erwarteter Erfolg. Widerstand wächst. Die Bereitschaft zum Engagement wird auch durch die vermittelten Erfahrungen in der Auseinandersetzung um Stuttgart 21 größer. Die UZ und auch andere Medien berichten und kommentieren diesen Einstieg in den heißen Herbst. Der Eindruck festigt sich: In diesem Herbst kann richtig etwas losgehen. Die Wut wächst, wenn zum Beispiel wahrgenommen wird, wie schamlos sich Reiche bereichern und Arme wie Hartz-IV-Empfängerinnen und -Empfänger mit fünf Euro abgespeist werden.

Der 19. Parteitag wird nur dann seinen politischen Aufgaben gerecht werden können, wenn er diese Situation analysiert, Schlussfolgerungen daraus zieht und Perspektiven für die weiteren Kämpfe vorschlägt. Kommunistisches Profil in den Auseinandersetzungen dieser Zeit zu entwickeln, das ist eine der Chancen dieses Parteitages. Die DKP hat wachsende Möglichkeiten, mit Materialien, mit Losungen, mit interessanten Aktionen einen Beitrag zum Gelingen von Aktivitäten wie Demonstrationen und Kundgebungen zu leisten. Der Aktionstag am 10. September hat in der Praxis manche Anregung vermittelt, die, auf alle Gliederungen der Partei hoffentlich positiv wirken. Mit der Resolution und dem Aktionsorientierten Forderungsprogramm „Politikwechsel durchsetzen“ hat der Parteivorstand Dokumente vorgelegt, die nach der Beschlussfassung politische Konzeption und die Aktionsorientierung für diese Zeit der sich weiter entwickelnden Krise sein werden. Nachvollziehbare Antworten auf die Herausforderungen dieser Zeit zu formulieren, das muss der 19. Parteitag leisten! Jede Gliederung der DKP sollte befähigt werden, auf der Grundlage dieser Beschlüsse eigene Arbeitsvorhaben festzulegen.

Der 19. Parteitag wird einen neuen Parteivorstand wählen, der in spannenden Zeiten die DKP und die UZ profilieren kann. Die Möglichkeiten zur Einflussnahme und damit auch für die Stärkung für die DKP und UZ sind günstiger als bisher. Der 19. Parteitag ist Endpunkt einer Debatte, um zielgerichtet Ergebnisse zu beschließen. Die Delegierten haben das Wort.

Parteitage sollten nach unserem Selbstverständnis auch Raum und Möglichkeiten schaffen, dass Genossinnen und Genossen neue Kraft und Mut schöpfen können und begründeten Optimismus entwickeln. Ein Parteitag ist auch ein Höhepunkt im innerparteilichen Leben. Seit 1986 kamen diese notwendigen Elemente eines Parteitages zu kurz. Auch dieses Mal wird manches schwierig bleiben. Dabei haben es die Mitglieder, Freunde, Sympathisantinnen und Sympathisanten der DKP verdient, auch Erfolge zu genießen, denn sie haben viel Großartiges in schwierigen Zeiten geleistet.

Kolumne von Heinz Stehr, Vorsitender der DKP  (Vorabdruck aus der UZ vom 08.10.10)

Wir sprechen über Palästina

Gazakrieg Grafik Totoe 2024 04 07

mit Rihm Miriam Hamdan von "Palästina spricht"

Wir unterhalten uns über den israelischen Vernichtungskrieg, die Rolle Deutschlands (am 8. und 9. April findet beim Internationalen Gerichtshof in Den Haag die Anhörung über die Klage Nicaraguas gegen Deutschland wegen Beihilfe zum Völkermord statt), die Situation in Gaza und dem Westjordanland und den "Tag danach".

Onlineveranstaltung der marxistischen linken
Donnerstag, 18. April, 19 Uhr

https://us02web.zoom.us/j/82064720080
Meeting-ID: 820 6472 0080


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Logo Ratschlag marxistische Politik

Ratschlag marxistische Politik:

Gewerkschaften zwischen Integration und Klassenkampf

Samstag, 20. April 2024, 11:00 Uhr bis 16:30 Uhr
in Frankfurt am Main

Es referieren:
Nicole Mayer-Ahuja, Professorin für Soziologie, Uni Göttingen
Frank Deppe, emer. Professor für Politikwissenschaft, Marburg

Zu diesem Ratschlag laden ein:
Bettina Jürgensen, Frank Deppe, Heinz Bierbaum, Heinz Stehr, Ingar Solty

Anmeldung aufgrund begrenzter Raumkapazität bis spätestens 13.04.24 erforderlich unter:
marxlink-muc@t-online.de


 

Farkha2023 21 Buehnentranspi

Farkha-Festival 2024 abgesagt.
Wegen Völkermord in Gaza und Staatsterror und Siedlergewalt im Westjordanland.
hier geht es weiter zum Text


 

 

UNRWA Gazakrieg Essenausgabe

UNRWA Nothilfeaufruf für Gaza
Vereint in Menschlichkeit, vereint in Aktion

Mehr als 2 Millionen Menschen, darunter 1,7 Millionen Palästina-Flüchtlinge, zahlen den verheerenden Preis für die Eskalation im Gazastreifen.
Zivilisten sterben, während die Welt zusieht. Die Luftangriffe gehen weiter. Familien werden massenweise vertrieben. Lebensrettende Hilfsgüter gehen zur Neige. Der Zugang für humanitäre Hilfe wird nach wie vor verweigert.
Unter diesen Umständen sind Hunderttausende von Vertriebenen in UNRWA-Schulen untergebracht. Tausende unserer humanitären Helfer sind vor Ort, um Hilfe zu leisten, aber Nahrungsmittel, Wasser und andere lebenswichtige Güter werden bald aufgebraucht sein.
Das UNRWA fordert den sofortigen Zugang zu humanitärer Hilfe und die Bereitstellung von Nahrungsmitteln und anderen Hilfsgütern für bedürftige Palästina-Flüchtlinge.
Dies ist ein Moment, der zum Handeln auffordert. Lassen Sie uns gemeinsam für die Menschlichkeit eintreten und denjenigen, die es am meisten brauchen, die dringend benötigte Hilfe bringen.

Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge

Spenden: https://donate.unrwa.org/gaza/~my-donation


 

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