Internationales

alt01.04.2011:  Tausende arabische Einwohner Israels und sympathisierende Studenten demonstrierten am vergangenen Mittwoch (30.3.) im Rahmen des allgemeinen Gedenkens in vielen anderen Ortschaften und Städten Palästinas am ´Tag des palästinensischen Landes` (Land´s Day) lautstark in al-Arakib, einem Bauerndorf der al-Turi-Beduinen in der Negev-Wüste gegen die unrechtmäßige israelische Politik des Landraubes und gegen die anhaltenden Versuche, die arabischen Einwohner Israels von ihrem Land in der Negev-Wüste und in anderen Teilen des historischen Palästinas zu vertreiben.

Scheich Sijah al-Turi wies als Leiter des bekannten und anerkannten ´Komitees zur Verteidigung von al-Arakib` darauf hin, dass die israelischen Behörden (Israel Land Administration) das Dorf schon 21 Mal zerstört hätten, seit Juli 2010 insgesamt sieben Mal. Jedoch würden die Einwohner das Dorf weiter standhaft verteidigen und wieder neu aufbauen, selbst wenn Israel es tausend Mal zerstörte. Al-Turi dankte den arabischen Abgeordneten und insbesondere den arabischen Mitgliedern der Knesset für die beharrliche Unterstützung der Einwohner von al-Arakib, obwohl gerade diese Parlamentarier von Mitgliedern eines der rassistischsten Parlamente in der Geschichte Israels unausgesetzt angegriffen und bekämpft werden.

Ramiz Jaraysy, Vorsteher des ´Regionalkomitees der Gemeinderäte` sprach über die Geschichte und Entstehung des Gedenktages vor 35 Jahren, am 30. März 1976. Er erinnerte an die damaligen Opfer des Versuches, Israel von der Annexion weiteren arabischen Landes zum Bau rein jüdischer Siedlungen abzuhalten. Damals erschossen die israelischen Sicherheitskräfte bei den Protesten 6 junge palästinensische Bürger Israels und verwundeten mehr als hundert von ihnen. Seit diesem brutalen Angriff auf die palästinensische Zivilbevölkerung im heutigen Israel erinnern diese Minderheit und die Palästinenser in den von Israel besetzten Gebieten und in aller Welt am 30. März eines jeden Jahres - dem Yawn al-Ard (Land`s Day) - an die entwürdigende, kolonialistische Politik Israels gegenüber den Arabern in deren eigenem Land und an den damit verbundenen andauernden Landraub.

Das arabische Knesset-Mitglied Taleb el-Sana, Scheich Raed Salah (Leiter des nördlichen Zweiges der islamischen Bewegung), Scheich Hammad Abu, Knesset-Abgeordnete Dov Khenin, sowie der Leiter des ´Regionalrates der nicht-anerkannten Dörfer der Negev-Wüste` Ibrahim al-Wakeli grüssten die Demonstranten, lobten ihre Hartnäckigkeit und Standhaftigkeit und bekräftigten, dass der Kampf gegen die illegale Landwegnahme durch Israel in al-Arakib, Lod, Jaffa und anderen arabischen Dörfern und Städten ungebrochen fortgesetzt würde.

Dr. Amer al-Hazeel, amtierender Bürgermeister der Stadt Rahat sprach über den sogenannten Goldberg-Plan, der darauf abzielt, die arabische Bevölkerung in kleinen, isolierten Gebieten zu konzentrieren, sodass das restliche Land von Israel leicht für rein jüdische Siedlungen und Nutzungen annektiert werden kann.

Der Abgeordnete Jamal Zahalka wies auf die Bedeutung und die Lehren der Volkserhebungen in den arabischen Staaten des Nahen Ostens für den eigenen Kampf hin. Diese Volkserhebungen in Tunesien, Ägypten und überall in der arabischen Welt verdienten Anerkennung und Unterstützung. Die wichtigste Lehre aus diesen Revolutionen sei jedoch die, dass und wie Zorn und Empörung in eine aktive politische Basisbewegung umwandelbar seien. Die Jugend in Rahat, Arara, der Negev, Schkeib al-Salaam und anderen Gebieten sei zornig und lehne die anhaltenden Deportationen, die andauernde Zerstörung ihrer Häuser und den Diebstahl ihres Landes, der sie seitens Israel ausgesetzt ist, ab. "Aber dies ist nicht genug. Und es ist bedeutungslos, wenn es nicht in politische Handlungen, organisierten Protest und Kampf überführt wird", sagte Zahalka. "Es müssen zig-Tausende gegen diese ungeheure Verschwörung, zum Schutz unserer Häuser und unseres Landes, besonders in der Negev, protestieren und sich erheben. Wir müssen zusammenarbeiten und Wut und Zorn in politischen Widerstand gegen Annexion, zionistischen Rassismus und Entwürdigung verwandeln."

Der Paralmentarier wies auch darauf hin, dass die gegenwärtigen Revolutionen der arabischen Jugend Revolutionen gegen Unterdrückung und Ungerechtigkeit und dass sie Erhebungen zur Durchsetzung eines wirklichen Wandels seien. "Bis heute sind wir den Folgen und Wirkungen des Krieges im Jahre 1948 und der Nakba (Vertreibung; wörtlich: Katastrophe) ausgesetzt, als Israelis mit Panzern und anderen Waffen unser Land besetzten und 75% des Landes derer raubten, die in ihren Wohnungen in Galiläa, der Negev und al-Muthallath blieben. Nun wollen sie uns auch noch den Rest dessen nehmen, was uns in der Negev blieb. Sie streuen Salz in unsere Wunden."

Dr. Zahalka schloss mit der Botschaft einer nochmaligen Bekräftigung von standhaftem Widerstand und ernster Entschiedenheit gegen Israels Politik des Landraubes.

Die herrschenden Kräfte in Israel versuchen derweil alles, diese Politik weiter voran zu bringen und gleichzeitig sie wie ebenfalls und insbesondere den Landraub bei der Staatsgründung Israels (die Nakba) zu verschleiern, mit absurden Begründungen zu rechtfertigen und Informationen darüber zu verbieten oder zu unterdrücken. So hat erst kürzlich die Knesset entsprechende Gesetze zum Verbot der Thematisierung der Nakba bestätigt.

Dieser Arm der gegenwärtigen reaktionären Regierung Israels reicht bis zu uns nach Deutschland. Vor wenigen Tagen erst wurde nach Intervention zionistischer Kräfte in Düsseldorf eine bedeutende und umfassende Wanderausstellung: Die Nakba - Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948 aus den Räumen der Volkshochschule entfernt!!

Text: hth  /  Quelle: IMS World  

Farkha Festival Komitee ruft zu Spenden für die Solidaritätsarbeit in Gaza auf

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Dies ist ein Moment, der zum Handeln auffordert. Lassen Sie uns gemeinsam für die Menschlichkeit eintreten und denjenigen, die es am meisten brauchen, die dringend benötigte Hilfe bringen.

Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge

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