Internationales
Tools
PDF

alt21.05.2010:  Die Menschen im Gazastreifen mit Hilfsgütern zu versorgen und die Öffentlichkeit auf die völkerrechtswidrige Blockade des Gaza-Streifens durch Israel aufmerksam zu machen, ist Ziel der Freedom-Flottille. Sie besteht aus insgesamt drei Frachtschiffen mit etwa 5.000 Tonnen Ladung und fünf Passagierschiffen. Ca. 600 Menschen aus 20 Ländern hoffen, Gaza per Schiff zu erreichen.

Aus Deutschland beteiligen sich fünf Personen als Passagiere: vom Aktionsbündnis Matthias Jochheim, stellvertretender Vorsitzender der IPPNW, Norman Paech, emeritierter Hochschullehrer und IPPNW-Beiratsmitglied sowie der in Deutschland lebende Palästinenser Nader el Saqa von der Palästinensischen Gemeinde Deutschland e.V. und zwei Abgeordnete des Deutschen Bundestages, Inge Höger, MdB (Mitglied des Verteidigungsausschusses) und Annette Groth, MdB (Mitglied des Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe). Die deutschen Aktivisten werden am 22. Mai von Griechenland aus in See stechen und um den 1. Juni zurück in Griechenland erwartet.

Das Frachtgut besteht aus Baumaterial und ganzen Fertighäusern, aber auch aus Rollstühlen, Krankenhausbetten, Wasseraufbereitungsgeräten, sowie aus Schulmaterialien und Spielzeug. Aus Deutschland stammen 5 Tonnen der Fracht, Medikamente, Verbandstoffe und Medizinische Geräte, gespendet von der Deutsch Palästinensischen Medizinischen Gesellschaft.

"Die internationale Staatengemeinschaft geht nicht gegen die völkerrechtswidrige israelische Blockade vor. Umso intensiver muss die internationale Zivilgesellschaft sich dafür einsetzen," sagt Gisela Siebourg vom Deutschen Koordinationskreis Palästina Israel. ??"Wir wollen mit unserer Aktion auf die Menschenrechtsverletzungen an der Bevölkerung von Gaza aufmerksam machen. Durch die Blockade fehlen Medikamente und Ersatzteile für medizinische Geräte. Patienten, die in Gaza nicht versorgt werden können, haben keinen Zugang zu adäquater medizinischer Behandlung außerhalb der belagerten Region."

"Unseren israelischen Kollegen, den ´Ärzten für Menschenrechte´, sind bereits Fälle bekannt, in denen Patienten gestorben sind, weil sie nicht rechtzeitig behandelt werden konnten", erklärt Matthias Jochheim, stellvertretender Vorsitzender der IPPNW. ??"Die Flottille nach Gaza soll mit ihren Hilfsgütern nicht nur die Blockade von Gaza überwinden, sondern auch durch entsprechende Öffentlichkeitsarbeit dem Schweigen in den Medien entgegenwirken und Druck auf die internationale Politik entfalten, sich deutlich gegenüber Israel für ein Ende der Blockade einzusetzen," erklärt Annette Groth, menschenrechtspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE.

Die "FreeGaza-Bewegung" ist eine internationale Bewegung, die mit Schiffen die völkerrechtswidrige Blockade von Gaza durchbrechen will. Der deutschen Sektion von "FreeGaza" gehören IPPNW Deutschland, die deutsche Sektion pax christi, die Deutsch-Palästinensische Gesellschaft, die Palästinensische Gemeinde Deutschland sowie die Deutsch-Palästinensische Medizinische Gesellschaft an. Deutsche "FreeGaza"-Koordinatorinnen sind Gisela Siebourg und Hilu Barth. Bereits seit letztem Jahr bemüht sich der deutsche Koordinationskreis Palästina Israel, ein Schiff mit medizinischen Hilfsgütern nach Gaza zu schicken, und hat dafür in einer Petition breite Unterstützung eingeworben.

Obwohl Free Gaza sich nur in internationalen und palästinensischen Hoheitsgewässern bewegen wird, hat Tel Aviv bereits angekündigt, die Flotte nicht bis zur Küste von Gaza segeln zu lassen. Die FreeGaza Bewegung lässt sich unter Verweis auf das Völkerrecht, das internationale Seerecht und die Menschenrechte durch solche Drohungen indes nicht einschüchtern.

Direkt von einem der Schiffe werden Matthias Jochheim und Norman Paech auf diesem Blog über den Verlauf der Solidaritätsaktion mit dem palästinensischen Volk berichten.

Quelle:  IPPNW

Hilfe für die Opfer des Gaza-Kriegs - Solidaritätsprojekt der DKP

Der Kommentar

Klimagerechtigkeit: Alle reden übers Wetter

Klimagerechtigkeit: Alle reden übers Wetter

25.11.2022: Ein Kommentar dazu, was uns die dieser Tage zu Ende gegangene Weltklimakonferenz lehrt:
die Einsicht, dass die vorherrschenden Mächte dieser Welt nicht die geringste Bereitschaft zeigen, von der Verwüstung dies...

weiterlesen

Im Interview

"Auf dem Spiel steht eine Revolution. Erdoğan will eine 'Großtürkei' schaffen."

Interview mit Nilüfer Koç , Sprecherin des Büros für internationale Angelegenheiten des Kurdischen Nationalkongresses KNK.     

23.11.2022: "Der Angriff wurde mit dem Segen der USA und Russlands ein...

weiterlesen

marxistische linke - Partnerin der Europäischen Linken

marxistische linke zum Krieg Russlands gegen die Ukraine

marxistische linke zum Krieg Russlands gegen die Ukraine

Die Waffen nieder! Nein zum Krieg!  

marxistische linke zum Krieg Russlands gegen die Ukraine  

Mit dem barbarischen Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine ist etwas passiert, das wir nicht für möglic...

weiterlesen

Videos

Die Vergesellschaftungskonferenz "Strategien für eine demokratische Wirtschaft"

Die Vergesellschaftungskonferenz

Die Vergesellschaftungskonferenz "Strategien für eine demokratische Wirtschaft" fand vom 7. - 9. Oktober in Berlin statt. Über 1.000 Teilnehmer:innen diskutierten und lernten in mehr als 40 Workshops und Panels über Ansä...

weiterlesen

EL Star 150

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.