Aus Bewegungen und Parteien

alt10.10.2010:  In einer beeindruckenden, etwa 10 km langen Menschenkette protestierten am vergangenen Sonnabend (9. Oktober) 50.000 Menschen, vorwiegend aus Bayern, aber erkennbar u.a. auch aus Österreich gegen die Politik der Bundesregierung von CDU, CSU und FDP zum verlängerten Einsatz der Atomkraftwerke. Seit dem Widerstand und den Protesten gegen die atomare Wiederaufbereitung in Wackersdorf in den 1980er Jahren war das die größte Demonstration der Ablehnung der Atomkraftnutzung in Bayern durch breiteste Volksmassen.

Organisiert hatte die Großdemonstration die "Kettenreaktion Bayern", ein breites Bündnis von Bürgerinitiativen, Umweltverbänden, kirchlichen Gruppen und Parteien. Schon vor dem Protest hatte sich die große Teilnahme abgezeichnet. So hatte die Zahl der Unterzeichner einer Protesterklärung im Internet-Portal der „Kettenreaktion Bayern“ gegen die Atomkraftpolitik der Bundesregierung und ihre Kumpanei mit den vier großen Energiekonzernen der BRD am Freitagabend schon mehr Unterzeichner, als es vor kurzem Unterstützer der ‚Berliner Reichstagumzingelung‘ gegeben hatte. Mit 60 Bussen und einem Sonderzug waren Menschen zur Bildung der protestierenden Menschenkette angereist. In Wien fand eine zeitgleiche Protest- und Solidaritätskundgebung vor der deutschen Botschaft statt.

Bereits bei den Auftaktkundgebungen und Sammlungen der bunten Vielfalt von entschiedenen Gegnern der Atomkraftpolitik der Bundesregierung um 13 Uhr an drei Standorten (Staatskanzlei im Zentrum, Prinzregentenplatz und Königsplatz im Bereich der Endpunkte der geplanten Menschenkette) gaben über 20.000 Menschen ihrer Gegnerschaft gegen die verlängerte Nutzung der Atomkraftwerke lautstark Ausdruck.

Anschließend verteilten sich diese und ständig neu hinzukommende Menschen zu der etwa 10 Kilometer langen Menschenkette, die von der CSU-Zentrale westlich des Zentrums (Nymphenburgerstraße) über das Zentrum hinter dem Rathaus, an der Staatskanzlei der Landesregierung in die nordöstlichen Stadtgebiete zum Umweltministerium Bayerns (Arabellapark) führte. Sie ging auch an der Konzernzentrale des Energieunternehmens EON (Brienner Straße) und am Bayerischen Wirtschaftsministerium in der Prinzregentenstraße vorbei.

Um 15 Uhr reichten sich die Teilnehmer die Hände, die Kette wurde geschlossen und mit La-Ola-Wellen, Pfeifen, Jubelgeschrei und Sprechchören eine Viertelstunde lang gefeiert. Im Bereich zwischen Isar und der Innenstadt war die Kette so dicht, dass man eher von einem großen Strom, als von einer ‚Kette‘ reden konnte. Unsere ParteigenossInnen reihten sich vor der Staatskanzlei mit zwei großen Transparenten ein: "Atom-Mafia abschalten - Power to the People" und "Der Mensch geht vor Profit".

Anschließend versammelten sich alle Teilnehmer zur Abschlusskundgebung auf dem Odeonsplatz, auf dem sie so dicht standen, dass ein Durchkommen anfangs kaum möglich war. Vertreter von parteiunabhängigen Organisationen des Widerstandes gegen die Atompolitik der BRD, aber auch Politiker von SPD, Grüne, Freie Wähler, ÖDP und Die Linke brandmarkten in ihren Ansprachen diese Atompolitik. Zahlreiche Künstler und Musikbands, wie die ‚Biermösl Blosn‘, Haindling oder der Saxophonist Klaus Kreuzeder sind bei den Kundgebungen ohne Gage aufgetreten. Die Sportfreunde Stiller haben am Marienhof (hinter dem Rathaus) ein spontanes Solidaritätskonzert gegeben.

Auf dem völlig überfüllten Odeonsplatz war die Lautsprecheranlage leider so schwach, dass man schon in einer Entfernung von 60 Metern nichts mehr von den Reden und der Musik verstehen konnte. Dafür waren die Fahnen unserer Partei und ein wunderbares, an zwei Ballonen hoch über allen Köpfen schwebendes Transparent „Atom-Mafia abschalten - DKP“ weithin gut zu erkennen. Diese Forderung und unsere UZ-Extra zu diesem Thema fanden, wie wir wahrnehmen konnten, deutlichen und uneingeschränkten Zuspruch.

Text: hth  /  Foto: Werner Rauch

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Farkha Festival Komitee ruft zu Spenden für die Solidaritätsarbeit in Gaza auf

CfD communist solidarity dt
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Farkha2023 21 Buehnentranspi

Farkha-Festival 2024 abgesagt.
Wegen Völkermord in Gaza und Staatsterror und Siedlergewalt im Westjordanland.
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UNRWA Gazakrieg Essenausgabe

UNRWA Nothilfeaufruf für Gaza
Vereint in Menschlichkeit, vereint in Aktion

Mehr als 2 Millionen Menschen, darunter 1,7 Millionen Palästina-Flüchtlinge, zahlen den verheerenden Preis für die Eskalation im Gazastreifen.
Zivilisten sterben, während die Welt zusieht. Die Luftangriffe gehen weiter. Familien werden massenweise vertrieben. Lebensrettende Hilfsgüter gehen zur Neige. Der Zugang für humanitäre Hilfe wird nach wie vor verweigert.
Unter diesen Umständen sind Hunderttausende von Vertriebenen in UNRWA-Schulen untergebracht. Tausende unserer humanitären Helfer sind vor Ort, um Hilfe zu leisten, aber Nahrungsmittel, Wasser und andere lebenswichtige Güter werden bald aufgebraucht sein.
Das UNRWA fordert den sofortigen Zugang zu humanitärer Hilfe und die Bereitstellung von Nahrungsmitteln und anderen Hilfsgütern für bedürftige Palästina-Flüchtlinge.
Dies ist ein Moment, der zum Handeln auffordert. Lassen Sie uns gemeinsam für die Menschlichkeit eintreten und denjenigen, die es am meisten brauchen, die dringend benötigte Hilfe bringen.

Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge

Spenden: https://donate.unrwa.org/gaza/~my-donation


 

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