marxistische linke - Partnerin der Europäischen Linken

Afrin Demo 2018 02 03 104.02.2018: Am gestrigen Samstag war weltweiter Solidaritätstag mit Afrin. Proteste gegen den barabrischen Überfall der Türkei auf das nordsyrische Afrin rund um den Globus. Auch in München. Die marxistische linke war dabei.

Beitrag der marxistischen linken zur Kundgebung in München:

Liebe Freundinnen, liebe Freunde,
während wir hier demonstrieren, fallen Bomben und Granaten auf Afrin - zerstören, töten und verletzen.

Viele von Euch sind in Sorge um Familienangehörige, um den Bruder, die Schwester, die Eltern oder um Freund*innen in Afrin.

Alle die jetzt Schutz suchen vor den Bomben, die verwundet sind oder getötet wurden, die sich mutig den türkischen Invasoren und den Al-Kaida-Terroristen entgegenstellen und die Bevölkerung von Afrin mit ihrem Leben und ihrem Blut verteidigen , - alle haben Namen, ein Gesicht, eine Familie und Freunde, die sie lieben.

Alle sind wichtig!

Keine und keiner wird vergessen - die YPJ-Kämpferin Avesta Xabur nicht, die unter Einsatz ihres Lebens einen Panzer in die Luft sprengte; Barin Kobani nicht, deren Leichnam von entmenschlichten Kreaturen der türkischen Armee und der sog. 'Freien Syrischen Armee' geschändet und öffentlich zur Schau gestellt wurde; genauso wenig vergessen werden die acht, bei einem Bombenangriff auf Jilboul, getöteten Mitlieder der Familie Al-Hussein, darunter die sechsjährige Salma, und die vielen anderen Zivilist*innen, die verletzt oder getötet wurden.

Sie werden nicht vergessen!

Uns treiben Sorge, Angst und Wut um.

Afrin Demo 2018 02 03 2Wut auf die Gleichgültigkeit der Medien.

Wut auf die deutsche Politik, die Erdogan Panzer liefert, mit denen jetzt Afrin angegriffen wird.

Wut auf die deutsche Politik, die Panzer für einen völkerrechtswidrigen Krieg liefert und gleichzeitig das Zeigen von Symbolen der Volksverteidigungs- und Frauenverteidigungskräfte YPG und YPJ verbietet und verfolgt - Symbole der Organisationen, die Afrin und Kobane, den Mittleren Osten, ja die ganze Welt gegen die Kopfabschneider des Islamischen Staates und Al-Kaida verteidigen, und dabei einen hohen Blutzoll bezahlt haben.

Erdogan sagte in Ankara, dass er Afrin von den "Terroristen säubern" werde. Wenn seine Armee Afrin unter ihre Kontrolle gebracht habe, "Dann könnten die Syrer dorthin zurückkehren".

Und die deutsche Regierung plappert das nach.

Aber es gibt keine Terroristen in Afrin. Es gibt keinen IS in Afrin. Aus Afrin wurde die Türkei nicht angegriffen.

Es war Frieden in Afrin. Afrin war eine der wenigen Zonen Syriens, die bisher vom Krieg einigermaßen verschont geblieben war. In Afrin haben Hunderttausende Zuflucht vor dem Terror des Krieges, vor dem IS, vor den dschihadistischen Verbündeten der Türkei und vor dem syrischen Regime gefunden.

Wenn wir über Terror sprechen, dann müssen wir über Erdogan, über die Türkei sprechen, die seit langem einen terroristischen Vernichtungsfeldzug gegen die kurdische Bevölkerung führen. Es ist die türkische Armee die Gewalt und Terror nach Afrin bringt.

Sie bombardieren die Zivilbevölkerung mit Napalm und Streubomben. Sie schänden Leichen, töten Kinder, zerstören uralte Kulturgüter wie den 3000 Jahre alten Hethiter-Tempel bei Ain Dara.

Erdogan will die Kurd*innen vernichten und vertreiben, er will die 'ethnische Säuberung'. Und die Reaktion der Nato-Partner der Türkei: Schweigen.

Doch Afrin ergibt sich nicht! Afrin flieht nicht! Afrin widersteht!

Es sind türkische Flugzeuge, die Tod und Verderben über die Bevölkerung Afrins bringen. Die Flugzeuge haben türkische Hoheitsabzeichen, in den Flugzeugen sitzen türkische Piloten, aber Russland hat grünes Licht für die Angriffe gegeben. Ohne die Zustimmung aus Moskau könnten die türkischen Piloten die Zivilbevölkerung Afrins nicht bombardieren.
Das Blut der getöteten Kinder Afrins klebt nicht nur an den Händen Erdogans, sondern das Blut jedes Toten, jedes Verletzten klebt auch an den Händen der russischen Regierung.

Die USA könnten das Massaker ihres Nato-Verbündeten Türkei an der Bevölkerung Afrins leicht beenden: mit einer Flugverbotszone über Nordsyrien.
Doch auch die USA lassen die Kurd*innen verbluten.

Damaskus sagte, den Luftraum über Nordsyrien schützen zu wollen. Doch auch die Regierung in Damaskus sieht tatenlos zu, wie Bomben auf Nordsyrien fallen.

Es gibt nur eine Kraft, die die Bevölkerung Afrins und Rojavas schützt: das sind die YPG und YPJ und die Syrisch Demokratischen Kräfte.

Aber das Blut der Kinder von Afrin klebt nicht nur an den Händen der Regierungen in Moskau und Washington.

Blut klebt auch an den Händen der deutschen Regierung, an den Händen von Sigmar Gabriel.

In den Panzern, die jetzt Afrin beschießen, sitzen türkische Soldaten oder angeheuerte islamistische Söldner. Aber die Panzer kommen aus Deutschland. Die LKWs kommen von Daimler, die Schnellfeuergewehre von Heckler&Koch.

Afrin Demo 2018 02 03 3"Der deutsche Staat hat in diesem Konflikt ganz klar Position bezogen. Die fast 800 deutschen Leopard-Panzer im Besitz der türkischen Armee, ihre Tausenden deutschen G3-Gewehre und auch die in der Türkei stationierten deutschen Soldat*innen sind ein klares Bekenntnis der BRD: die Bundesregierung tut alles dafür, die Türkei in ihrem Krieg gegen die Revolution in Kurdistan und die Demokratisierung des Mittleren Ostens zu unterstützen.
Diese Politik beschämt uns und macht uns traurig. Doch wir verwandeln unsere Trauer in Wut und unsere Wut in Widerstand: Wir wollen ein sofortiges und endgültiges Ende der deutschen Rüstungsexporte in die Türkei. Allen, die für die deutschen Waffenexporte verantwortlich sind, sagen wir deutlich, dass sie sich an Verbrechen beteiligen."

Aber auch alle die schweigen, machen sich mitschuldig an dem Massaker an der Bevölkerung von Afrin.

Die UNO schweigt. Die Regierungen schweigen, die meisten Medien schweigen - obwohl sie wissen, dass die Türkei einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg mit Nato-Waffen führt, dass die Türkei geächtete Waffen wie Napalm und Streubomben bei ihren Angriffen auf die Zivilbevölkerung einsetzt, dass die Türkei Banditen von Al-Kaida und dem IS mit Nato-Waffen ausrüstet und einsetzt.

Sie schweigen, weil sie um die Bedeutung Afrins und Rojavas wissen. Die Welt soll nicht wissen, dass der heroische Widerstand geleistet wird, zur Verteidigung eines neuen gesellschaftlichen Systems - eines demokratischen Systems, in dem alle Religionen und Ethnien, Männer und Frauen gleichberechtigt und selbstbestimmt zusammenleben können. Ein System, das Modell für eine demokratische Lösung der Konflikte im gesamten Mittleren Osten sein könnte.

Deshalb der Hass der regionalen Mächte, der Hass der Türkei, Saudi-Arabiens, der arabischen Scheichs und der imperialistischen Staaten auf Rojava.

Deshalb aber auch die Kraft für den heroischen Widerstand.

Angeblich gibt es ein kurdisches Sprichwort: "Die Kurd*innen haben keine Verbündeten außer den Bergen".

Wenn es dieses Sprichwort gibt, dann stimmt es nicht. Denn auch wenn die Medien die Kriegsverbrechen Erdogans verschweigen, auch wenn die Regierungen Erdogans Krieg unterstützen - die Kurd*innen sind nicht alleine!

Afrin steht nicht alleine. Die türkischen Faschisten werden nicht durchkommen!

Afrin wird zum Grab von Erdogan!

Afrin wird zum Vietnam der Türkei!

Es lebe die internationale Solidarität!

Wir sprechen über Palästina

Gazakrieg Grafik Totoe 2024 04 07

mit Rihm Miriam Hamdan von "Palästina spricht"

Wir unterhalten uns über den israelischen Vernichtungskrieg, die Rolle Deutschlands (am 8. und 9. April findet beim Internationalen Gerichtshof in Den Haag die Anhörung über die Klage Nicaraguas gegen Deutschland wegen Beihilfe zum Völkermord statt), die Situation in Gaza und dem Westjordanland und den "Tag danach".

Onlineveranstaltung der marxistischen linken
Donnerstag, 18. April, 19 Uhr

https://us02web.zoom.us/j/82064720080
Meeting-ID: 820 6472 0080


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Logo Ratschlag marxistische Politik

Ratschlag marxistische Politik:

Gewerkschaften zwischen Integration und Klassenkampf

Samstag, 20. April 2024, 11:00 Uhr bis 16:30 Uhr
in Frankfurt am Main

Es referieren:
Nicole Mayer-Ahuja, Professorin für Soziologie, Uni Göttingen
Frank Deppe, emer. Professor für Politikwissenschaft, Marburg

Zu diesem Ratschlag laden ein:
Bettina Jürgensen, Frank Deppe, Heinz Bierbaum, Heinz Stehr, Ingar Solty

Anmeldung aufgrund begrenzter Raumkapazität bis spätestens 13.04.24 erforderlich unter:
marxlink-muc@t-online.de


 

Farkha2023 21 Buehnentranspi

Farkha-Festival 2024 abgesagt.
Wegen Völkermord in Gaza und Staatsterror und Siedlergewalt im Westjordanland.
hier geht es weiter zum Text


 

 

UNRWA Gazakrieg Essenausgabe

UNRWA Nothilfeaufruf für Gaza
Vereint in Menschlichkeit, vereint in Aktion

Mehr als 2 Millionen Menschen, darunter 1,7 Millionen Palästina-Flüchtlinge, zahlen den verheerenden Preis für die Eskalation im Gazastreifen.
Zivilisten sterben, während die Welt zusieht. Die Luftangriffe gehen weiter. Familien werden massenweise vertrieben. Lebensrettende Hilfsgüter gehen zur Neige. Der Zugang für humanitäre Hilfe wird nach wie vor verweigert.
Unter diesen Umständen sind Hunderttausende von Vertriebenen in UNRWA-Schulen untergebracht. Tausende unserer humanitären Helfer sind vor Ort, um Hilfe zu leisten, aber Nahrungsmittel, Wasser und andere lebenswichtige Güter werden bald aufgebraucht sein.
Das UNRWA fordert den sofortigen Zugang zu humanitärer Hilfe und die Bereitstellung von Nahrungsmitteln und anderen Hilfsgütern für bedürftige Palästina-Flüchtlinge.
Dies ist ein Moment, der zum Handeln auffordert. Lassen Sie uns gemeinsam für die Menschlichkeit eintreten und denjenigen, die es am meisten brauchen, die dringend benötigte Hilfe bringen.

Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge

Spenden: https://donate.unrwa.org/gaza/~my-donation


 

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