Aus Bewegungen und Parteien

08.05.2023: Internationales Friedensbüro, CODEPINK (USA), Versammlung des Weltsozialforums, transform! europe, Europe4Peace u.a. laden zu einem Internationalen Friedensgipfel am 10./11. Juni nach Wien ein ++ mit Vertreter:innen der Zivilgesellschaft aus verschiedenen NATO-Ländern, aus Russland und der Ukraine sowie hochrangigen Politiker:innen aus dem globalen Süden ++ virtuelle Teilnahme möglich

 

 

In Erinnerung an die vor 180 Jahren geborene österreichischen Pazifistin, Friedensforscherin, Schriftstellerin und Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner wird am 9. Juni der Internationalen Friedensgipfel in Wien mit einem festlichen Konzert eröffnet.

Am Samstag und Sonntag (10./11.6) findet dann im Veranstaltungszentrum Catamaran des Österreichischen Gewerkschaftsbundes ÖGB ein Internationaler Gipfel für Frieden in der Ukraine statt. Im Mittelpunkt der Konferenz stehen nicht nur Kritik und Analyse, sondern auch kreative Lösungen und Wege zur Beendigung des Krieges und zur Vorbereitung von Verhandlungen. Das Ziel des Gipfel, so die Einlader:innen, ist die Veröffentlichung eines dringenden globalen Appells, der so genannten Wiener Erklärung für den Frieden, in dem die politischen Akteur:innen aufgefordert werden, sich für einen Waffenstillstand und Verhandlungen in der Ukraine einzusetzen.

Hochrangige Politiker:innen und Aktivist:innen der Friedens- und Menschenrechtsbewegungen werden durch direkte Teilnahme oder mittels Videozuschaltungen ihre Sicht zum russisch-ukrainischen Krieg und ihre Vorschläge für eine politische Lösung vortragen.

Es werden die Meinungen von Vertreter:innen der Zivilgesellschaft aus den verschiedenen NATO-Ländern sowie von Vertretern aus Russland und der Ukraine zu hören sein – u.a. Noam Chomsky (USA), Dennis Kucinich (Mitglied des Repräsentantenhauses der USA), Jeffrey Sachs (USA, Professor an der Columbia University), Michael von der Schulenburg (Deutschland, ehem. UN-Diplomat), Clare Daley (Irland, Mitglied der Fraktion The Left im Europäischen Parlament), Oleg Bodrov (Russland) und Yurii Sheliazhenko (Ukraine, Ukrainische Pazifistische Bewegung).

Aus Sicht des globalen Südens werden u.a. Lula Da Silva (Präsident Brasiliens), Francia Márquez (Vize-Präsidentin Kolumbiens), David Choquehuanca (Vize-Präsident Boliviens) und Martin Chungong (Kamerun, Generalsekretär der Interparlamentarischen Union) über die dramatischen Folgen dieses Krieges für die Menschen in ihren Ländern berichten und aufzeigen, wie sie zum Frieden beitragen können.

Zu der Konferenz laden ein: Internationales Friedensbüro, CODEPINK (USA), Versammlung des Weltsozialforums, transform! europe, Europe4Peace, Internationaler Versöhnungsbund IFOR, Peace in Ukraine, Campaign for Peace Disarmament and Common Security CPDCS (USA).

Die Konferenz wird von Organisationen wie dem Österreichischen Gewerkschaftsbund ÖGB, ATTAC Österreich oder AbFaNG (Aktionsbündnis für Frieden, aktive Neutralität und Gewaltfreiheit) unterstützt. Sponsoren sind CODEPINK (USA), transform! europe, Rosa-Luxemburg Stiftung (Deutschland)

 

Dokumentiert (https://www.peacevienna.org):

Wir rufen zu einem internationalen Treffen der Zivilgesellschaft am 10. und 11. Juni in Wien auf.

Der Friedensgipfel

Das Ziel des Friedensgipfels ist die Veröffentlichung eines dringenden globalen Appells, der so genannten Wiener Erklärung für den Frieden, in dem die politischen Akteur:innen aufgefordert werden, sich für einen Waffenstillstand und Verhandlungen in der Ukraine einzusetzen.

Der Gipfel wird aus folgenden Teilen bestehen:

Eine Konferenz zur Erörterung der kontroversen Fragen im Zusammenhang mit dem russisch-ukrainischen Krieg, um die Stimmen von Vertretern der Zivilgesellschaft aus den verschiedenen NATO-Ländern sowie von Vertretern aus Russland und der Ukraine zu hören, welche die Ziele des Friedensgipfels unterstützen. Die Teilnehmer aus dem globalen Süden werden über die dramatischen Folgen dieses Krieges für die Menschen in ihren Ländern berichten und aufzeigen, wie sie zum Frieden beitragen können.

Im Mittelpunkt der Konferenz stehen nicht nur Kritik und Analyse, sondern auch kreative Lösungen und Wege zur Beendigung des Krieges und zur Vorbereitung von Verhandlungen. Dies ist nicht nur die Aufgabe von Staaten und Diplomaten, sondern heutzutage mehr und mehr auch die der globalen Gesellschaft.

Die Konferenz wird eine Kombination aus Vorträgen, Arbeitsgruppen, Expertengruppen und Dialogen umfassen.

Im Anschluss an das Gipfeltreffen wird ein Marsch zu den Botschaften der verschiedenen NATO-Länder, Russlands und der Ukraine sowie zu den in Wien ansässigen internationalen Organisationen stattfinden, um mit Botschaftsvertretern zusammenzutreffen und die Wiener Erklärung für den Frieden an Menschen aus aller Welt zu übergeben.

Im Rahmen des Gipfels werden auch Delegationen in die Hauptstädte verschiedener europäischer Länder entsandt, um dort mit Regierungsvertretern und internationalen Organisationen zusammenzutreffen. Auch weitere Veranstaltungen für Ende 2023 werden entwickelt.

Ein Aufruf zum Frieden

Wir verurteilen die illegale russische Invasion in der Ukraine. Wir sind uns der Mitverantwortung der NATO für diesen Langzeitkonflikt als eines von vielen Beispielen für Verstöße gegen das Völkerrecht voll bewusst. Gleichzeitig sind wir betroffen von den Folgen, die dieser Krieg und alle Kriege für die Gesellschaften haben - von Verletzungen und Todesfällen bis hin zur langfristigen Einschränkungen, die die Frauen trifft, die selbst in Kriegszeiten lebenswichtige Pflege leisten und trotz Menschenrechtsverletzungen für ihren Lebensunterhalt und Frieden kämpfen. Er zerstört die Umwelt und die Infrastruktur des Landes, verursacht weltweit steigende Lebensmittel- und Energiepreise, verschärft Armut und Hunger - insbesondere im globalen Süden - und bedroht die ganze Welt mit einem Atomkrieg.

Es ist an der Zeit, dass die Waffen schweigen und dass die Diplomatie beginnt, den Konflikt zu lösen.

Wir müssen der Logik des Krieges die Logik des Friedens entgegensetzen.

Lassen Sie uns zusammenkommen, um den Stand und den weiteren Kontext des russisch-ukrainischen Konflikts, die Positionen unserer verschiedenen Regierungen, die Bemühungen, Hindernisse und Möglichkeiten der verschiedenen Friedensbewegungen und vor allem die Frage zu erörtern, wie wir uns wirksamer für einen Waffenstillstand und Verhandlungen sowie für friedliche Lösungen als Alternative zum Krieg einsetzen können.

Frieden ist nicht nur die Aufgabe von Staaten und Diplomaten, sondern heutzutage immer mehr auch die der globalen Zivilgesellschaft. Was wir jetzt dringend brauchen, ist eine globale Bewegung, die von allen Parteien verlangt, dass sie aufhören zu kämpfen und anfangen zu reden. Die internationale Unterstützung durch den weihnachtlichen Waffenstillstandsappell des Internationalen Friedensbüros, die Appelle in der UN-Generalversammlung und von vielen Regierungen, ja sogar die Äußerungen einiger politischer Führer Russlands und der Ukraine zeigen, dass sich vielleicht ein Fenster der Gelegenheit öffnet.

Warum Wien?

Österreich ist ein neutrales Land. Es ist eine "UNO-Stadt" und Sitz des Sekretariats der OSZE (Organisation fü r Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa), die die Lage im Donbass seit der
Unterzeichnung des Minsk-II-Abkommens überwacht.

Nehmen Sie am Friedensgipfel teil!

Es liegt in der Verantwortung der Friedensbewegungen in aller Welt und aller friedliebenden Völker, diese Bemühungen zu verstärken. Der Wiener Friedensgipfel in der Ukraine kann ein starkes Zeichen der Hoffnung und ein Katalysator für mehr und stärkere Friedensaktionen auf der ganzen Welt sein.

Die Zukunft der Menschheit hängt in der Schwebe; wir müssen den Moment nutzen, bevor es zu spät ist.

 

Ort der Konferenz: ÖGB-Catamaran, Johann-Böhm-Platz 1 Wien 1020

Kontakt: Internationales Friedensbüro, Marienstraße 19-20, 10117 Berlin

E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

zum Programm: https://www.peacevienna.org/wp-content/uploads/2023/05/ISPUkraine-2023-%E2%80%93-Event-Program-04052023.pdf

Anmeldung: https://forms.gle/cFCeY62wgmXyUVaH7

Es wird auch die Möglichkeit geben, virtuell an der Konferenz teilzunehmen.

Weitere Details auf: www.peacevienna.org

 

Logo Ratschlag marxistische Politik

Ratschlag marxistische Politik:

Gewerkschaften zwischen Integration und Klassenkampf

Samstag, 20. April 2024, 11:00 Uhr bis 16:30 Uhr
in Frankfurt am Main

Es referieren:
Nicole Mayer-Ahuja, Professorin für Soziologie, Uni Göttingen
Frank Deppe, emer. Professor für Politikwissenschaft, Marburg

Zu diesem Ratschlag laden ein:
Bettina Jürgensen, Frank Deppe, Heinz Bierbaum, Heinz Stehr, Ingar Solty

Anmeldung aufgrund begrenzter Raumkapazität bis spätestens 13.04.24 erforderlich unter:
marxlink-muc@t-online.de

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UNRWA Nothilfeaufruf für Gaza
Vereint in Menschlichkeit, vereint in Aktion

Mehr als 2 Millionen Menschen, darunter 1,7 Millionen Palästina-Flüchtlinge, zahlen den verheerenden Preis für die Eskalation im Gazastreifen.
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UNRWA Gazakrieg Uebersicht 2024 01 03

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