Literatur und Kunst

Pete seeger cc devanpgh31.01.2014: Pete Seeger ist tot. Der 94-Jährige Folksänger starb am 28. Januar in New York, ein halbes Jahr, nachdem seine geliebte Frau Toshi Ohta, mit der er 70 Jahre durch drei Kinder und in gemeinsamer Arbeit verbunden war, starb.

Pete Seeger? Jüngere kennen ihn kaum. Oder doch? Wie ist es mit "Sag mir, wo die Blumen sind", einem der bekanntesten und ergreifendsten Antikriegslieder aller Zeiten?  Mit dem spanischen "Guantanamera", das auf den kubanischen Nationaldichter José Marti zurückgeht? Mit dem Hit "If I had a hammer", mit dem er die Kommunistische Partei der USA Anfang der 50er gegen die Hexenjagd McCarthys verteidigte? Oder mit "We shall overcome", der weltbekannten Hymne der schwarzen Bürgerrechtsbewegung in den USA?

Viele kennen den Namen des amerikanischen Folk-Sängers nicht, aber haben doch seine Songs gehört und gesungen, die unzählige Male gecovert wurden – nicht nur in den USA oder Kanada. Auf allen Kontinenten waren seine Lieder dabei, wenn es um den Kampf gegen Unterdrückung und Krieg, gegen  Kapitalismus und Neokolonialismus ging, um Antisemitismus und Rassismus überhaupt, um Arbeiterrechte und Frauenrechte.  

In unzähligen Nachrufen wird nun die "Folklegende" Pete Seeger gewürdigt. Selbst, dass er in den 50ern als Landesverräter und "Commie" verfemt wurde, fast für 10 Jahre im Gefängnis verschwunden wäre und jahrzehntelang boykottiert wurde, wird nun zugegeben. Gut so.

Irgendwann drehte sich der Wind und es begann, Auszeichnungen für Pete Seeger geradezu zu hageln.

Pete Seeger, dieser geniale Musiker, der das fünfsaitige Banjo zu neuem Leben erweckte, ist schon zu Lebzeiten eine Legende geworden - völlig zu Recht. Denn seine Musik war immer mit den Kämpfen der arbeitenden Menschen gegen Ausbeutung und Profitgier verbunden, mit dem Kampf um den Frieden, gegen Umweltzerstörung und um ein besseres Leben.

Pete hat vor streikenden Arbeitern gespielt, hat streikenden Frauen ein Lied gewidmet ("Union Maid", zusammen mit der anderen "Folklegende", Woody Guthrie) und  als hochbetagter Mann bei beißender Kälte die jungen Leute von 'Occupy' unterstützt. Seite an Seite mit Martin Luther King und Paul Robeson hat er dem Ku-Klux-Klan getrotzt. Er hat sich an den Highway gestellt und "Stop the War" gefordert, als die USA den Irak bombardiert haben, und hat die  Demos gegen den Vietnamkrieg beflügelt mit seinem Song "Bring them home" - bringt sie nach Hause - die Soldaten, die im Krieg verheizt werden. Er hat das afrikanische "Wimoweh" zum Hit gemacht, als Kampflied gegen die Apartheid in Südafrika ... unmöglich, alles aufzuzählen, wo dieser unermüdliche Aktivist dabei war.  
 
Seine unerschütterliche Zuversicht war – ihr hat der große Humanist Pete Seeger sein ganzes langes Leben gewidmet -, dass eines Tages eine bessere Welt erkämpft wird und die Völker in Harmonie miteinander leben werden.

Pete Seeger , einer der "ganz großen Söhne der USA", wie ihn Harry Belafonte nannte, hat unendlich viel angepackt und in Bewegung gebracht.

Pete Seeger – Presente!                                  

Text: Eva Petermann    Foto: devanpgh

(Ausführliche Würdigung in der nächsten Ausgabe der UZ.)

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Ratschlag marxistische Politik:

Gewerkschaften zwischen Integration und Klassenkampf

Samstag, 20. April 2024, 11:00 Uhr bis 16:30 Uhr
in Frankfurt am Main

Es referieren:
Nicole Mayer-Ahuja, Professorin für Soziologie, Uni Göttingen
Frank Deppe, emer. Professor für Politikwissenschaft, Marburg

Zu diesem Ratschlag laden ein:
Bettina Jürgensen, Frank Deppe, Heinz Bierbaum, Heinz Stehr, Ingar Solty

Anmeldung aufgrund begrenzter Raumkapazität bis spätestens 13.04.24 erforderlich unter:
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