„Da muss man doch etwas tun!“ - Kein Kriegseinsatz in Syrien!

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bad kreuznach 031215 metzroth07.12.2015: Auch im rheinland-pfälzischen Bad Kreuznach sahen das rund 60 Menschen so und versammelten sich am Donnerstag auf dem dortigen Kornmarkt, um gegen die deutsche Beteiligung am Krieg in Syrien zu protestieren. Ziemlich spontan hatten die Vorsitzende des lokalen Beirats für Migration und Integration, Annette Bauer, und der Sprecher des DGB-Kreisvorstands, Volker Metzroth, am Dienstagnachmittag die Kundgebung angemeldet und dann per facebook, eMail und Pressemitteilungen geworben.

In seiner Rede wies Volker Metzroth darauf hin, dass Krieg gegen den Terror so zielführend sei wie Schnaps gegen Alkoholismus, dass z.B. das Bombardement, das Hollande gegen Rakka angeordnet hatte, nicht die vorbereiteten Kämpfer des Daesh traf, sondern Zivilisten. Viel besser könne man die Rekrutenwerbung des Daesh nicht unterstützen. Man stehe in Bad Kreuznach nicht alleine auf der Straße, sondern zusammen mit vielen anderen in einer Reihe von Städten. Am Vortag hätten in 30 Städten Spaniens Demonstranten verkündet: „No en nuestro nombre“, in London Cameron zugerufen: „Schäm Dich“. Unter Beifall rief er aus: „Auch hierzulande: nicht in unserem Namen! Und nach Berlin auch von uns ein „Schämt Euch!“ Der anschließenden Aufzählung der Terrorakte mit vielen Toten in Europa, Asien und Afrika folgte eine Schweigeminute für die Opfer von Terror und Krieg, die auch jene des Drohnenkriegs und der Bombardierung einer Klinik in Kundus einschloss.

Annette Bauer, die sehr engagiert in der Betreuung von Flüchtlingen ist, verurteilte den – dann am Freitag beschlossenen - Einsatz der Bundeswehr in Syrien als völkerrechtswidrig, u.a. da es kein UN-Mandat für ihn gäbe. Es sei mit noch mehr Menschen zu rechnen, die zur Flucht getrieben würden, mehr Unschuldige würden sterben. Es gelte den IS finanziell auszuhungern und Druck auf Staaten wie Saudi-Arabien und die Türkei auszuüben, die ihn direkt oder indirekt unterstützen.

bad kreuznach 031215 KayaHüseyin Kaya, Mitglied des Ausländerbeirats in Mainz und viele Jahre politisch und gewerkschaftlich aktiv in Bad Kreuznach, erinnerte an die Aufrufe von Künstlern und Wissenschaftlern nach dem 2. Weltkrieg, keinen neuen Krieg mehr zuzulassen. Leider seien diese bei vielen ungehört verhallt.

bad kreuznach 031215 BrakhuisEdgar Brakhuis, erster Bevollmächtigter der IG Metall in Bad Kreuznach wies darauf hin, dass derzeit 31 Kriege und bewaffnete Konflikte weltweit stattfinden. Und schon immer seien es die Arbeitenden gewesen, die nachher „die Suppe auslöffeln mussten“. Auch er erinnerte an die Versprechen nach dem Krieg, dass von deutschem Boden nie mehr Krieg ausgehen dürfe. „Wir stehen auch für unsere Kinder und Enkel hier“.

Alle Beteiligten waren mit der Resonanz zufrieden, hatten doch viele andere signalisiert, im Geist dabei zu sein, aber körperlich noch auf der Arbeit oder Heimweg. Journalisten beider lokalen Tageszeitungen berichteten mit Wort und Bild, was die Argumente der Kriegsgegner mit den Samstagsausgaben in Zehntausende Haushalte trug. Die Kundgebungsteilnehmer, darunter eine Friedensfreundin, die am Vortag alle Bundestagsabgeordneten angeschrieben hatte, wollen die Proteste auch nach dem Bundestagsbeschluss der Mehrheit aus CDU, CSU und SPD fortführen.

Text/Foto: Volker Metzroth  

 

Marseille-Forum

Am 10. und 11. November treffen sich die progressiven Kräfte Europas in Marseille zum Marseille-Forum, um eine Alternative Zukunft für Europa zu diskutieren. Die Europäische Linke unterstützt dieses Treffen.
Pierre Laurent, Nationalsekretär der Französischen Kommunistischen Partei (PCF):

EL Marseille-Forum PierreLaurent


 

100 Jahre Oktoberrevolution

marxistische linke lädt ein

Logo-Revolution-Gegenrevolution

Das 20. Jahrhundert war eines der Revolutionen: in Russland, Ungarn, Deutschland, Spanien, China, Mexico, Chile, Cuba und vielen anderen Staaten. Daraus ragen die Oktoberrevolution und Maos Langer Marsch mit dem Sieg der Kommunisten 1949 als epocheprägende Ereignisse heraus. Diese Revolutionen sind Teil des langen Zyklus von Revolution und Gegenrevolution, der mit der französischen Revolution 1789 eröffnet wurde. Ging dieser lange Revolutionszyklus mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu Ende?  Was kann Revolution in den Ländern des entwickelten Kapitalismus heute noch heißen?
Wir diskutieren mit

Frank Deppe
Autor des Buches: 1917 | 2017 - Revolution & Gegenrevolution

Sa., 25. November 2017, 15:00 Uhr
Frankfurt a.M.
Gewerkschaftshaus, Wilhelm-Leuschner-Str. 69-71

Hinweis
Mi, 22. November 2017, 20:00 Uhr, Rüsselsheim, Stadtbücherei am Treff
Veranstalter: attac, DGB und Naturfreunden Rüsselsheim


 

Tödliche Agri Kultur - Wie Monsanto die Welt vergiftet

Monsanto-Glifosato

Demnächst entscheidet die EU über die Verlängerung der Zulassung von Glyphosat. Die EU will, dass Monsanto seinen Bestseller weitere zehn Jahre verkaufen darf.

Seit 20 Jahren werden in Argentinien riesige Flächen mit gentechnisch veränderter Soja bepflanzt. In Monokultur. Anfangs war das für die Landwirte, die Saatgutverkäufer und die Chemie-Konzerne ein Freudenfest. Allen voran: Monsanto. Heute ist das Modell Monsanto gescheitert. Nicht für die Investmentfonds, aber für die Landwirte vor Ort und für die Verbraucher in den Städten.

Tödliche Agri Kultur - Wie Monsanto die Welt vergiftet
Ein Film von Gaby Weber

siehe auch


 

wenn die umstaende 300p

marxistische linke: Jetzt Mitglied werden


Sie kommen im Morgengrauen!

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von Bettina Jürgensen

18.11.2017: Am Montag in aller Frühe kam die Nachricht, dass es bei unserem Genossen Kerem Schamberger aus München eine Hausdurchsuchung gegeben hat! Die erste Frage war: Was wollen DIE schon wieder von Kerem? In letzter Zeit wurde immer häufiger seine Facebookseite gesperrt, vor fast genau einem Jahr sollte die Zulassung als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni in München verhindert werden, Kerem kämpfte erfolgreich gegen sein drohendes Berufsverbot. Jetzt musste er bei seiner Hausdurchsuchung zusehen und Handy, Laptop, USB-Sticks wurden beschlagnahmt.

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Marsch ins militärische Kerneuropa

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Kommentar von Leo Mayer
15.11.2017: Am Montag haben die Außen- und Verteidigungsminister von 23 der 28 EU-Staaten mitgeteilt, eine Militärunion zu gründen. "Ein großer Tag für Europa", sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) in Brüssel dazu. Ein großer Tag vor allem für die Rüstungsindustrie. Denn jeder EU-Staat, der sich an der Militärunion beteiligen will, muss sich verpflichten, die nationalen Rüstungsausgaben regelmäßig zu steigern.

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Walter Baier: "Forum in Marseille ist ein erster Schritt"

Walter Baier:

Frage: Am 10. und 11. November beraten in Marseille Parteien, Initiativen und Organisationen über neue Formen der Zusammenarbeit . Es gibt bereits verschiedene linke Foren und Denkfabriken, transform! ist eine davon. Warum muss jetzt noch ein weiteres Forum entstehen?

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Dossier "Linke Strategien"

Im Dossier "Linke Strategien" sind Artikel zusammengestellt, die auf kommunisten.de in verschiedenen Rubriken erschienen sind und sich mit Fragen linker Strategie, Neuformierung der Linken, etc. befassen.

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