Politischer Frühschoppen der marxistische linke Regionalgruppe Frankfurt/Rhein-Main

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Am 15.08.15 trafen sich zum 1. Politischen Frühschoppen der Regionalgruppe der marxistische linke e.V.  Frankfurt/Rhein Main 9 Genossinnen und Genossen in Mühlheim am Main um über die programmatische Orientierung der marxistische linke zu diskutieren. Schwerpunktthemen waren dabei die Frage nach der Rolle und den Aufgaben der Gewerkschaften in der heutigen Zeit und die aktuelle Verfasstheit der arbeitenden Klasse.

Zum Einstieg in die Diskussion wurden die aktuellen Tarifauseinandersetzungen bei der Deutschen Post und bei den Sozialarbeitern und Erziehern angesprochen, sowie die Thematik der Digitalisierung der Arbeitswelt (Stichworte „Industrie 4.0“ oder „Digitalisierung der Dienstleistungen“) und die wahrnehmbare Positionierung  zum Thema „Industrie 4.0“ vor allem der IG Metall, die hier eher auf Gestaltung als auf Gegenwehr orientiert. In diesem Zusammenhang wurde von einem Genossen an die „Humanisierung der Arbeit“ Initiativen der Gewerkschaften in den 1960/70er Jahre hingewiesen, die auf der Basis einer entsprechenden, auch betrieblichen Mobilisierung zu einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen geführt hätten.

Ob dies bei dem aktuell zu erwartenden Produktivitätsschub durch eine weitere Digitalisierung der Arbeit auch zu erreichen sei, oder ob hier die Kapitalseite zu Lasten der Beschäftigten ihre Profite weiter erhöhen wird, hänge vor allem davon ab ob und wie die Gewerkschaften die abhängig Beschäftigten für die Wahrnehmung ihrer eigenen Interessen mobilisiere und mit welchen Forderungen und Aktionen sie dies tun werden. In der Diskussion wurde beispielhaft  auf den rasanten technologischen Wandel im Telekommunikationsbereich und die damit verbundenen und zum Teil dramatisch verlaufenden Veränderungen der Beschäftigungsverhältnisse hingewiesen.

Bei der Debatte um die Streiks der SozialarbeiterInnen  und ErziehernInnen sowie bei der Post, wurde von einigen Teilnehmern auf  den Beitrage von Bernd Riexinger (JW vom 13.08.15 -  „Vereint schlagen - Was sich aus den Erfahrungen der jüngsten Streikbewegungen lernen lässt“) verwiesen, der völlig zu Recht darauf hingewiesen hat, dass die Gewerkschaften neue Streikstrategien entwickeln und die Streiks selbst viel politischer angelegt werden müssen. Dies schließe jedoch, so die Teilnehmer des Frühschoppens, eine klare gesellschaftspolitische Analyse und die Formulierung eines entsprechenden progressiven gesellschaftlichen Projektes ein.  Mehrere Redner gingen bei diesem Punkt auch auf die Thesen des alten Parteivorstandes der DKP vom Januar 2010 ein. Dort wurde die politische Konstellation in der sich die Gewerkschaften, die sozialen Bewegungen und die politische Linke befindet, als sehr schwach eingeschätzt. Weiterhin wurde in den Thesen davon gesprochen, dass die Gewerkschaften von der neoliberalen Offensive überrascht worden sind und in Folge der anhaltenden Krise es zu einer weiteren Schwächung der Gewerkschaften und deren Entpolitisierung kommen wird. Diese Aussagen müssen kritisch reflektiert werden, wenn es darum geht, kollektive Diskussions- und Lernprozesse der Beschäftigten zu organisieren, so wie dies Riexinger fordert. Das allein ist schon eine „Mammutaufgabe“.

Des Weiteren  wurde in den damaligen Thesen auch auf die sich immer stärker vollziehende Veränderungen in der Struktur der arbeitenden Klasse und des Abschmelzens der Kernbelegschaften eingegangen, eine Entwicklung die sich auch im jüngsten Tarifkonflikt bei der Post mit der Ausgliederung von Belegschaftsteilen in Billig-GmbHs fortgesetzt hat und sich weiter fortsetzen wird. Somit kommt es zu einer immer weiteren Prekarisierung von Beschäftigungsverhältnissen, ein Trend der sich mit der forcierten Digitalisierung der Arbeit, im Interesse des Kapitals, noch verschärfen wird.  Die Teilnehmer des Frühschoppens waren sich einig darüber, dass der Sachverhalt der sich weiter fortsetzende Differenzierung und Zergliederung der arbeitenden Klasse und der mit ihnen verbundenen sozialen Milieus, noch ausführlicher zu diskutieren ist und auch hier die Thesen wertvolle Anregungen für die Debatte liefern können. Damit wurde schon die inhaltliche Basis für den 2. Politischen Frühschoppen gelegt.

Bzgl. des aktiven Eingreifens der marxistische linke Regionalgruppe Frankfurt in die aktuellen politischen Auseinandersetzungen wurden folgende Punkte festgehalten:

  • Beteiligung an der TTIP Demo am 10.10.15 in Berlin (Busabfahrten des DGB in Hanau und Frankfurt – für die geworben wird)
  • Weitere Mitarbeit im Frankfurter Solidaritätskomitee für Griechenland und hier vor allem Stärkung der gewerkschaftlichen Beteiligung
  • Konzeption und Vorbereitung eines Seminars  „Entwicklungen in Lateinamerika - Was kann die europäische Linke lernen?“ das Anfang 2016 in Frankfurt stattfinden soll
  • Weitere gewerkschaftlich orientieret Veranstaltung der Regionalgruppe im DGB Haus Frankfurt (bspw. Auswertungen der Gewerkschaftstage von ver.di und der IG Metall)
  • Vorbereitung einer Veranstaltung in dem der Film „Wer rettet wen?“ gezeigt wird.

Insgesamt hat der Tag Mut gemacht, mit unterschiedlichen Veranstaltungsformaten (siehe die Veranstaltungsdokumentationen der Regionalgruppen auf kommunisten.de) linke, an einem marxistischen Diskurs interessierte Menschen, sowie Genossinnen und Genossen und gewerkschaftlich aktive Kolleginnen und Kollegen anzusprechen und gemeinsam Aktivitäten zu entwickeln.    

Falk Prahl, marxistische linke Regionalgruppe Frankfurt/Rhein-Main

 

Marseille-Forum

Am 10. und 11. November treffen sich die progressiven Kräfte Europas in Marseille zum Marseille-Forum, um eine Alternative Zukunft für Europa zu diskutieren. Die Europäische Linke unterstützt dieses Treffen.
Pierre Laurent, Nationalsekretär der Französischen Kommunistischen Partei (PCF):

EL Marseille-Forum PierreLaurent


 

100 Jahre Oktoberrevolution

marxistische linke lädt ein

Logo-Revolution-Gegenrevolution

Das 20. Jahrhundert war eines der Revolutionen: in Russland, Ungarn, Deutschland, Spanien, China, Mexico, Chile, Cuba und vielen anderen Staaten. Daraus ragen die Oktoberrevolution und Maos Langer Marsch mit dem Sieg der Kommunisten 1949 als epocheprägende Ereignisse heraus. Diese Revolutionen sind Teil des langen Zyklus von Revolution und Gegenrevolution, der mit der französischen Revolution 1789 eröffnet wurde. Ging dieser lange Revolutionszyklus mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu Ende?  Was kann Revolution in den Ländern des entwickelten Kapitalismus heute noch heißen?
Wir diskutieren mit

Frank Deppe
Autor des Buches: 1917 | 2017 - Revolution & Gegenrevolution

Sa., 25. November 2017, 15:00 Uhr
Frankfurt a.M.
Gewerkschaftshaus, Wilhelm-Leuschner-Str. 69-71


 

Tödliche Agri Kultur - Wie Monsanto die Welt vergiftet

Monsanto-Glifosato

Demnächst entscheidet die EU über die Verlängerung der Zulassung von Glyphosat. Die EU will, dass Monsanto seinen Bestseller weitere zehn Jahre verkaufen darf.

Seit 20 Jahren werden in Argentinien riesige Flächen mit gentechnisch veränderter Soja bepflanzt. In Monokultur. Anfangs war das für die Landwirte, die Saatgutverkäufer und die Chemie-Konzerne ein Freudenfest. Allen voran: Monsanto. Heute ist das Modell Monsanto gescheitert. Nicht für die Investmentfonds, aber für die Landwirte vor Ort und für die Verbraucher in den Städten.

Tödliche Agri Kultur - Wie Monsanto die Welt vergiftet
Ein Film von Gaby Weber

siehe auch


 

wenn die umstaende 300p

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Wohin geht's nach Jamaika?

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23.11.2017: Christian Lindner (FDP) hat die Jamaika-Verhandlungen platzen lassen. Offen ist im Moment wie es weitergeht. Eine Minderheitenregierung wäre ein interessantes Projekt: Sie müsste Mehrheiten suchen. Der Bundestag würde dadurch massiv an Einfluss gewinnen. Und möglicherweise dadurch auch die gesellschaftlichen Bewegungen. Ob CDU/CSU und SPD das wollen? Aber unabhängig davon zeigt sich, wie weit die Republik nach rechts gerutscht ist.

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Marsch ins militärische Kerneuropa

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Kommentar von Leo Mayer
15.11.2017: Am Montag haben die Außen- und Verteidigungsminister von 23 der 28 EU-Staaten mitgeteilt, eine Militärunion zu gründen. "Ein großer Tag für Europa", sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) in Brüssel dazu. Ein großer Tag vor allem für die Rüstungsindustrie. Denn jeder EU-Staat, der sich an der Militärunion beteiligen will, muss sich verpflichten, die nationalen Rüstungsausgaben regelmäßig zu steigern.

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Walter Baier: "Forum in Marseille ist ein erster Schritt"

Walter Baier:

Frage: Am 10. und 11. November beraten in Marseille Parteien, Initiativen und Organisationen über neue Formen der Zusammenarbeit . Es gibt bereits verschiedene linke Foren und Denkfabriken, transform! ist eine davon. Warum muss jetzt noch ein weiteres Forum entstehen?

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Dossier "Linke Strategien"

Im Dossier "Linke Strategien" sind Artikel zusammengestellt, die auf kommunisten.de in verschiedenen Rubriken erschienen sind und sich mit Fragen linker Strategie, Neuformierung der Linken, etc. befassen.

Zum Dossier


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