Wahre Absichten und US-Ziele im Nahen Osten

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20.05.2012:  Über 12.000 Soldaten der Vereinigten Staaten von Amerika, von Jordanien und 15 weiteren Länderns des Nahen Ostens beteiligen sich derzeit an einem groß angelegten dreiwöchigen Militärmanöver 'Eager Lion' (Eifriger Löwe), welches am 15. Mai begann und seitens der USA Eliteeinheiten der Bodentruppen, der Luftwaffe, der Marine und von Spezialeinheiten einschließt. Mit großer Deutlichkeit analysierte und kritisierte die Massenzeitung der KP Chinas, Renmin Ribao (Volkszeitung) dieser Tage dieses Ereignis und strategische Hintergründe:

Viele Länder in Westasien und Nordafrika haben in den letzten Jahren 'Regimewechsel' erfahren und die geopolitische Landschaft dieser Region hat beispiellose Veränderungen erlebt. Darüber hinaus haben der fortwährende Atomstreit mit dem Iran, die auf des Messers Schneide stehende Lage in Syrien und jüngste, von den USA angeführte groß angelegte Militärmanöver insgesamt die bereits schwierige Lage im Nahen Osten verschärft.

Das Manöver 'Eager Lion 2012' mit der Beteiligung von 17 Ländern begann kaum 20 Tage nach einer von den Vereinigten Staaten und neun Ländern des Nahen Ostens gemeinsam in Bahrain vom 8. bis zum 18. April unter dem Schlagwort 'Main Connection' abgehaltenen Militärübung. Es ist offensichtlich, dass die USA diese zwei Militärmanöver innerhalb nur eines Monats zu dem Zweck abhielten und anführten, um eine regionale Allianz für ihre Zwecke im Nahen Osten zu schaffen.

Die Vereinigten Staaten haben ihre Strategie für den Nahen Osten zur Eindämmung des Irans und zur Verstärkung des Drucks auf Syrien angepasst. Der Konflikt um das iranische Atomprogramm ist ungelöst. Obwohl der Iran und sechs Weltmächte in dieser Angelegenheit im letzten Monat in Istanbul Verhandlungen führten und überein kamen, vertiefte Gespräche in Bagdad am 23. Mai fortzuführen, haben die USA und bestimmte europäische Länder ihre wirtschaftlichen Sanktionen gegen den Iran nicht abgeschwächt, ja sie haben sogar andere Länder zur Reduktion ihrer Ölimport aus dem Iran aufgefordert. Die USA haben zudem entschieden, F22 Raptor-Jagdflugzeuge zum Luftwaffenstützpunkt al-Dhafra im Süden von Abu Dhabi zu verlegen, um so die Drohungen gegenüber dem Iran zu verstärken.

'Eager Lion' ist ein jährliches Militärmanöver unter Beteiligung vieler Staaten, in diesem Jahr beteiligen sich daran fast alle arabischen Länder - außer Syrien. Die Lage in Syrien ist seit Anfang dieses Jahres sehr unruhig. Nachdem bestimmte Westmächte und arabische Länder mit dem Versuch zum Umsturz des Regimes von Bashar al-Assad scheiterten, gelang es dem Sonderbeauftragten der UN und der Arabischen Liga, Kofi Annan, eine Kampfbeendigung zu vermitteln. Jedoch ist der Waffenstillstand sehr wackelig und es gibt von Zeit zu Zeit gegen ihn gerichtete terroristische Angriffe.

Ein Sprecher des US-Generalstabs erklärte, dass das derzeitige Manöver darauf abziele, die wechselseitigen militärischen Beziehungen zwischen den USA und befreundeten arabischen Ländern durch Integration aller militärischer Komponenten zu stärken, und die teilnehmenden Staaten auf gegenwärtige und zukünftige "Sicherheitsherausforderungen" vorzubereiten. Das Manöver habe nichts mit der Lage in Syrien zu tun. Allerdings haben gewisse mediale Veröffentlichungen im Nahen Osten die Militärübungen mit der Lage in Syrien in Verbindung gebracht und die Ansicht vertreten, dass der Zweck der Übungen sei, die 'Sicherheit' an den Grenzen Jordaniens zu gewährleisten.

Die syrische Krise, die vor etwa einem Jahr begann, hat in den Beziehungen des Landes zu seinen Nachbarn scharfe Verwerfungen erzeugt. Jordanien mit seiner langen Grenze zu Syrien spielt in dem Manöver 'Eager Lion' die Rolle eines Gastgebers. Jordanische Medien berichteten, dass dies das größte, jemals in dem Land abgehaltene Militärmanöver sei. Jordanien ist einer der großen Empfänger von Militärhilfe und -unterstützung seitens der USA, in den letzten fünf Jahren waren das etwa 2,4 Mrd. US-Dollar.

Es muss auch angemerkt werden, dass Saudi-Arabien an dem Militärmanöver teilnimmt. Dieses Land beteiligte sich auffallend engagiert in den Wellen der 'Regimewechsel' in Westasien ud Nordafrika, besonders gegenüber Syrien nahm es eine harte Haltung ein. Während Saudi-Arabien syrischen Oppositionsgruppen erhebliche finanzielle Unterstützung zukommen ließ, hat es modernste Waffen und militärische Ausstattungen angeschafft und fördert die Entwicklung der inländischen Waffenindustrie, um seinen Status als Regionalmacht im Nahen Osten zu erhalten.

Die Vereinigten Staaten haben ein vielgleisiges Vorgehen zur Erhöhung ihrer Kontrolle über den Nahen Osten praktiziert, indem sie viel Lärm um die atomare Bedrohung durch den Iran machten, indem sie sich in die Bürgerkriege in Libyen und Syrien einmischten, durch die Veranstaltung einer Reihe von Militärmanövern, durch den Verkauf von großen Waffenmengen an regionale Mächte und durch Erhöhung militärischer Anwesenheit in der Region.

Weiters haben die USA Truppen aus dem Irak und aus Afghanistan abgezogen und ihre strategische Orientierung auf den West-Pazifik gerichtet - um so eine weltweite 'Ausgewogenheit' zu erreichen. Ein hoher Beamter des Pentagons erklärte am 27. März, dass die USA anstrebten, sowohl in Asien, als auch im Nahen Osten ähnliche Raketenabwehrsysteme aufzubauen, wie in Europa. Dies werde man in Kooperation mit Japan, Südkorea, Australien, Saudi-Arabien, Bahrain, Katar und einigen anderen Ländern in den beiden Weltregionen angehen, um den "Bedrohungen durch Raketen" aus dem Iran und Nordkorea zu entsprechen.

Dies alles wird jedoch unzweifelhaft die Sicherheitslage in Asien und im Nahen Osten weiter komplizieren.

Quelle:  Renmin Ribao - Ruan Zongze

 

 

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Monsanto-Glifosato

Die EU hat für weitere fünf Jahre die Zulassung von Glyphosat verlängert. Der deutsche Agrarminister Christian Schmidt (CSU) gab mit seiner Zustimmung den Ausschlag.(siehe Der Monsanto-Mann)

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