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marxistische linke -
»ökologisch, emanzipatorisch, feministisch, integrativ«

Samstag, 19. Oktober 2019, 15:00 Uhr

öffentliche Veranstaltung

Marxismus - Feminismus

mit Bettina Gutperl

Ort: ND-Gebäude, Berlin, Franz-Mehring-Platz 1

Details zur Veranstaltung hier

Sonntag, 20. Oktober 2019, 10:00 bis 16:00 Uhr

Mitgliederversammlung
(nur für Mitglieder und geladene Gäste)

Ort: ND-Gebäude, Berlin, Franz-Mehring-Platz 1

Vorschlag zur Tagesordnung:

  • Begrüßung und Beschluss der Tagesordnung
  • Ergänzungen und Diskussion zum schriftlichen Bericht des Vorstands
  • Entwicklung marxistische linke - Arbeit in den Regionen
  • Input und Diskussion zu aktuellen Entwicklungen (Klimakrise und Aktivitäten von Fridays for Future und Gewerkschaften, Europa nach der Wahl - Veränderungen, Herausforderungen)
  • Europäische Linke - unsere Partnerschaft (aktuelle Themen in der EL in Vorbereitung ihres Kongresses)
  • Wahl der Delegierten zum Kongress der Partei der Europäischen Linke im Dezember in Málaga
  • Forum Marseille im November in Brüssel
  • Anträge zur Arbeit der marxistischen linke
  • weitere Themen und Hinweise

 


öffentliche Veranstaltung am Samstag, 19. Oktober 2019, 15 Uhr, nd-Gebäude, Berlin, Franz-Mehring-Platz 1

Marxismus - Feminismus

mit Bettina Gutperl

Marxismus und Feminismus sind zwei Seiten einer Medaille, aber diese Medaille gehört selbst umgeformt.

Frauenstreik FotomovimientoFrauenstreiks in Spanien und der Schweiz, Ni una Menos / Ni una di Meno» in Argentinien, Brasilien und Italien, die «Women’s Marches» in den USA, der Black Protest in Polen, Kämpfe indigener Frauen und ein Frauenanteil von 70% bei den Fridays For Future Protesten: International gewinnen feministische Bewegungen an Stärke und ihre Forderungen werden lauter.

Es sind Kämpfe gegen sexuelle Gewalt und Rassismus, gegen schlechte Arbeitsbedingungen und die Zerstörung der Umwelt. Kurzum: Feministische Bewegungen stehen oft an vorderster Front gegen den globalen Neoliberalismus und einen sich weltweit vollziehenden Rechtsruck.

Dem Marxschen moralisch-politischen Imperativ in Theorie und politischer Praxis geht es darum, "alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist".

Viele Feministinnen in den oben genannten Kämpfen würden das sicherlich unterschreiben. Und trotzdem scheinen die "Frauenfrage" oder Themenkomplexe wie Rassismus, Ökologie oder LGBTIQ oft Einzeln oder sogar als Widerspruch behandelt zu werden.

Andererseits wird am marxistischen Ansatz kritisiert, dass dessen Primat des ökonomischen über anderen Machtverhältnissen stehen und er die Reproduktionstätigkeiten zur Erhaltung des Lebens vernachlässigen würde.

Frigga Haug spricht dabei vom "Herrschaftsknoten", in dem wir alle miteinander verstrickt sind: Wenn die einen an ihren Ketten zerren, wird es für die anderen enger. Ein Knoten lässt sich nur dann lösen, wenn wir ihn an allen Enden zugleich zu lockern versuchen.

Auch Rosa Luxemburg beschrieb, lange bevor in der feministischen Theorie von Intersektionalität gesprochen wurde, dass verschiedene Formen der Ausbeutung auf der Grundlage von Gender, "Rasse" oder Klasse, unlösbar miteinander verbunden sind.

Wir wollen über den Einfluss und die Tauglichkeit des sozialistischen Feminismus in den aktuellen feministischen und allgemein sozialen Bewegungen diskutieren. Sind die aufkommenden Frauenstreiks Anzeichen dafür, dass Kämpfe verstärkt miteinander verbunden werden? Und inwieweit ist es möglich, dass solche Formen der politischen Auseinandersetzung auch in Deutschland über die queerfeministische Szene und die radikale Linke hinaus wirken können?

Bettina GutperlDarüber wird Bettina Gutperl referieren und mit uns diskutieren.
Bettina Gutperl ist Mitglied der Strömung "Marxistisch-Feministische-Gruppe" innerhalb des Studierendenverbandes Die Linke.SDS und Mitglied des  Parteivorstands der Partei DIE LINKE.

 

 

Zur Vorbereitung auf das Thema empfehlen wir

 

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