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50 Jahre OlympiaanschlagMontag, den 5. September 2022

EineWelthaus, 19:00 Uhr, Gr. Saal
Schwanthalerstraße 80, München

mit Magdi Gohary

Er ist der einzige Zeitzeuge in Deutschland, der direkt mit dabei war und noch über das Olympia-Attentat vor 50 Jahren berichten kann.

Der Münchner Altaktivist Magdi Gohary bekam damals einen Anruf aus dem Auswärtigen Amt, ob er bereit wäre, dem damaligen Krisenstab zu helfen. Der Deutsch-Ägypter war aufgrund seines Wissens über die Nahostregion und den israelisch-palästinensischen Konflikt gefragt.

Mit dem Anschlag hatte eine palästinensische Gruppe namens „Schwarzer September" den Nahostkonflikt zwischen Israel und den Palästinensern mitten ins Olympische Dorf in München getragen.

Magdi Gohary fungierte damals mit arabischen Diplomaten leider erfolglos als Vermittler zwischen dem Krisenstab und den Palästinensern. Er redete mit beiden Seiten, dem Krisenstab, aber er ging auch persönlich in die Connollystraße 31, das Haus, in dem sich die Attentäter mit ihren israelischen Sportler-Geiseln verschanzt hatten, um einen Ausweg zu finden.

Das Attentat endete am 6. September mit einem dilettantischen Befreiungsversuch der Polizei auf dem Militärflughafen Fürstenfeldbruck: Alle elf Geiseln, ein Polizist und fünf Palästinenser wurden bei dem Attentat getötet.

Heute mit einem halben Jahrhundert Abstand, hat sich Magdi Gohary historisierend auf alle Seiten eingelassen. Die israelischen Sportler, sagt er, wurden unschuldige Opfer der Palästinenser, die internationale Aufmerksamkeit suchten, aber auch der Raison zweier Staaten: Die Israels, das sich strikt weigerte mit Terroristen zu verhandeln, egal wie es ausgeht, und die der deutschen Behörden, die alles daran setzten, dass die ersten Olympischen Spiele der Nachkriegszeit in Deutschland unter allen Umständen weitergingen.

Veranstalter: Jüdisch-Palästinensische Dialoggruppe

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