Europäischer Investitionsplan: Junckers Voodoo-Ökonomie

Tools
PDF

28.11.2014: „Jean-Claude Juncker kennt sich besser mit Steueroptimierung aus, als mit der wirtschaftlichen Entwicklung.“ Als „heiße Luft“ kritisiert der Vorsitzende der Europäischen Linken (EL), Pierre Laurent, den sog. „Investitionsplan für die Europäische Union“, den EU-Kommissionspräsident Juncker am Mittwoch dem Europaparlament vorgestellt hat.  Als „Juncker-Voodoo gegen die Mega-Depression“ bezeichnete die Linksfraktion im Europaparlament den Plan.

Am Mittwoch hat Jean-Claude Juncker im Europaparlament den angekündigten Strategischen Investmentfonds vorgestellt. Mindestens 315 Milliarden Euro sollen in den nächsten drei Jahren mobilisiert werden, um die Wirtschaft in der EU anzukurbeln. „Wir richten einen neuen Europäischen Fonds für strategische Investitionen ein, der mit öffentlichen Mitteln aus dem EU-Haushalt und von der Europäischen Investitionsbank besichert wird. Dieser Fonds wird in der Lage sein, in den nächsten 3 Jahren 315 Mrd. Euro zu mobilisieren“, sagte Juncker.

Die wundersame Geldvermehrung
Der Fonds selbst wird zwar nur mit 21 Milliarden Euro ausgestattet, um dann jedoch innerhalb von drei Jahren (2015–2017) Investitionen in Höhe von insgesamt mindestens 315 Milliarden Euro zu „hebeln“. Aus einem Euro öffentlichen Geldes sollen 15 Euro Investition werden.

Das soll über drei Schritte gehen.

  • Erster Schritt sind die 21 Mrd. mit denen der Fonds ausgestattet wird. Allerdings müssen auch die erst einmal zusammenkommen. Da überall der Rotstift regiert, werden einfach bereits anderswo genehmigte Gelder zusammengerechnet und neu etikettiert. Acht Mrd. kommen auf diese Weise zusammen. Neben diesen acht Mrd. würden weitere acht Mrd. durch Haftungen aufgebracht. Und dann legt die Europäischen Investitionsbank (EBI) noch 5 Mrd. oben drauf. Und schon sind 21 Mrd. aus dem Hut gezaubert.
  • Zweiter Schritt: Da die öffentliche Hand bürgt, kann der Fonds das Dreifache verleihen. Macht 63 Mrd. Euro.
  • Dritter Schritt: Um jetzt die 315 Mrd. daraus zu machen, setzt die EU-Kommission auf private Investoren. Diese sollen mit dem Versprechen angelockt werden, dass im Falle des Misserfolgs die Steuerzahler für den Investitionsflop gerade stehen. Außerdem verspricht Juncker, dass „Europa für Investoren attraktiver" gemacht wird und dazu „werden wir Bürokratie abbauen und regulatorische Engpässe beseitigen". Neue „strukturelle Reformen“ seien erforderlich. „Eine einzige EU-Verordnung kann 28 Gesetze ersetzen. Das ist der beste Weg für Vereinfachungen“, äußerte er in seiner Rede.

Die 315 Mrd. Euro würden sich dann in 240 Mrd. für strategische Investitionen und 75 Mrd. für Klein- und Mittelbetriebe aufteilen. Über die Verteilung und Auswahl der Projekte wird ein „Investitionsausschuss aus Experten“ entscheiden. „Es ist nicht der Job von Politikern, Projekte auszuwählen. Das ist die Aufgabe der Fachleute“, meinte Juncker.

Juncker zeichnete vor den EU-Abgeordneten eine Vision, nach der es durch die Investitionen moderne Klassenzimmer mit Computern geben soll, hochmoderne Krankenhäuser, Tankstellen für Elektroautos, technischen Fortschritt für die Haushalte, eine Vernetzung von erneuerbaren Energiequellen, bessere Verkehrsleitsysteme, schnelles Breitband-Internet und ein besseres Abwasser- und Abfallmanagement.
Die EU-Staaten rief er auf, sich an dem neuen EU-Fonds für strategische Investitionen zu beteiligen und lockt damit, dass Beteiligungen am "Europäischen Fonds für strategische Investitionen" nicht auf das Defizit nach dem EU-Stabilitätspakt angerechnet werden.

Investitionen und De-Regulierung
Bei Christdemokraten, Sozialdemokraten und Liberalen stößt das Vorhaben auf Zustimmung. Für die Konservativen lobte der Vorsitzende der EVP-Fraktion Manfred Weber die Pläne, forderte aber die Mitgliedsstaaten auf auch weiterhin den „Mut zu Strukturreformen“ aufzubringen. „Wenn die Arbeitsmärkte zu starr sind, wie in Frankreich, braucht man sich nicht zu wundern, wenn nicht investiert wird“, meinte er.

Gianni Pittella, der Vorsitzende der sozialdemokratischen Fraktion betrachtet den Vorschlag von Juncker als „gute Grundlage" und verlangte lediglich, dass das Parlament in die Umsetzung vollständig eingebunden werden sollte.

Auch die Liberalen stehen hinter Junckers Plänen. Allerdings müssten die Investitionen durch Strukturreformen begleitet werden, verlangte der Vorsitzende der ALDE-Fraktion Guy Verhofstadt. „Vielleicht sollten Arbeitsmarktreformen eine Bedingung sein, um die Mittel aus dem Fonds zu erhalten", schlug er vor. Zudem sollten diese Investitionen von der Steuer befreit werden, um noch mehr private Investitionen anzuziehen. Bei Juncker, Spezialist für Steueroptimierung für die Multis, dürfte er mit diesem Vorschlag offene Türen einrennen.

Juncker-Voodoo gegen die Mega-Depression
Lediglich die Fraktion der Vereinten Europäischen Linken (GUE/NGL) übte heftige Kritik an der „Juncker-Voodoo gegen die Mega-Depression“. „Es soll kein Cent frisches Geld fließen, aber die Steuerzahler beziehungsweise Förderbanken sollen für private Investoren haften“, kritisierte der linke Europaabgeordnete Fabio De Masi. Nur öffentliche Investitionen im Umfang von 250 Milliarden Euro jährlich könnten die EU „aus der Depression ziehen und so auch die privaten Investitionen beleben“.

Der GUE/NGL-Redner Dimitrios Papadimoulis (SYRIZA) sagte in der Debatte zu Juncker: "Während Griechenland mit einer Arbeitslosigkeit von 30%, einer Jugendarbeitslosigkeit von 60% und einer humanitären Krise konfrontiert ist, schlagen sie ein Paket 'business as usual' vor. Ihr Paket ist ohne Substanz. 16 Milliarden Euro kommen aus dem EU-Haushalt und 5 Milliarden von der EIB. Da ist kein Euro aus neuen Mitteln dabei. Außerdem haben Sie eine Hebelwirkung versprochen, durch die die Gelder um das 15-fache multipliziert werden könnten. In diesen Zeiten der Stagnation und Rezession in der Eurozone nimmt Ihnen das kein einziger Volkswirt ab".

Für ein neues Modell der sozialen und ökologischen Entwicklung
Der Ökonomieprofessor Gabriel Colletis meint, dass das Investitionsprogramm zwar Investitionen in wirklich wichtige Bereiche für die Zukunft Europas lenke, aber trotzdem nicht im Stande sein wird, um in Europa ein neues Entwicklungsmodell einzuleiten. „Der Grund liegt darin“, so Colletis, „dass die Grundprinzipien mit diesem Programms unverändert bleiben.“

Wir müssen das Gegenteil von dem tun, was Juncker vorschlägt, meint der EL-Vorsitzende Laurent. „Als erstes muss die Austerität beendet werden. Europa benötigt einen demokratisch entworfenen Investitionsplan, finanziell gedeckt durch die Macht der Geldschöpfung durch die Europäische Zentralbank, ausgerichtet auf die öffentlichen Dienste und die industrielle Kooperation zur Schaffung von Arbeitsplätzen und auf ein neues Modell der sozialen und ökologischen Entwicklung.“

Die Europaabgeordnete Paloma Lopez von der Vereinigten Linken Spaniens meinte bereits im Vorfeld der aktuellen Debatte, dass Initiativen wie die von Juncker zu begrüßen seien, aber viel zu klein sind und in die falsche Richtung gehen. „Spanien braucht nicht 300.000 neue Arbeitsplätze, sondern 3 Millionen. Zudem sind die Investitionen gebunden an weitere Austerität und Strukturreformen sowie an innere Deflation und Orientierung auf ein export-orientiertes Wachstumsmodell. Die Arbeitskraft wird ausschließlich als Kostenfaktor betrachtet und damit der Zusammenhang zur Binnennachfrage nicht berücksichtigt; die Fianzialisierung der Ökonomie wird komplett ignoriert; eine Bewegung zu einem ökologischen Wechsel ist ebenso wenig zu erkennen wie die Erfordernisse der Wirtschaftsdemokratie.“

Aus linker Sicht ist ein öffentliches Investitionsprogramm in einer neuen Dimension erforderlich, um einen gesellschaftlichen Wandel einzuleiten und die Aussichten auf eine Transformation der Produktion mit der Perspektive eines neuen Entwicklungsmodells zu eröffnen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund DGB hat mit dem “Marshall Plan für Europa” Vorschläge entwickelt, ähnlich der Europäische Gewerkschaftsbund ETUC mit dem Programm „New Path for Europe” oder der globale Verband der Industriegewerkschaften IndustriAll mit dem „Manifest für mehr und bessere Arbeitsplätze in der europäischen Industrie”.

Nachdem die Austerität eine der Ursachen der Krise – und nicht die Lösung - ist, muss die Austeritätspolitik sofort beendet werden. Die Finanzierung der öffentlichen Ausgaben muss von den Finanzmärkten getrennt werden. Durch Schuldenstreichung bei überschuldeten Staaten, Schließung von Steueroasen wie Luxemburg oder Irland und die Einführung einer europäischen Millionärsteuer kann die Verschuldung der öffentlichen Haushalte reduziert und das Steueraufkommen erhöht werden.

Für Colletis hat ein neues Entwicklungsmodell zwei essentielle Charakteristika. Erstens: Demokratie. „Demokratie ist nicht Rahmen oder Bedingung eines neuen Entwicklungsmodells, sondern erstrangiger Sinn und sein Zweck“, so der französische Wirtschaftsprofessor. Zweitens geht es um eine tiefgreifende Veränderung der Art und Weise der produktiven Tätigkeiten. Ein hoher Grad gesellschaftlichen Nutzens und niedrige negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt müssen die Kriterien für die Entscheidungen sein, was und wie produziert wird. Für diesen Umbau der Produktion ist ein massives Investitionsprogramm erforderlich.

Griechenland wird mit der Austerität brechen
Griechenland zeigt anschaulich, dass eine Doppelstrategie für die verwüsteten Ökonomien Südeuropas erforderlich ist: sofortige Bekämpfung der humanitären Krise, verbunden mit einem Transformationsprojekt in Richtung eines neuen demokratischen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungsmodells. Vor zwei Monaten hat SYRIZA mit der „Thessaloniki Agenda“[1] ein Programm vorgelegt, das mit einem „Nationalen Wiederaufbauplan“ darauf abzielt, die humanitäre Krise zu überwinden und der Wirtschaft einen Neustart zu ermöglichen, Arbeitsplätze zu schaffen und eine institutionelle und demokratische Reform des politischen Systems umzusetzen.

Der griechische Oppositionsführer Alexis Tsipras sagte bei der Vorstandstagung der Europäischen Linken Anfang November:

„Mit  Sicherheit kann angenommen werden, dass die nächste griechische Regierung eine SYRIZA-Regierung sein wird. Der Wahlsieg der SYRIZA wird ein Sieg für die gesamte europäische Bevölkerung sein. Der Wahlsieg der SYRIZA wird in ganz Europa einen Triumph der Hoffnung darstellen, der sich vom Süden ausgehend in Europa ausbreitet. Er wird die Niederlage der Strategie der Angst bedeuten.

Er wird das Ende der Austeritätspolitik einleiten.

Vor der Wahl stellten wir klar, dass Austeritätspolitik mit der Linken und Europa unvereinbar ist. Daher wird der Wahlsieg der SYRIZA nicht nur für die griechische Bevölkerung wichtig sein. Er wird für alle Menschen wichtig sein, unabhängig davon, wo in Europa sie leben.

Er wird für alle freien Männer und Frauen wichtig sein, die an Demokratie, soziale Gerechtigkeit, Rechtsstaatlichkeit glauben, aber auch an einen Staat, der sich um die menschenwürdigen Lebensumstände seiner Bevölkerung sorgt.

Deshalb fordern wir nicht nur die aktive und fortwährende Unterstützung für die SYRIZA-Regierung seitens der griechischen Bevölkerung, sondern die aktive Unterstützung durch die sozialen und politischen Kräfte in ganz Südeuropa.

Wir fordern auch die Unterstützung solcher Kräfte in ganz Europa und durch all jene, die sich gegen die Austeritätspolitik wenden und uns allen – gemeinsam als Kollektiv und solidarisch – neues Wachstum ermöglichen wollen.

Durch unsere Kämpfe, die wir täglich führen und gewinnen – ob klein oder groß – werden auf die europäische Bevölkerung bald bessere Zeiten warten.“

txt: lm
foto: European Parliament, IndustriAll, Europäische Kommission

[1] siehe "Griechenland -Solidarität" im Bericht über das Treffen der marxistischen linken)

Internationales

Militärisches Patt. Der Papst gibt nicht auf: "Moskau und Kiew in den Vatikan, ich vermittle"

Militärisches Patt. Der Papst gibt nicht auf:

30.11.2022: Militärisches Patt im Krieg um die Ukraine ++ hochrangige Militärs: Zeit für Verhandlungen ++ Papst bietet Vatikan für Verhandlungen an ++ aus dem Kreml kommt ein wortkarges Ja, kein Kommentar aus der Ukraine ++ Papst gegen die Invasion, "ohne Namen zu nennen". Und dann: "Ich bin ein Kommunist, wie Jesus einer war".

weiterlesen

Europa

Ocean Viking nach Marseille. Frankreich durchbricht die europäische Mauer

Ocean Viking nach Marseille. Frankreich durchbricht die europäische Mauer

aktualisiert 18.11.2022: Vierundvierzig der Ocean Viking werden aus Frankreich abgeschoben 

09.11.2022: Drei Rettungsschiffe können Gerettete nach heftigen Auseinandersetzungen mit neuer italienischer Regierung im Hafen von Catania in Sicherheit bringen ++ "Ocean Viking" wird Einfahrt in italienische Hoheitsgewässer verweigert und nimmt Kurs auf Frankreich ++ Paris weist dem Schiff den Hafen Marseille zu. ++ Kritik von anderen NGOs

weiterlesen

Linke / Wahlen in Europa

Dänemark: Knappe Mehrheit des "roten Blocks"

Dänemark: Knappe Mehrheit des

02.11.2022: In Dänemark sind alle Stimmen ausgezählt ++  Sozialdemokraten von Ministerpräsidentin Mette Frederiksen erneut stärkste Kraft ++ Der "rote Block" errang eine Mehrheit mit nur einem Sitz Vorsprung vor dem "blauen Block“ der konservativen und rechten Parteien ++ Mette Frederiksen favorisiert Regierungskoalition mit konservativ-bürgerlichen Kräften ++ Sozialistische Volkspartei und rot-grüne Einheitslisten für Bildung einer Regierung des "roten Blocks"

weiterlesen

Deutschland

Hartz IV heißt jetzt Bürgergeld. Und ändern tut sich nix.

Hartz IV heißt jetzt Bürgergeld. Und ändern tut sich nix.

28.11.2022: "Bürgergeldkompromiss" beschlossen ++ von "einer der größten Sozialreformen der vergangenen 20 Jahre" (Arbeitsminister Hubertus Heil) ist nicht viel übrig geblieben ++ Cosimo-Damiano Quinto (ver.di-Sekretär): "Kompromisse auf dem Rücken der wirtschaftlich Schwächsten" ++  Ulrich Schneider (Paritätischer Gesamtverband): Bügergeld bleibt Hartz IV ++ Desinformationskampagne der Union

weiterlesen

Wirtschaft

China: Revolte der Foxconn-Beschäftigten

China: Revolte der Foxconn-Beschäftigten

24.11.2022: Zusammenstöße zwischen Arbeiter:innen und Sicherheitskräften in "iPhone-City", der Megafabrik, in der mehr als die Hälfte aller iPhones der Welt hergestellt wird. Grund für die Proteste sind die strengen Coronaauflagen in der Fabrik, nicht gezahlte Prämien und untragbare Arbeitsbedingungen. Videos von den Unruhen durchbrechen die Zensur und kursieren in den sozialen Netzwerken.

weiterlesen

Aus Bewegungen und Parteien

29. November: Internationaler Tag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk. Keine Produkte aus illegalen Siedlungen auf den EU-Mark!

29. November: Internationaler Tag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk. Keine Produkte aus illegalen Siedlungen auf den EU-Mark!

29.11.2022: Die EU ist der größte Importeur von Waren aus Israels illegalen Siedlungen in den besetzten Gebieten ++ Illegale Siedlungen verdienen jedes Jahr Hunderte von Millionen Euro, die sie nutzen, um noch mehr Land zu beschlagnahmen und noch mehr Häuser zu zerstören und den Konflikt tiefer zu verankern ++  Europäische Bürgerinitiative zum Verbot des Importes von Waren aus den besetzten Gebieten

weiterlesen

Analysen

Wird Israel zum Gottesstaat?

Wird Israel zum Gottesstaat?

06.11.2022: Wahl in Israel: Netanjahu kehrt zurück ++ Religiöse Parteien sind die größten Gewinner ++ Ultra-Orthodoxe und Faschisten werden Kurs der Regierung bestimmen ++ Fiasko für die demokratischen und linken Kräfte ++ Israel ist in zwei nahezu gleichgroße Lager gespalten ++ Der Block der Ultras. Wer sind die Anführer? ++ Es droht die Destabilisierung der gesamten Region. Reagiert die Internationale Gemeinschaft?

weiterlesen

Literatur und Kunst

Vor 100 Jahren geboren: José Saramago, ein "schiffbrüchiger Kommunist", der uns vor den Stürmen rettet

Vor 100 Jahren geboren: José Saramago, ein

21.11.2022: Am 16. November jährte sich der hundertste Geburtstag von José Saramago, und wer weiß, wie viele Werke er uns noch hätte schenken können, wenn er uns nicht am 18. Juni 2010 verlassen hätte. José Saramago muss man lesen und wieder lesen, denn seine Geschichten strahlen einen befreienden Kommunismus aus, den die Welt so nötig hätte. 

weiterlesen

Im Interview

"Auf dem Spiel steht eine Revolution. Erdoğan will eine 'Großtürkei' schaffen."

Interview mit Nilüfer Koç, Sprecherin des Büros für internationale Angelegenheiten des Kurdischen Nationalkongresses KNK.     

23.11.2022: "Der Angriff wurde mit dem Segen der USA und Russlands eingeleitet. Erdogans Strategie ist eine militärische Besetzung durch einen Krieg niedriger Intensität. Wenn die Revolution in Syrien scheitert, ist der Weg frei für ein neues Kalifat, wie es der IS war".

weiterlesen

Der Kommentar

Klimagerechtigkeit: Alle reden übers Wetter

Klimagerechtigkeit: Alle reden übers Wetter

25.11.2022: Ein Kommentar dazu, was uns die dieser Tage zu Ende gegangene Weltklimakonferenz lehrt:
die Einsicht, dass die vorherrschenden Mächte dieser Welt nicht die geringste Bereitschaft zeigen, von der Verwüstung dieser Welt abzulassen, dass man sie dazu also wird zwingen müssen.

Von Thomas Rudhof-Seibert

weiterlesen

marxistische linke - Partnerin der Europäischen Linken

marxistische linke zum Krieg Russlands gegen die Ukraine

marxistische linke zum Krieg Russlands gegen die Ukraine

Die Waffen nieder! Nein zum Krieg!  

marxistische linke zum Krieg Russlands gegen die Ukraine  

Mit dem barbarischen Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine ist etwas passiert, das wir nicht für möglich halten wollten.

Wir konnten uns nicht vorstellen, dass die Regierung eines Landes, das so unter einem Weltkrieg gelitten hat, diesen Krieg beginnen würde. Die russischen Panzer werden von den Enkeln der Frauen und Männer gesteuert, die gemeinsam mit ihren ukrainischen Kampfgenoss*innen damals unter unvorstellbaren Opfern die Sowjetunion verteidigten, die Hitler-Wehrmacht niederrangen und Europa vom Faschismus befreiten. Jetzt töten sie ihresgleichen.

weiterlesen

Videos

Die Vergesellschaftungskonferenz "Strategien für eine demokratische Wirtschaft"

Die Vergesellschaftungskonferenz

Die Vergesellschaftungskonferenz "Strategien für eine demokratische Wirtschaft" fand vom 7. - 9. Oktober in Berlin statt. Über 1.000 Teilnehmer:innen diskutierten und lernten in mehr als 40 Workshops und Panels über Ansätze, Strategien und neue Bündnisse für eine Demokratisierung der Wirtschaft. Die Aufzeichnungen der großen Panels sind auf Youtube veröffentlicht. 

weiterlesen

Farkha Festival

Den Krieg verhindern – 2. Bericht vom Farkha-Festival

Den Krieg verhindern – 2. Bericht vom Farkha-Festival

07.08.2022: Während diese Zeilen geschrieben werden, greift die israelische Armee erneut den Gaza-Streifen an. Mindestens acht Menschen wurden getötet, darunter ein 5-jähriges Mädchen. Mehr als 50 Personen wurden verletzt. Ziel ist laut israelischen Angaben Tayseer al-Jabari gewesen, ranghohes Mitglied des Islamischen Dschihads, der laut dem Journalisten Muhammad Shehada eher dem politischen Flügel der islamistischen Organisation nahegestanden haben soll: "Ihn zu töten ist für die Sicherheit Israels nicht von Bedeutung, aber ein großes Geschenk für Hardliner im Islamischen Dschihad".

weiterlesen

Im Land des Sandes. In der Westsahara

Westsahara: In den befreiten Gebieten

Westsahara: In den befreiten Gebieten

Bericht von Kerem Schamberger |

19.02.2019: Die letzten Tage in der Westsahara waren geprägt von Sand. Überall Sand, wie schon im ersten Blogeintrag beschrieben. In jeder Ritze, in jeder Pore. Warum? Weil wir in die von der Polisario befreiten Gebiete gefahren sind und dort noch mehr Wüste ist, als schon in den Flüchtlingslagern um Tindouf.

weiterlesen

Der Kommentar

Klimagerechtigkeit: Alle reden übers Wetter

Klimagerechtigkeit: Alle reden übers Wetter

25.11.2022: Ein Kommentar dazu, was uns die dieser Tage zu Ende gegangene Weltklimakonferenz lehrt:
die Einsicht, dass die vorherrschenden Mächte dieser Welt nicht die geringste Bereitschaft zeigen, von der Verwüstung dies...

weiterlesen

Im Interview

"Auf dem Spiel steht eine Revolution. Erdoğan will eine 'Großtürkei' schaffen."

Interview mit Nilüfer Koç , Sprecherin des Büros für internationale Angelegenheiten des Kurdischen Nationalkongresses KNK.     

23.11.2022: "Der Angriff wurde mit dem Segen der USA und Russlands ein...

weiterlesen

marxistische linke - Partnerin der Europäischen Linken

marxistische linke zum Krieg Russlands gegen die Ukraine

marxistische linke zum Krieg Russlands gegen die Ukraine

Die Waffen nieder! Nein zum Krieg!  

marxistische linke zum Krieg Russlands gegen die Ukraine  

Mit dem barbarischen Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine ist etwas passiert, das wir nicht für möglic...

weiterlesen

Videos

Die Vergesellschaftungskonferenz "Strategien für eine demokratische Wirtschaft"

Die Vergesellschaftungskonferenz

Die Vergesellschaftungskonferenz "Strategien für eine demokratische Wirtschaft" fand vom 7. - 9. Oktober in Berlin statt. Über 1.000 Teilnehmer:innen diskutierten und lernten in mehr als 40 Workshops und Panels über Ansä...

weiterlesen

EL Star 150

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.