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Westsahara EingangMittwoch, 3. April 2019, 19: 00 Uhr

Westsahara - die vergessene Besatzung

Bericht von einer 10-tägigen Reise in die Flüchtlingslager um Tindouf.

Barrio Olga Benario
81451 München
Schlierseestraße 21

Veranstalter: Barrio Olga Benario und marxistische linke München

Seit 1975 ist die Westsahara völkerrechtswidrig von Marokko besetzt. Vor 44 Jahren mussten zehntausende Menschen vor den Angriffen der marokkanischen Soldaten in die Wüste zwischen Algerien, Mauretanien und Marokko fliehen. Um die Stadt Tindouf herum leben seitdem um die 200.000 Geflüchtete unter schwierigsten Bedingungen.

Bis heute hält die Besatzung an, doch niemand weiß davon. Die EU profitiert. Erst im Februar stimmte das Europaparlament für ein Fischereiabkommen mit Marokko. Europäische Fangflottten erhalten so Zugang zu den Fischgründen vor der Küste Westsaharas. Dafür bekommt das marokkanische Königshaus in den nächsten vier Jahren 160 Millionen Euro.
Doch 44 Jahre Besatzung bedeuten auch vier Jahrzehnte Widerstand der sahrauischen Bevölkerung zusammen mit ihrer Befreiungsorganisation Polisario. Bis 1991 führten sie einen Guerillakampf. Dann kam es zum Waffenstillstand und dem Versprechen ein von den Vereinten Nationen organisiertes Referendum über das Schicksal der Westsahara abzuhalten.
Doch auch 28 Jahre nach dem Schweigen der Waffen, ist nichts passiert. In der sahrauischen Jugend werden deshalb die Forderungen nach Krieg wieder lauter.

Bericht von einer 10-tägigen Reise in die Flüchtlingslager um Tindouf.
Wie leben die Menschen dort? Wie sieht ihre Perspektive des Kampfes auf?
Und was erwarten sie sich für die Zukunft.

Diese Fragen werden wir am 3. April um 19 Uhr im Bario Olga Benario mit vielen Fotos und persönlichen Berichten diskutieren. Ihr seid herzlich eingeladen!

zum Thema
Westsahara Mauer

 

Westsahara: In den befreiten Gebieten

 


India Streik

Do., 4. April 2019, 19:30 Uhr

Indien – vom Armenhaus zur Weltmacht?

mit John P. Neelsen


EineWeltHaus, Schwanthalerstr. 80

Veranstalter: isw

Indien – Land der Asketen und Informatiker, von Maharadschas und Unberührbaren, von Bollywood und heiligen Kühen, von Überbevölkerung und abgrundtiefer Armut, von Atomwaffen und Gandhis Gewaltlosigkeit – kaum ein anderes Land ruft so viele widersprüchliche Assoziationen hervor.

Mit 1.3 Milliarden Menschen, die bis zur Mitte des Jahrhunderts auf 1.7 Milliarden ansteigen sollen, wird es dann mit Abstand das bevölkerungsreichste Land der Erde sein. Seit 1990 hat Indien im Zuge der neoliberalen Weltmarktöffnung einen Wachstumsschub erlebt und gehört heute zu den 10 führenden Wirtschaftsmächten. Es beansprucht den Status einer Hegemonial- und Ordnungsmacht im Indischen Ozean, die für den Welthandel und vor allem Öltransporte so wichtige Wasserstraße. Führendes Mitglied der Dritten Welt, Sprachrohr der Blockfreien, Schwellenland, gehört Neu-Delhi mit Russland und China zu den Teilnehmerstaaten der BRICS und der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit, die einen Wandel in der vom Westen dominierten Weltordnung fordern.

Der Vortrag greift die Fragen der wirtschaftlichen Zukunft Indiens auf, hinterfragt die Prognosen Indiens als zukünftig 2.-stärkster Volkswirtschaft, analysiert deren gesellschaftliche Folgen und diskutiert die außenpolitische Rolle Indiens als Schlüsselland im Wandel vom Westen nach Asien, vom Atlantik zum Pazifik, vom Norden in den Süden und den sich abzeichnenden Konflikt zwischen China und den USA.

Referent: Prof. Dr. John P. Neelsen, Autor von isw-report 114, ist u.a. Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von attac
Forschungsschwerpunkt: u.a. Soziologie der Entwicklungsländer. Viele Jahre Forschungsaufenthalte in Südostasien, Sri Lanka, Indien.

wenn die umstaende 300p

marxistische linke:
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