Analysen

Generalplan-Ost K.Meyer-194122.06.2011:  Am frühen Morgen des 22. Juni 1941 (heute vor 70 Jahren) begann die Deutsche Wehrmacht den von der deutschen faschistischen Führung in Auftrag gegebenen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion. Fast vier Millionen deutsche und verbündete Soldaten überfielen unter Bruch der bestehenden Verträge, insbesondere des Friedens- und Freundschaftsvertrages vom 28.9.1939, den ersten sozialistischen Staat der Geschichte und überzogen ihn mit grenzenloser Zerstörungs- und Mordlust, wie sie in der Menschheitsgeschichte ohne Beispiel ist. Viel Gedenken in diesen Tagen beschäftigt sich völlig zu Recht mit diesen Aspekten, kaum jedoch wird der Blick auf die zu diesem Krieg führenden Entwicklungen, auf die Strategien der Beteiligten und der Kräfte, die ihn planten, behandelt und heraus gearbeitet.

Weiterlesen: Der 22. Juni 1941 begann schon im Jahre 1924 !

12.06.2011:

Thesen zur Schuldenkrise des globalen Kapitalismus

1) Der Metropolen-Kapitalismus ist pleite. Soviel Schulden waren noch nie. Als sich Ende Mai 2011 im französischen Deauville die Staats- und Regierungschefs der „führenden Industrieländer“ zu ihrem jährlichen G-7-Gipfel trafen, tagten sie auf einem Schuldenberg von etwa 35 Billionen (35.000 Milliarden) Dollar Staatsschulden. Das ganze System ist inzwischen eine einzige Schuldenwirtschaft. Die gesamten Schulden – Staatsschulden, Schulden der Privathaushalte und Schulden der Unternehmen – in den kapitalistischen Zentren USA, Eurozone und Japan, addieren sich 2011 auf ca 100 Billionen Dollar, etwa das 2,5-fache ihres aggregierten Jahres-BIPs.

Weiterlesen: Schulden & Sühne

03.06.2011:  Vom 16.-19. April dieses Jahres fand in Havanna auf Kuba der 6. Parteitag der Kommunistischen Partei Kubas statt. Im Zentrum standen die breit im ganzen Land diskutierten Wirtschaftsreformen. Im zentralen Referat des kubanischen Partei- und Staatsführers Raul Castro wurde aber auch die organisatorische Seite der Reformen in Staat und Partei behandelt. Da diese Seite aber - und in Abwandlung einer bekannten Aussage - nicht nur über die Umsetzung der politischen Linie im Lande entscheidet, sondern auch deren Weiterentwicklung und ggf. sogar ihre Änderung und Berichtigung gewährleisten muss, kommt ihr eine große und entscheidende Bedeutung in der weiteren Gestaltung des Sozialismus auf Kuba zu.

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Weiterlesen: Raul Castro: Kubas organisatorische Aufgaben

12.05.2011: Der Historiker Prof. Dr. Anton Latzo, früher tätig an der Akademie der Staats- und Rechtswissenschaften in Potsdam-Babelsberg, hat für die neue Ausgabe der Marxistischen Blätter (2-2011) einen Beitrag zur Lage der Kommunistischen Parteien in Osteuropa geschrieben. „Aus 8 Parteien vor den konterrevolutionären Ereignissen von 1989/90 sind es jetzt weit über zwanzig Parteien geworden. Nimmt man die zahlreichen Gruppen, Gruppierungen und andere Organisationsformen, die sich als „kommunistische Partei“ deklarieren, aber ideologisch und programmatisch ein „Gemisch“ von „revolutionärer“ Umschreibung z.T. anarchistischer, nationalistischer u.a. Ziele mit sozialem Anstrich darstellen, steigt ihre Zahl auf ein Vielfaches. Wenn man die Parteien in den asiatischen Nachfolgestaaten der Sowjetunion berücksichtigt, sind es noch mehr. Innere Labilität in den Parteien und politische Instabilität in den Ländern erleichterte das Eindringen und das Wirken des Antikommunismus in seinen unterschiedlichsten Erscheinungsformen.“

Im ersten Teil setzt er sich mit einigen Ursachen auseinander, die den Zerfall der Kommunistischen Parteien nach 1989 bewirkt haben. Im zweiten Teil gibt er eine Parteienübersicht über die gegenwärtig bestehenden kommunistischen Parteien, die sich zum Antikapitalismus und zum Sozialismus als Ziel bekennen.

Weiterlesen: Zur Lage der Kommunistischen Parteien in Osteuropa

04.05.2011:  Aufgebrochen bin ich zu einer Reise durch das 'nachrevolutionäre' Tunesien von Anfang März bis April 2011 u.a. nach Tunis, Sousse, Sfax, Kairouan, Sidi Bou Zid, Tozeur …, weil ich erfahren wollte, wie die geistige und politische Situation ist, in einem Land, dessen Volk aus eigener Kraft einen Diktator mit seinem Clan davongejagt hat, sich befreit hat von einer 23-jährigen Diktatur und besonderer Ausbeutung. Und – wie sie sich nun zeigt, diese 'Revolution', was die Jugend denkt, wie die politische Aktivität an verschiedenen Orten im Land ist, welchen Einfluss die Linkenhaben und hatten und wie der Funken des Aufstandes entstand und sich verbreitet hat.

Weiterlesen: Eine politische Reise durch das neue Tunesien

04.05.2011:  Die Kolonialmächte der 'Willigen' haben nicht nur den Krieg zum Sturz der immer noch rechtmäßigen Regierung Libyens und von Staatschef Gaddafi unter dem Deckmantel des 'Schutzes der Zivilbevölkerung' eröffnet. Sie haben auch diverse begleitende Sanktionen gegen das Land beschlossen und umgesetzt, darunter die Blockade und Beschlagnahme der gewaltigen Auslandsinvestitionen des libyschen Staates. Dieses Geld, dass bei westlichen Banken eingefroren wurde, bedrohte das Monopol der Weltbank und des IWF durch die Finanzierung von Entwicklungsprogrammen in der Dritten Welt, besonders in Afrika. Diesen begleitenden Aspekt des NATO-Krieges gegen Libyen analysierte nachfolgender Artikel der italienischen Tageszeitung 'll Manifesto' vom 22. April 2011.

Weiterlesen: Libyens Auslandshilfe - von der Koalition der "Willigen" eingefroren

alt14.04.2011:  Als Frankreichs Möchtegern-Napoleon Nikolas Sarkoszy nach den ersten Bombardierungseinsätzen gegen Libyen zur 'Durchsetzung einer Flugverbotszone' und zum 'Schutz der Zivilbevölkerung' triumphierend ausrief, dass so in Zukunft gegen alle 'despotischen' arabischen Regime vorgegangen würde - sie sollten sich in Acht nehmen -, hatte er enthüllt, dass es eben nicht um die behaupteten Ziele ging, sondern um mehr. Vordergründig könnte man sein hektisches Vorpreschen bei der Anerkennung des 'Nationalen Übergangsrates Libyens' in Bengasi mit einigem Recht noch als ein auf Fehleinschätzung der Rebellenkräfte beruhendes Rennen um den ersten Platz bei der Aneignung der fetten Beute Libyen ansehen.

Weiterlesen: AFRICOM und der Krieg gegen Libyen

alt11.04.2011: Im November 2009 hatten die Bürger Uruguays die Wahl zwischen der Fortsetzung der durchaus erfolgreichen progressiven Politik unter Führung des Ex-Guerilleros (Tupamaro) José Mujica und dem neoliberalen Kurs des Luis Alberto Lacalle. Inzwischen befindet sich Uruguay bereits im zweiten Jahr der Amtszeit des Präsidenten José "Pepe" Mujica. Was hat sich geändert unter der Frente-Amplio-Regierung in ihrer zweiten Legislaturperiode in einem Land, das wie viele andere Entwicklungsländer einen dornigen Weg zu eigenem Wohlstand und zur Befreiung aus neokolonialen Abhängigkeiten vor sich hat?

Weiterlesen: Uruguay nach zwei Jahren mit Präsident Mujica

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Der Kommentar

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