Kapital & Arbeit

Poststreiks 2015 – mehr als ein Tarifkonflikt

Poststreiks 2015 – mehr als ein Tarifkonflikt

15.07.2015: Nachdem ver.di bei der Post über ein Jahr Aktionen und über drei Monate Streiks organisiert hatte, davon während der letzten vier Wochen Erzwingungsstreiks, wurde am 5. Juli nach 30 Stunden Verhandlungen ein Gesamtpaket für die rund 140.000 Tarifkräfte bei der Deutschen Post abgeschlossen. Das Ergebnis ist alles in allem ernüchternd und wirft eine Reihe von Grundsatzfragen auf, die in der kommenden Zeit zu diskutieren sind. Eine Analyse von Werner Siebler:

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Im Tarifkonflikt mit der Deutsche Post erhöht ver.di den Druck

Im Tarifkonflikt mit der Deutsche Post erhöht ver.di den Druck

28.06.2015: "Postler zahlen nicht die Zeche der Privatisierung", "Gewinne rauf, Löhne runter, ihr spinnt wohl" - mit Slogans wie diesen haben am 26. Juni in Kiel, Lübeck und Hamburg rund 1200 Beschäftigte der Deutschen Post für kürzere Arbeitszeiten und mehr Gehalt demonstriert.Um ihr Anliegen noch einmal zu verdeutlichen schickten Streikende jeweils ein Expresspaket an den Hauptaktionär des Bundes, Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Auf dem Paket forderten sie ihn auf, dass er die Politik der Deutschen Post AG mit der Zerschlagung des Unternehmens nicht weiter dulden und mittragen solle.

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Arbeitskampf bei der Post: Wer Delivery sät, wird Streik ernten

Arbeitskampf bei der Post: Wer Delivery sät, wird Streik ernten

27.06.2015: Seit drei Wochen sind nun schon bis zu 32.000 Kolleginnen und Kollegen von der Post im Streik. Der Gelbe Riese macht dabei überhaupt keine Anstalten, sich mit der Gewerkschaft ver.di zu einigen. Ganz im Gegenteil: mit allen Mitteln wird versucht, den Streik zu brechen. Die Grenzen der Legalität scheinen dabei immer weniger eine Rolle zu spielen. Mit öffentlichen Aktionen werben die Streikenden um Unterstützung wie z.B. bei einer 24-Stunden-Mahnwache mit Kundgebung in Freiburg. Dort treten auch Vertreter der französischen CGT und der Katholischen Arbeitnehmerbewegung auf. Mehr zum Poststreik in dem vom Autor aktualisierten Bericht aus der UZ vom 19. Juni 2015.

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Telekomarbeitsplätze: Erleben, was verschwinde T...

Telekomarbeitsplätze: Erleben, was verschwinde T...

26.06.2015: Seit letzter Woche stehen bei Technischen Service GmbH der Telekom (DTTS) die Zeichen auf Sturm. Nach Unterrichtung der Führungskräfte über seine Pläne hat das Management dieser ausgegliederten Tochter des Telekommunikationsriesen wurde den Arbeitnehmervertretern im Aufsichtsrat der GmbH und danach den Betroffenen mitgeteilt, dass man das Innendienstpersonal von derzeit rund 150 auf 23 Standorte in Ballungsgebieten konzentrieren will. Dabei gibt man sich noch generös: eigentlich seien nur 13 Standorte wirtschaftlich, 23 sollen es aber aus Rücksicht auf die Beschäftigten werden, wobei vier de facto von vorn herein Auslaufmodelle sein sollen. Für viele der über 3.000 betroffenen Beschäftigten würde das bedeuten, teils zwei bis drei Stunden zusätzlicher täglicher Arbeitswege zu haben.

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Bundesweiter Gewerkschaftsprotest gegen Personalnot in Krankenhäusern

Bundesweiter Gewerkschaftsprotest gegen Personalnot in Krankenhäusern

25.06.2015: Bundesweit hatte die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di Beschäftigte in 1.300 Kliniken in Deutschland am 24. Juni zu einer Protestaktion aufgerufen. Mit 162.000 hochgehaltenen Schildern wurde die Anzahl des fehlenden Personals in den Krankenhäusern symbolisiert. Bei der Aktion von 13:00 Uhr bis 13:10 Uhr machten die Beschäftigten die Personalnot sichtbar, indem sie Nummernkarten von 1 bis 162.000 hochhielten. Eine so breit getragene Aktion hat es bisher im Gesundheitswesen noch nicht gegeben.

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Notruf aus der Berliner Charité – unbefristeter Streik der Pflegekräfte

Notruf aus der Berliner Charité – unbefristeter Streik der Pflegekräfte

24.06.2015: Der Notruf nach mehr Personalstellen und bessere Arbeitsbedingungen in den deutschen Krankenhäusern stößt auf breite Zustimmung. Nach einer von einer Berliner Tageszeitung durchgeführten Umfrage unterstützten 99% der Befragten die Forderungen der in den unbefristeten Streik getretenen Pflegekräfte der Berliner Charité. Am Dienstag haben etwa 1000 Streikende eine Demonstration von den Streiklokalen auf dem Gelände der Charité  zu einer Kundgebung vor dem Brandenburger Tor und weiter zum Gesundheitsministerium durchgeführt. Zustimmung aus der Bevölkerung auch diesmal. Passanten und Cafe-Besucher klatschten demonstrativ Beifall, ebenso gab es Zustimmung aus vielen Büros und Geschäften. Mit einem riesigen Transparent drückten Abgeordnete und Mitarbeiter der Fraktion Die Linke ihre Solidarität aus.

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Die Trumpfkarte der Falschspieler - Real strebt Haustarifvertrag an

Die Trumpfkarte der Falschspieler - Real strebt Haustarifvertrag an

23.06.2015: Haltet den Dieb, schreit der bislang gesellschaftlich hoch und als untadelig angesehene, ja sogar als Vorbild gehandelte Wirtschaftskriminelle auf staatlich geförderter Dumping-Fahrt oder mit durch Kaution behördlich erlaubtem Freigang, wenn er sich auf frischer Tat ertappt fühlt oder seine Machenschaften nicht vollständig rechtmäßig tarnen konnte. Denn der Plärrer weiß ganz genau: Während fast jeder Ladendieb gnadenlos angezeigt wird, kommt er beim gierigen Scheffeln und gekonnten Verschleiern von Millionen faktisch ungestraft davon, obwohl Staat und Beschäftigte von ihm um ein Vermögen betrogen werden. Das ist schon lange so, weshalb der Dichter Bertolt Brecht bereits 1931 meinte: „Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?“ Solchen Gangstern nicht gleich, aber irgendwie doch vergleichbar können jene Unternehmen erscheinen, die sich auf Kosten der Beschäftigten aus der Anerkennung der Branchentarifverträge verabschieden.

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IWF: Zunahme des Reichtums schadet dem Wirtschaftswachstum

IWF: Zunahme des Reichtums schadet dem Wirtschaftswachstum

Eine Studie des IWF widerlegt ein Standardmärchen des Neoliberalismus
22.06.2015: Je mehr die Reichen reicher werden, umso mehr schadet das dem Wirtschaftswachstum. Und die Schwächung der Gewerkschaften ist auch für das Wachstum schädlich, weil sie zu den Ursachen für die Zunahme der Ungleichheit bei der Einkommensverteilung gehört. Diese den herrschenden neoliberalen Doktrinen zuwiderlaufenden Erkenntnisse stehen ausgerechnet in einer Studie von fünf Wirtschaftswissenschaftlern des Internationalen Währungsfonds (IWF).

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Das war`s dann wohl mit r2g

Das war`s dann wohl mit r2g

von Bettina Jürgensen und Leo Mayer  
19.09.2017: Das wäre wohl die letzte Chance für eine rot-rot-grüne Regierungskoalition gewesen. Wobei es nicht einfach um eine andere Regierung gegangen wäre, sondern um eine andere Politik und ein anderes Regieren – gedacht als "ein Projekt der gesellschaftlichen Linken und der solidarischen Milieus; als eine politische Idee, die allen drei Parteien von außen aufgedrängt wird und sie dazu nötigt, sich zu ändern und über sich hinauszuwachsen" ("Das Unmögliche versuchen", Institut Solidarische Moderne).

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Logo-Weiloisirgendwiazamhaengd

Das Agrarbündnis BGL/TS will mit diesem Film den Bauern Unterstützung entgegenbringen und aufzeigen, dass die immer intensivere Landwirtschaft, unser Konsumverhalten und falsche politische Weichenstellungen negative Auswirkungen auf die ganze Welt haben.

Filmvorführungen "Weiloisirgendwiazamhängd“
Montag, 5. Juni 2017, 11.00 Uhr,  Breitwand Kino, 82131 Gauting
Montag, 5. Juni 2017, 14.00 Uhr,  Breitwand Kino, 82229 Seefeld
Montag, 25. September 2017, 19.30 Uhr, Pfarrheim St. Severin in Mitterfelden
Dienstag, 17. Oktober 2017, 19.30 Uhr, Kino Herrsching am Ammersee

Trailer zum Film: http://www.weiloisirgendwiazamhaengd.de/


… Rückfall in die Barbarei

… Rückfall in die Barbarei

31.08.2017: Die Europäische Union toleriert das Sterben im Mittelmeer nicht nur – sie provoziert es. Finanziert und ausgerüstet von der EU übernehmen libysche Milizen – fälschlicherweise "Küstenwache" genannt – für die EU die Drecksarbeit. 20 Milliarden Euro verlangt der libysche Warlord Chalifa Haftar von der EU, damit er mit seinen Mannen weiterhin Flüchtende daran hindert nach Europa zu gelangen, über 100 Millionen hat er bereits erhalten. Aus Europa wurden moderne Schiffe für die Küsten- und Seekontrolle geliefert, dazu Waffen und Ausbildungskurse und was man sonst noch so braucht für den kleinen Seekrieg gegen Flüchtende.

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Marina Mortágua: "Die Bedingungen des Kampfes verbessern"

Marina Mortágua:

Portugal: Bedeutende soziale Verbesserungen und wirtschaftliche Erholung – mit unsicheren Aussichten

29.08.2017: Das Ergebnis der Parlamentswahl im Oktober 2015 in Portugal war ein Signal des Protestes und des Wunsches nach Veränderung. Der Bloco de Esquerda (Linksblock) erreichte 10,19 % und die Wahlallianz aus Kommunistischer Partei PCP und Ökologisch-Grünen Partei PEV (PCP-PEV) 8,25 %. Trotz des jahrelangen harten Sparkurses schaffte es die PS (32,31 %) nicht, mehr Stimmen als die Rechtskoalition aus PSD und CDS zu gewinnen (36,86%). Die Linksparteien schlossen mit der Sozialistischen Partei eine Vereinbarung zur Tolerierung der Minderheitsregierung unter der Führung von António Costa - hauptsächlich, um einer weiteren Rechtsregierung vorzubeugen und der Sparpolitik einen Riegel vorzuschieben.

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Dossier "Linke Strategien"

Im Dossier "Linke Strategien" sind Artikel zusammengestellt, die auf kommunisten.de in verschiedenen Rubriken erschienen sind und sich mit Fragen linker Strategie, Neuformierung der Linken, etc. befassen.

Zum Dossier


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