Öl-Connection-Ruhr erfolgreich

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GR-Oel-Connection-Ruhr Kanister10.07.2017: 1.450 Liter Extra-Natives Olivenöl von Bochumer Initiative Öl-Connection-Ruhr ausgegeben ++ Ölbauer Vassilis Bournas und Initiative dankbar und zufrieden ++ Initiative will solidarische Netzwerke und kleine Produktionsgemeinschaften nachhaltig durch die Abnahme ihrer guten Produkte unterstützen und ein neues Wirtschaftsmodell der solidarischen Ökonomie befördern.


Anderthalb Tonnen (1.450 Liter) Extra-Natives Olivenöl – das ist die tolle Bilanz der Initiative, die sie Ende Mai zur Direktbestellung von griechischem Olivenöl gestartet hatten, teilt die Hellas-Solidarität Bochum in einer Presseerklärung vom 10. Juli 2017 mit. Mehr als 250 Bochumer und Bochumerinnen waren dem Aufruf gefolgt und bestellten Olivenöl bei der Kooperative "Messinis Gea" von Vassilis Bournas. Dabei erklärten viele AbnehmerInnen, dass sie damit auch die griechischen Ölbauern unterstützen möchten, die von der Krise in Griechenland betroffen sind und oftmals zur traditionellen Landwirtschaft zurückkehren.

Weiter heißt es:

Ölbauer Vassilis Bournas, der zur Ausgabe extra nach Bochum angereist war, zeigte sich sichtlich zufrieden über das tolle Ergebnis und erklärte den anwesenden AbnehmerInnen, wie die Kooperative, die etwa 30 Mitglieder umfasst, seine 700 Olivenölbäume kultiviert und das Öl gewinnt. Er hofft auf eine Wiederholung der Aktion im nächsten Jahr und betont, dass es auch für ihn ein beglückendes Erlebnis sei, die Menschen, die sein Öl schließlich verzehren, endlich einmal auch persönlich kennenzulernen: "Ich werde Ihr Vertrauen nicht enttäuschen", versprach er in seiner Ansprache. An beiden Ausgabetagen, die im Alsenwohnzimmer e.V. stattfand, beantwortete er die Fragen der AbnehmerInnen und nahm ihren persönlichen Dank entgegen. So wurde der Öleinkauf zu einem persönlichen Erlebnis, das mit Musik und Ölverköstigung einen festlichen Charakter erhielt. Als Initiative Öl-Connection-Ruhr wollen wir die Bestellaktion im nächsten Jahr wiederholen. Dazu sind weitere HelferInnen sehr willkommen.

Mit unserer Initiative "Öl-Connection-Ruhr" hatten wir es uns zum Ziel gesetzt, ungepanschtes und nachhaltig unter fairen Arbeitsbedingungen produziertes Olivenöl nach Bochum zu bringen. Gemeinsam mit dem Griechenland-Solidaritätsnetzwerk "Solidarität für Alle" (im Bild: Giorgos GR-Oel-Connection-Ruhr GiorgosChondros von Solidarity4all in Bochum beim Entladen der Ölkanister) organisierten wir die Sammelbestellung und den Transport des wertvollen Öls aus Daras in Messinia (Südwestpeloponnes) nach Bochum. Darüber, dass alles so reibungslos geklappt hat und unsere Initiative in Bochum so gut ankommt, sind wir sehr froh. Schließlich möchten wir dazu beitragen, das Vertrauen zwischen Verbraucher und Produzent und damit auch das deutschgriechische Verhältnis zu verbessern, nachdem es in den letzten Jahren der Krise durch den öffentlichen Diskurs, der durch gegenseitige Anfeindungen und Stereotypen gekennzeichnet ist, und auch die TROIKA-Verhandlungen vielfach Schaden genommen hat.

Mit dem Erlös des Öls helfen wir nicht nur der Kooperative Messinis Gea, sondern auch notleidenden und von der Kürzungspolitik im griechischen Sozial- und Gesundheitssystem betroffenen Menschen. Denn pro Liter fließen 0,50 Cent an das Hilfsprojekt "Soziale Arztpraxis und Apotheke Arta", eine Bürgerinitiative zur Unterstützung von Kranken und mangelhaft versicherten PatientInnen im westgriechischen Arta, die seit Juni 2015 von unserem Bochumer Zusammenschluss "Hellas-Solidarität Bochum" kontinuierlich mit Spenden finanziell unterstützt wird. Sie kann sich über einen Scheck in Höhe von 725,00 Euro freuen.

So wollen wir solidarische Netzwerke und kleine Produktionsgemeinschaften nachhaltig durch die Abnahme ihrer guten Produkte unterstützen und ein neues Wirtschaftsmodell der solidarischen Ökonomie befördern.

Das Netzwerk – die Kampagne – Selbstorganisation vorantreiben –Kooperationsnetzwerke in Europa knüpfen

Auf wachsende Versorgungsprobleme und Erwerbslosigkeit in Griechenland haben dort viele Menschen in den letzten Jahren mit der Gründung von Selbsthilfeinitiativen, Kooperativen und Produktionsgenossenschaften reagiert. Landwirtschaftliche Projekte verkaufen ihre Lebensmittel ohne Zwischenhändler direkt an die VerbraucherInnen, was beiden Seiten nutzt. Der Direktimport und Kauf von Oliven(öl) kleiner griechischer Erzeugergemeinschaften ist ein Schritt und praktischer Anknüpfungspunkt, mit dem die VerbraucherInnen solidarische Formen des Arbeitens und Wirtschaftens konkret stärken können.

Uns interessiert dabei besonders, wie solidarisches Wirtschaften im Sinne von Kollektivität, Selbstverwaltung, Umweltbewusstsein, Gemeinwohlorientierung und fairem Handel nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis an Bedeutung gewinnen kann.

Der Produzent – Kooperative Vassilis Bournas aus dem Ort Daras in Messinia

Vassilis Bournas ist Mitglied der neu gegründeten Erzeugergemeinschaft "Messinis Gea" (Land von Messinia) im Südwestpeloponnes. Die Mitglieder zogen – im Zuge der Krise zum Teil erwerbslos geworden – zurück aufs Land, um andere Lebens- und Arbeitsformen auszuprobieren. Sie vermeiden Zwischenhändler und verkaufen ihre Produkte bislang vor allem direkt an kleine Läden und Verbrauchergenossenschaften in Griechenland. Sie verstehen sich als Teil der solidarischen Ökonomie und sind sehr auf faire Preise und die Qualität ihrer Produkte bedacht.

Die Olivenölsorte Koroneiki ist eine der besten Olivensorten. Sie wird traditionell mit keinem oder sehr geringem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln angebaut, kalt gepresst und schonend verarbeitet. Ihr hoher Polyphenolgehalt macht sie besonders gesundheitsfördernd und lange haltbar. Der Säuregehalt des Öls liegt nach Produzentenaussage bei unter 0,5 Prozent und ist damit Extra Nativ (Laut EU-Verordnung muss ein Extra Natives Öl unter 0,8 % Säuregehalt aufweisen). Die Presstemperatur liegt bei 26-27 Grad Celsius und entspricht damit Kaltpressung.
 
Presseerklärung der Hellas-Solidarität Bochum, 10.07.2017

Fotogalerie von der Ölausgabe

 

Marseille-Forum

Am 10. und 11. November treffen sich die progressiven Kräfte Europas in Marseille zum Marseille-Forum, um eine Alternative Zukunft für Europa zu diskutieren. Die Europäische Linke unterstützt dieses Treffen.
Pierre Laurent, Nationalsekretär der Französischen Kommunistischen Partei (PCF):

EL Marseille-Forum PierreLaurent


 

100 Jahre Oktoberrevolution

marxistische linke lädt ein

Logo-Revolution-Gegenrevolution

Das 20. Jahrhundert war eines der Revolutionen: in Russland, Ungarn, Deutschland, Spanien, China, Mexico, Chile, Cuba und vielen anderen Staaten. Daraus ragen die Oktoberrevolution und Maos Langer Marsch mit dem Sieg der Kommunisten 1949 als epocheprägende Ereignisse heraus. Diese Revolutionen sind Teil des langen Zyklus von Revolution und Gegenrevolution, der mit der französischen Revolution 1789 eröffnet wurde. Ging dieser lange Revolutionszyklus mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu Ende?  Was kann Revolution in den Ländern des entwickelten Kapitalismus heute noch heißen?
Wir diskutieren mit

Frank Deppe
Autor des Buches: 1917 | 2017 - Revolution & Gegenrevolution

Sa., 25. November 2017, 15:00 Uhr
Frankfurt a.M.
Gewerkschaftshaus, Wilhelm-Leuschner-Str. 69-71

Hinweis
Mi, 22. November 2017, 20:00 Uhr, Rüsselsheim, Stadtbücherei am Treff
Veranstalter: attac, DGB und Naturfreunden Rüsselsheim


 

Tödliche Agri Kultur - Wie Monsanto die Welt vergiftet

Monsanto-Glifosato

Demnächst entscheidet die EU über die Verlängerung der Zulassung von Glyphosat. Die EU will, dass Monsanto seinen Bestseller weitere zehn Jahre verkaufen darf.

Seit 20 Jahren werden in Argentinien riesige Flächen mit gentechnisch veränderter Soja bepflanzt. In Monokultur. Anfangs war das für die Landwirte, die Saatgutverkäufer und die Chemie-Konzerne ein Freudenfest. Allen voran: Monsanto. Heute ist das Modell Monsanto gescheitert. Nicht für die Investmentfonds, aber für die Landwirte vor Ort und für die Verbraucher in den Städten.

Tödliche Agri Kultur - Wie Monsanto die Welt vergiftet
Ein Film von Gaby Weber

siehe auch


 

wenn die umstaende 300p

marxistische linke: Jetzt Mitglied werden


Sie kommen im Morgengrauen!

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von Bettina Jürgensen

18.11.2017: Am Montag in aller Frühe kam die Nachricht, dass es bei unserem Genossen Kerem Schamberger aus München eine Hausdurchsuchung gegeben hat! Die erste Frage war: Was wollen DIE schon wieder von Kerem? In letzter Zeit wurde immer häufiger seine Facebookseite gesperrt, vor fast genau einem Jahr sollte die Zulassung als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni in München verhindert werden, Kerem kämpfte erfolgreich gegen sein drohendes Berufsverbot. Jetzt musste er bei seiner Hausdurchsuchung zusehen und Handy, Laptop, USB-Sticks wurden beschlagnahmt.

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Marsch ins militärische Kerneuropa

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Kommentar von Leo Mayer
15.11.2017: Am Montag haben die Außen- und Verteidigungsminister von 23 der 28 EU-Staaten mitgeteilt, eine Militärunion zu gründen. "Ein großer Tag für Europa", sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) in Brüssel dazu. Ein großer Tag vor allem für die Rüstungsindustrie. Denn jeder EU-Staat, der sich an der Militärunion beteiligen will, muss sich verpflichten, die nationalen Rüstungsausgaben regelmäßig zu steigern.

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Walter Baier: "Forum in Marseille ist ein erster Schritt"

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Frage: Am 10. und 11. November beraten in Marseille Parteien, Initiativen und Organisationen über neue Formen der Zusammenarbeit . Es gibt bereits verschiedene linke Foren und Denkfabriken, transform! ist eine davon. Warum muss jetzt noch ein weiteres Forum entstehen?

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Dossier "Linke Strategien"

Im Dossier "Linke Strategien" sind Artikel zusammengestellt, die auf kommunisten.de in verschiedenen Rubriken erschienen sind und sich mit Fragen linker Strategie, Neuformierung der Linken, etc. befassen.

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