Günter Judick verstorben

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Guenter Judick 2015 gst 684904.03.2017: Am 23. Februar ist Günter Judick nach langer und schwerer Krankheit im Alter von 87 Jahren verstorben. Gebürtig im Bergischen Land, wo er auch zeitlebens gelebt und gewirkt hat, wurde er im Mai 1945 Mitglied der KPD. Günter arbeitete zunächst als Redakteur und studierte anschließend Geschichte an der Karl-Marx-Hochschule in Leipzig und an der Berliner Humboldt-Universität. Seit 1948 in verschiedenen Funktionen in der KPD und ab 1968 in der DKP tätig, war er langjähriger Leiter der DKP-Geschichtskommission. Als langjähriges Mitglied der IG Metall-Vertreterversammlung Velbert setzte er sich beharrlich für die Aktionseinheit der Arbeiterklasse ein; von 1999 bis 2014 war er Stadtrat für die offene Liste der PDS / DIE LINKE.

Lang ist die Liste der Veröffentlichungen Günter Judicks zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung. Schwerpunktmäßig beschäftigte er sich dabei mit der Geschichte der KPD und der DKP.

In der 1989 von Günter Judick, Josef Schleifstein und Kurt Steinhaus verfassten umfangreichen Einleitung zu der zweibändigen Dokumentensammlung „KPD 1945-1968“ heißt es zum Schluss: „Die selbstkritische Aufarbeitung der Geschichte der kommunistischen Bewegung mag dazu führen, dass in Zukunft manches anders bewertet wird als das heute noch der Fall ist. Aber von allen politischen Kräften der neueren deutschen Geschichte sind die Kommunisten wohl diejenigen, die sich ihres Kampfes gegen Imperialismus und Reaktion, gegen Faschismus, Rassismus und Nationalismus am wenigsten zu schämen brauchen. Sie haben Fehler gemacht – verständliche und andere, die heute unverständlich sein mögen. Aber in den entscheidenden Lebensfragen des arbeitenden Volkes, an den entscheidenden Wendemarken der deutschen Geschichte – ob 1918/19, 1933, 1945 oder 1949 – sind sie stets für die Sache des Friedens und des gesellschaftlichen Fortschritts eingetreten.“

Diesem Grundverständnis blieb Günter auch in den folgenden Jahrzehnten bis zu seinem Tode treu – viele seiner historischen Erkenntnisse flossen in das Parteiprogramm der DKP von 2006 ein.

Text/Foto: Günther Stamer

Letzte Veröffentlichungen von Günter Judick:

Günter Judick, Josef Schleifstein, Kurt Steinhaus: “Lernen aus Krieg und Faschismus! Zu einigen Fragen der Nachkriegsgeschichte der KPD 1945-1968”, Neue Impulse Verlag, Essen 2015.

Interview mit Günter Judick aus Anlass des 70. Jahres des Tages der Befreiung am 8. Mai 2015 auf kommunisten.de.

 

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G20 Hamburg: Jetzt erst recht! Demonstrationsrecht gegen Polizeiwillkür durchsetzen

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07.07.2017: Aus Hamburg kommen Bilder, die wir sonst aus der Türkei kennen. Vermummte Polizei setzt wahllos Knüppel, Wasserwerfer und Pfefferspray gegen Demonstrierende ein, auch gegen Unbeteiligte. Am Boden Liegende werden brutal misshandelt. Bettina Jürgensen zu den Protesten gegen den G20-Gipfel in Hamburg:

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Europäische Bürgerinitiative: Glyphosat verbieten

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Glyphosat ist wahrscheinlich krebserregend. Und 2017 entscheidet die EU: Darf das Ackergift weiter auf unsere Felder gespritzt werden? Monsanto, Bayer und Co. kämpfen mit aller Macht für ihren Bestseller. Wir halten dagegen – mit einer Europäischen Bürgerinitiative (EBI). Bis Ende Juni brauchen wir eine Million Unterschriften!

Gemeinsam haben wir 1.320.517 Unterschriften gesammelt!

Artikel: EU-Kommission und Monsanto stoppen - Glyphosat verbieten!


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Das Agrarbündnis BGL/TS will mit diesem Film den Bauern Unterstützung entgegenbringen und aufzeigen, dass die immer intensivere Landwirtschaft, unser Konsumverhalten und falsche politische Weichenstellungen negative Auswirkungen auf die ganze Welt haben.

Filmvorführungen "Weiloisirgendwiazamhängd“
Montag, 5. Juni 2017, 11.00 Uhr,  Breitwand Kino, 82131 Gauting
Montag, 5. Juni 2017, 14.00 Uhr,  Breitwand Kino, 82229 Seefeld
Montag, 25. September 2017, 19.30 Uhr, Pfarrheim St. Severin in Mitterfelden
Dienstag, 17. Oktober 2017, 19.30 Uhr, Kino Herrsching am Ammersee

Trailer zum Film: http://www.weiloisirgendwiazamhaengd.de/


Was nach Hamburg nicht untergehen darf

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ein Kommentar von Max van Beveren   

13.07.2017: Kaum zogen vermummte Gruppen durch Hamburgs Straßen, um Barrikaden zu bauen, Autos anzuzünden und einen Supermarkt zu plündern, war der Aufschrei in den Medien, in der Politik und in den Sozialen Netzwerken riesengroß und ist es nach wie vor. Die inhaltliche Kritik am G20-Gipfel, der weltweite Terror durch Kriegseinsätze, die Ursachen für Flucht und die brennenden Geflüchtetenunterkünften hierzulande verschwinden völlig hinter der Debatte um die gewaltsamen Auseinandersetzungen. Für die Regierenden sind die Gewalttätigkeiten ein willkommener Anlass, um weitere Grundrechtseinschränkungen und undemokratische Gesetze durchzusetzen, die nicht nur die gesamte Linke, sondern auch die restliche Bevölkerung treffen werden.

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Mit mut zu etwas Neuem

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Interview mit Claudia Stamm und Stephan Lessenich zur Gründung der neuen Partei

Frage: Warum habt Ihr die Initiative zur Gründung einer neuen Partei ergriffen?

Stephan Lessenich: Ich habe wahrgenommen, dass sich der Wind in der Welt und auch hier in Bayern dreht. Dass politische Parteien gerade hier im Freistaat im Angesicht der rechtspopulistischen Entwicklungen nach und nach Positionen geräumt haben, die früher selbstverständlich gewesen wären. Die Fluchtbewegungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass wir gesellschaftlich vor großen Herausforderungen stehen.

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Dossier "Linke Strategien"

Im Dossier "Linke Strategien" sind Artikel zusammengestellt, die auf kommunisten.de in verschiedenen Rubriken erschienen sind und sich mit Fragen linker Strategie, Neuformierung der Linken, etc. befassen.

Zum Dossier


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