Wir stehen zu Lula

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Brasil Wellington-Calasans02.11.2016: "Die Verteidigung von Lulas Erbe ist ein Projekt, welches nie geschlossen und schon gar nicht ausschließlich in den Geschichtsbüchern studiert werden darf", schreibt der brasilianische Journalist Wellington Calasans in einem Kommentar für kommunisten.de:

Die Demokratie in Brasilien ist ernsthaft bedroht. In den letzten Jahren gab es eine Offensive gegen progressive Sektoren, welche von verschiedenen Akteuren der staatlichen Strukturen gefördert wurde. Eine offensichtliche Interessengemeinschaft der Eliten, Medien und großen Teilen von Justiz und Politik, mit der aktuellen Politik entgegenstehenden Interessen zur internationalen Position Brasiliens, schafft es, eine Präsidentin, die mit 54.500.000 Stimmen gewählt wurde und die keinerlei Verbrechen begangen hat, aus dem Amt zu entfernen. Die Verfassung und Anpassungen von Fiskal-Gesetzen dienen als Vorwand um das absurde Spektakel zu vertuschen, welches nur dazu dient, die linken Parteien und ihre integrierende Politik zu zerstören; gipfelnd in dem Versuch das politische, öffentliche und private Leben des sehr beliebten ehemaligen Präsidenten Luis Inancio da Silva stückweise zu zerstören.

Die Verfolgung des ehemaligen Präsidenten Lula ist ein eigenes Kapitel in der aktuellen Entwicklung in Brasilien. Angeklagt, ohne Beweise, die Leitfigur des Korruptions-Schemas Lava Jato zu sein, leidet Lula unter täglichen Angriffen der Presse, der Justiz und politischen rechten Parteien. Alle Angriffe ohne Beweise, basieren nur auf dem einzigen Wunsch, ihn aus dem Wahlkampf für 2018 zu entfernen, weil er - trotz aller Verfolgung – die Umfragen als stärkster Kandidat für die Präsidentschaft von Brasilien bei den bevorstehenden Wahlen mit weitem Abstand anführt.

Vor kurzem hat der weltweit führende Anwalt in der Verteidigung der Menschenrechte, Geoffrey Robertson QC gesagt, dass die Welt Brasilien beobachtet. Die internationale Rechtsgemeinschaft ist über die brutale Zweckentfremdung der ermittelnden Staatsanwälte von Lava Jato gegen Lula und seine Familie zutiefst schockiert. Das Ganze ist eine Verfolgung Lulas und nicht ein ordentlicher Prozess. Geoffrey Argument überzeugte die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte welche am 26. Oktober, nach Annahme einer Petition durch die Verteidigung Lulas die brasilianische Regierung ultimativ aufgefordert hat innerhalb von zwei Monaten Informationsmaterial und Belege für die Anschuldigungen vorzulegen.

Die Verfolgung ist so absurd, dass sogar einige, weniger radikale Politiker der Rechten, die Verfolgung öffentlich anklagen. Die bescheidenen Anfänge von Lula, der aus der Arbeiterklasse stammt, wird als ein Grund für alles gesehen, für die systematische Verfolgung durch die reichsten Schichten der brasilianischen Gesellschaft. Lula als Präsident (zweimal gewählt) war verantwortlich für die Umsetzung einer Sozialpolitik, welche das Leben von Millionen von Brasilianern deutlich verbessert hat. Die Anerkennung drückt sich durch Wahl und Wiederwahl der von Lula unterstützten Präsidentin Dilma Rousseff aus.

Längst als veraltete Gespenster kehren in neuem Gewand zurück, der "Klassenkampf von Oben" in Brasilien verdient die Aufmerksamkeit all jener, welche die Förderung der Chancengleichheit und des Friedens als Hauptziel der Demokratie sehen. Die Verteidigung von Lulas Erbe ist ein Projekt, welches nie geschlossen und schon gar nicht ausschließlich in den Geschichtsbüchern studiert werden darf. Die Notwendigkeit zur Veränderung und Transformation der aktuellen Lage in Brasilien ruft alle zur Unterstützung auf.

 http://www.standwithlula.org/de


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Marseille-Forum

Am 10. und 11. November treffen sich die progressiven Kräfte Europas in Marseille zum Marseille-Forum, um eine Alternative Zukunft für Europa zu diskutieren. Die Europäische Linke unterstützt dieses Treffen.
Pierre Laurent, Nationalsekretär der Französischen Kommunistischen Partei (PCF):

EL Marseille-Forum PierreLaurent


 

100 Jahre Oktoberrevolution

marxistische linke lädt ein

Logo-Revolution-Gegenrevolution

Das 20. Jahrhundert war eines der Revolutionen: in Russland, Ungarn, Deutschland, Spanien, China, Mexico, Chile, Cuba und vielen anderen Staaten. Daraus ragen die Oktoberrevolution und Maos Langer Marsch mit dem Sieg der Kommunisten 1949 als epocheprägende Ereignisse heraus. Diese Revolutionen sind Teil des langen Zyklus von Revolution und Gegenrevolution, der mit der französischen Revolution 1789 eröffnet wurde. Ging dieser lange Revolutionszyklus mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu Ende?  Was kann Revolution in den Ländern des entwickelten Kapitalismus heute noch heißen?
Wir diskutieren mit

Frank Deppe
Autor des Buches: 1917 | 2017 - Revolution & Gegenrevolution

Sa., 25. November 2017, 15:00 Uhr
Frankfurt a.M.
Gewerkschaftshaus, Wilhelm-Leuschner-Str. 69-71

Hinweis
Mi, 22. November 2017, 20:00 Uhr, Rüsselsheim, Stadtbücherei am Treff
Veranstalter: attac, DGB und Naturfreunden Rüsselsheim


 

Tödliche Agri Kultur - Wie Monsanto die Welt vergiftet

Monsanto-Glifosato

Demnächst entscheidet die EU über die Verlängerung der Zulassung von Glyphosat. Die EU will, dass Monsanto seinen Bestseller weitere zehn Jahre verkaufen darf.

Seit 20 Jahren werden in Argentinien riesige Flächen mit gentechnisch veränderter Soja bepflanzt. In Monokultur. Anfangs war das für die Landwirte, die Saatgutverkäufer und die Chemie-Konzerne ein Freudenfest. Allen voran: Monsanto. Heute ist das Modell Monsanto gescheitert. Nicht für die Investmentfonds, aber für die Landwirte vor Ort und für die Verbraucher in den Städten.

Tödliche Agri Kultur - Wie Monsanto die Welt vergiftet
Ein Film von Gaby Weber

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wenn die umstaende 300p

marxistische linke: Jetzt Mitglied werden


Sie kommen im Morgengrauen!

Sie kommen im Morgengrauen!

von Bettina Jürgensen

18.11.2017: Am Montag in aller Frühe kam die Nachricht, dass es bei unserem Genossen Kerem Schamberger aus München eine Hausdurchsuchung gegeben hat! Die erste Frage war: Was wollen DIE schon wieder von Kerem? In letzter Zeit wurde immer häufiger seine Facebookseite gesperrt, vor fast genau einem Jahr sollte die Zulassung als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni in München verhindert werden, Kerem kämpfte erfolgreich gegen sein drohendes Berufsverbot. Jetzt musste er bei seiner Hausdurchsuchung zusehen und Handy, Laptop, USB-Sticks wurden beschlagnahmt.

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Marsch ins militärische Kerneuropa

Marsch ins militärische Kerneuropa

Kommentar von Leo Mayer
15.11.2017: Am Montag haben die Außen- und Verteidigungsminister von 23 der 28 EU-Staaten mitgeteilt, eine Militärunion zu gründen. "Ein großer Tag für Europa", sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) in Brüssel dazu. Ein großer Tag vor allem für die Rüstungsindustrie. Denn jeder EU-Staat, der sich an der Militärunion beteiligen will, muss sich verpflichten, die nationalen Rüstungsausgaben regelmäßig zu steigern.

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Walter Baier: "Forum in Marseille ist ein erster Schritt"

Walter Baier:

Frage: Am 10. und 11. November beraten in Marseille Parteien, Initiativen und Organisationen über neue Formen der Zusammenarbeit . Es gibt bereits verschiedene linke Foren und Denkfabriken, transform! ist eine davon. Warum muss jetzt noch ein weiteres Forum entstehen?

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Dossier "Linke Strategien"

Im Dossier "Linke Strategien" sind Artikel zusammengestellt, die auf kommunisten.de in verschiedenen Rubriken erschienen sind und sich mit Fragen linker Strategie, Neuformierung der Linken, etc. befassen.

Zum Dossier


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