Warum Afrikas Bauern keine GMO-Nahrung wollen

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Afrika Saatgut Non-GMO 2013 GRAIN08.12.2013: Die Stimmen der Multis und ihrer Alliierten rufen nach Förderung des GMO-Saatguts – und Veränderungen afrikanischer Gesetze, um ihre Verbreitung zu ermöglichen – als Lösung der geringen Nahrungsproduktion und des Hungers in Afrika. Im Oktober wurde der Welt-Ernährungspreis an drei Wissenschaftler vergeben, von denen zwei zu den Agribusiness-Giganten Monsanto und Syngenta gehören, für die bahnbrechende Entwicklung von GMO (Gen-manipulierte Organismen). Die Herausgeber der Washington Post riefen jüngst dazu auf, "den GMO eine Chance zu geben" in Afrika und forderten eine offene Debatte.

Die 'Allianz für Nahrungssouveränität in Afrika', ein Netzwerk von Kleinbauern, Viehhütern, Jägern/Sammlern, indigenen Völkern, Bürgern und Umweltschützern aus Afrika begrüßte, dass die Stimmen der afrikanischen Bauern an der Debatte teilnehmen können.

Förderung von GMO als Lösung lässt es an Respekt für die afrikanische Kultur und Intelligenz fehlen und basiert auf einem schwachen Verständnis der afrikanischen Landwirtschaft. Sie basiert auf dem Bild, das viele im Westen haben, nämlich ein Afrika, das arm, elend, hungernd, von Krankheiten geplagt, hoffnungslos und hilflos ist, und das es nötig hat, von einem weißen Engel gerettet zu werden. Dieses Bild erlaubte den Kolonialisten, ihre Rauferei um Afrika zu rationalisieren, und nun wird dieses Bild von Neo-Kolonialisten benutzt, um die Rauferei um Afrikas Land und Naturressourcen zu rationalisieren.

Jene, die die falsche GMO-Lösung fördern, empfehlen, dass die afrikanischen Bauern einen langfristigen, vielleicht irreversiblen Zyklus der Abhängigkeit von einer Handvoll Entscheidungsträger von Großkonzernen beginnen, die festlegen, welche Saat mit welchen genetischen Charakteristika und welchen chemischen Mitteln produziert und für das afrikanische Volk bereitgestellt werden. Das ist der Weg zu einer tiefen Verwundbarkeit und einer zentralisierten Beschlussfassung, was direkt den besten landwirtschaftlichen und nachweislichen Praktiken und gut fundierter Politik entgegenläuft.

Die Beweise und unsere Erfahrung mit Bauern zeigen deutlich in Richtung eines vernünftigeren und geeigneteren Weges: Investitionen in ein nachhaltiges und agro-ökologisches Anbausystem, das sich auf die Weisheit und die Fähigkeit von Dutzenden Millionen Bauern stützt, um Entscheidungen über ihre genetischen Ressourcen zu kontrollieren, anzupassen und zu treffen als den Weg zu größerem Wohlergehen und Widerstandskraft.

Was ist die Geschichte nach 20 Jahren GMO-Anbau in den USA? Bauern, die herbizidtolerante GMO-Kulturpflanzen anbauten, kämpfen jetzt mit den Kosten für den Kampf gegen herbizidresistente Superunkräuter. Etwa 49% der US-Bauern leiden an Roundup-resistentem Superunkraut, 50% mehr als im Jahr zuvor. Als Ergebnis hat es seit 1996 eine unproportionale Zunahme an Verwendung von Unkrautvernichtungsmitteln gegeben – mehr als 225 Mill. Kilogramm in den USA. Während Bauern, die schädlingsresistente GMO-Pflanzen anbauten, jetzt mit den Kosten zu kämpfen haben gegen Schädlinge, die resistent gegen die eingebauten Gifte sind. In China und Indien sind anfängliche Gewinne durch verminderten Insektizidgebrauch bei Bt-Baumwolle dahingeschmolzen durch den Kampf gegen resistente Schädlinge.

Laut dem Afrikanischen Zentrum für Biosicherheit in Südafrika hat der single-trait transgene Mais (der Gifte gegen Schädlinge entwickelt) eine so vollständige Resistenz gegen Insekten entwickelt, dass er vom Markt genommen wurde. In den vergangenen Jahren haben große Produktausfälle bedeutet, dass die Bauern kompensiert wurden für das Sprühen von Insektiziden, um ökonomische Verluste zu vermeiden. Diese versagende Technologie soll jetzt in anderen afrikanischen Ländern eingeführt werden unter der Schirmherrschaft des Projektes für wassereffizienten Mais für Afrika, das von Monsanto und der Gates-Foundation gefördert wird.

Indien hat gerade ein 10-Jahres-Moratorium für den Anbau der ersten GMO-Nahrungspflanze erlassen. Mexiko hat den Anbau von GMO-Mais verboten, Peru hat ein 10-Jahres-Moratorium erlassen für Import und Kultivierung von GMO-Saatgut und Bolivien hat sich verpflichtet, bis 2015 alle GMO-Pflanzen aufzugeben. Im vergangenen Jahr hat China angekündigt, sich zumindest für die nächsten fünf Jahre von GMO-Pflanzen zurückzuziehen und stattdessen ertragreiche, nachhaltige Nicht-GMO-Pflanzen anzubauen. Verbraucher sind mehr oder weniger überall feindselig eingestellt gewesen.

Auf der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung 2013 haben die Autoren des Reports „Wacht auf, bevor es zu spät ist: macht die Landwirtschaft wirklich nachhaltig für Nahrungssicherheit in einem sich verändernden Klima" empfohlen, dass, um den künftigen Herausforderungen zu begegnen, eine „rapide und signifikante Veränderung von konventioneller, monokultur-basierter und von hohem externen Input abhängiger Industrieproduktion zu einem Mosaik an nachhaltigen, regenerativen Produktions-Systemen, förderlich zur Erhöhung der Produktivität von Kleinbauern" nötig wäre.

Genetisch veränderte Kulturpflanzen haben nichts zu tun mit Beendigung des Hungers in der Welt, egal wie sehr die GMO-Fürsprecher darauf herumreiten. Afrikanische Bauern sollten unterstützt werden bei der Entwicklung und Verbreitung erprobter, nachhaltiger Anbaumethoden, um unser Volk zu ernähren und Nahrungssouveränität zu erreichen. Ihren Stimmen sollte Vorrang in der Debatte vor der Propaganda der Multis gegeben werden, deren Ziel es ist, mehr GMO und Chemikalien zu verkaufen.

Textquelle: TLXCALA-Copyleft / Foto: GRAIN

 

 

Marseille-Forum

Am 10. und 11. November treffen sich die progressiven Kräfte Europas in Marseille zum Marseille-Forum, um eine Alternative Zukunft für Europa zu diskutieren. Die Europäische Linke unterstützt dieses Treffen.
Pierre Laurent, Nationalsekretär der Französischen Kommunistischen Partei (PCF):

EL Marseille-Forum PierreLaurent


 

100 Jahre Oktoberrevolution

marxistische linke lädt ein

Logo-Revolution-Gegenrevolution

Das 20. Jahrhundert war eines der Revolutionen: in Russland, Ungarn, Deutschland, Spanien, China, Mexico, Chile, Cuba und vielen anderen Staaten. Daraus ragen die Oktoberrevolution und Maos Langer Marsch mit dem Sieg der Kommunisten 1949 als epocheprägende Ereignisse heraus. Diese Revolutionen sind Teil des langen Zyklus von Revolution und Gegenrevolution, der mit der französischen Revolution 1789 eröffnet wurde. Ging dieser lange Revolutionszyklus mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu Ende?  Was kann Revolution in den Ländern des entwickelten Kapitalismus heute noch heißen?
Wir diskutieren mit

Frank Deppe
Autor des Buches: 1917 | 2017 - Revolution & Gegenrevolution

Sa., 25. November 2017, 15:00 Uhr
Frankfurt a.M.
Gewerkschaftshaus, Wilhelm-Leuschner-Str. 69-71

Hinweis
Mi, 22. November 2017, 20:00 Uhr, Rüsselsheim, Stadtbücherei am Treff
Veranstalter: attac, DGB und Naturfreunden Rüsselsheim


 

Tödliche Agri Kultur - Wie Monsanto die Welt vergiftet

Monsanto-Glifosato

Demnächst entscheidet die EU über die Verlängerung der Zulassung von Glyphosat. Die EU will, dass Monsanto seinen Bestseller weitere zehn Jahre verkaufen darf.

Seit 20 Jahren werden in Argentinien riesige Flächen mit gentechnisch veränderter Soja bepflanzt. In Monokultur. Anfangs war das für die Landwirte, die Saatgutverkäufer und die Chemie-Konzerne ein Freudenfest. Allen voran: Monsanto. Heute ist das Modell Monsanto gescheitert. Nicht für die Investmentfonds, aber für die Landwirte vor Ort und für die Verbraucher in den Städten.

Tödliche Agri Kultur - Wie Monsanto die Welt vergiftet
Ein Film von Gaby Weber

siehe auch


 

wenn die umstaende 300p

marxistische linke: Jetzt Mitglied werden


Sie kommen im Morgengrauen!

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von Bettina Jürgensen

18.11.2017: Am Montag in aller Frühe kam die Nachricht, dass es bei unserem Genossen Kerem Schamberger aus München eine Hausdurchsuchung gegeben hat! Die erste Frage war: Was wollen DIE schon wieder von Kerem? In letzter Zeit wurde immer häufiger seine Facebookseite gesperrt, vor fast genau einem Jahr sollte die Zulassung als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni in München verhindert werden, Kerem kämpfte erfolgreich gegen sein drohendes Berufsverbot. Jetzt musste er bei seiner Hausdurchsuchung zusehen und Handy, Laptop, USB-Sticks wurden beschlagnahmt.

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Marsch ins militärische Kerneuropa

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Walter Baier: "Forum in Marseille ist ein erster Schritt"

Walter Baier:

Frage: Am 10. und 11. November beraten in Marseille Parteien, Initiativen und Organisationen über neue Formen der Zusammenarbeit . Es gibt bereits verschiedene linke Foren und Denkfabriken, transform! ist eine davon. Warum muss jetzt noch ein weiteres Forum entstehen?

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Dossier "Linke Strategien"

Im Dossier "Linke Strategien" sind Artikel zusammengestellt, die auf kommunisten.de in verschiedenen Rubriken erschienen sind und sich mit Fragen linker Strategie, Neuformierung der Linken, etc. befassen.

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