Aufruf zum Boykott der Wahlfarce in Afghanistan

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25.05.09:  Im Vorfeld der Präsidentschaftswahl in Afghanistan hat sich die 'Bewegung für die Zukunft Afghanistans' an die Öffentlichkeit gewandt. In der Erklärung (Anlage) stellt sie die gegenwärtige Realität Afghanistans schonungslos dar: Intensivierung des Krieges, Ermordung der Zivilbevölkerung, Vertiefung der sozialökonomischen Rückständigkeit, weit verbreitete Drogensucht.

Die 'Bewegung für die Zukunft Afghanistans' kommt zu der Schlussfolgerung, dass das gegenwärtige politische System „in seinem Kern eine verdeckte Diktatur und ein Netz dessen ist, was die Außenministerin der USA als „Narko-Staat“ bezeichnete. Die wirkliche Macht liegt in der Hand der djehadist-talibanischen Gewaltherren, einer neuen Schicht der Vermögenden und oberen Kreisen der verkommenen Bürokraten, der Drogenmafia und NGOs, die hauptsächlich im Einvernehmen der Länder der Region und zur Verbreitung des ausländischen Einflusses aktiv sind.

Da unter diesen Bedingungen keine demokratischen Wahlen möglich sind, sondern die Wahl nur eine Farce zur Legitimierung der bisherigen korrupten Machtelite ist, ruft die 'Bewegung für die Zukunft Afghanistans' zum Boykott der Wahl auf.

Gleichzeitig solle die Gelegenheit genutzt werden, um gemeinsame Sitzungen der demokratischen Organisationen abzuhalten und die Einheit der progressiven Bewegung als eine Schlüsselfrage für die Zukunft Afghanistans zu erörtern. Denn in Afghanistan habe sich noch keine politische Alternative herausgebildet, die den Forderungen der Bevölkerung entspricht. Jetzt jedoch sei „die Zeit dafür reif, um die Hindernisse zu beseitigen und die große Organisation der Arbeitswelt zu bilden.“

Übersetzung aus dem Dari: ad  /  Foto: mateus

 
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