Mali, der französische Imperialismus und AFRICOM

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usa_africom_pan-sahel-initiative01.03.2013:  Ganz unerwartet war in den letzten Wochen Mali plötzlich ein Thema der Weltpolitik geworden. Frankreich wurde von Malis Regierung aufgefordert zu intervenieren, um - wie es behauptet - die Dschihad-Terroristen aus dem Norden des Landes militärisch zu vertreiben. Um was es in Mali nun wirklich geht, ist kaum das, was wir in den Mainstream-Medien lesen. Es geht sicher um große ungenutzte Erz- und Energieressourcen und um eine de-facto Re-Kolonialisierung von Französisch-Afrika unter dem Banner des Kampfes für Menschenrechte. Aber der strategische Hintergrund und Rahmen des Geschehens um Mali ist noch viel weiter gesteckt, wie die nachstehende Analyse aufzeigt:

Mali ist, wie viele Teile Afrikas, reich an Rohstoffen. Es verfügt über große Vorkommen an Gold, Uran und schließlich, auch wenn westliche Ölgesellschaften es zu verbergen versuchen, an Öl, viel Öl. Die Franzosen zogen vor, Malis riesige Ressourcen zu ignorieren und das Land in einer dürftigen Subsistenzwirtschaft zu halten. Unter dem gestürzten, demokratisch gewählten Präsidenten Amadou Toumani Touré initiierte zum ersten Mal die Regierung eine systematische Erfassung des großen Bodenreichtums. Nach Aussagen von Mamadou Igor Diarra, dem früheren Minister für Bergbau, enthält der malische Boden Kupfer, Uran, Phosphat, Bauxit, Edelsteine und insbesondere, neben Öl und Gas, einen großen Prozentsatz Gold. So ist Mali eines der Länder in der Welt mit den meisten Rohstoffen. Mit seinem Gold-Bergbau ist das Land schon heute, direkt nach Südafrika und Ghana, eines der führenden Förderer. Zwei Drittel des französischen Stroms stammt aus Kernenergie und die Quellen für neues Uran sind unerlässlich. Derzeit bezieht Frankreich erhebliche Uran-Importe aus dem benachbarten Niger. ...

Die Dinge in dem ehemals friedlichen, demokratischen Mali begannen am 22. März 2012 sehr merkwürdig zu werden, als der malische Präsident Amadou Toumani Touré durch einen Militärputsch einen Monat vor einer geplanten Präsidentschaftswahl gestürzt und ins Exil getrieben wurde. Touré hatte zuvor ein demokratisches Mehrparteiensystem eingeführt. Der Anführer des Putsches, Kapitän Amadou Haya Sanogo, erhielt, laut einem AFRICOM-Sprecher, seine militärische Ausbildung in den USA, in Fort Benning, Georgia und der Basis der Marine in Quantico, Virginia. Sanogo behauptete, der Militärputsch sei notwendig gewesen, weil Tourés Regierung nicht genug getan hätte, um die Tuareg-Unruhen im Norden Malis zu unterdrücken. ...

In einem bizarren Zusammenspiel der Ereignisse verlor das malische Militär, trotz der Behauptung, dass der Putsch wegen des Versagens der zivilen Regierung, die Rebellion im Norden einzudämmen, notwendig geworden sei, innerhalb von zehn Tagen nach Amtsantritts von Sanogo die Kontrolle über die regionalen Hauptstädte Kidal, Gao und Timbuktu. Die Nachrichtenagentur Reuters beschrieb die Farce des Putsches als "ein spektakuläres Eigentor". ...

Die Verletzung von Malis Verfassung durch das Militär löste harte Sanktionen gegen die zentrale Militärregierung aus. Die Mitgliedschaft Malis in der Afrikanischen Union wurde ausgesetzt; die Weltbank und die Afrikanischen Entwicklungsbank suspendierten die Beihilfen. Die USA haben die Hälfte der 140 Mio. $ Hilfsgelder, die jedes Jahr flossen, einbehalten. Dies alles schuf Chaos in Mali und machte es für die Regierung praktisch unmöglich, auf die wachsenden Gebietsverluste an die Salafisten im Norden zu reagieren. ...

Was dann folgte [ausführliche Details s. 'Brennpunkt Mali ...'], ist wie eine aus dem Lehrbuch des britischen Brigadegenerals Frank E. Kitson herausgerissene Seite über die Aufstandsbekämpfung der Briten in den 1950er Jahren gegen die Mau Mau in Kenia. ...

Der britische Armeeoffizier, der die Methoden der Kontrolle unterworfener Gebiete in Malaysia, in Kenia während des Mau-Mau Befreiungskampfs in den 1950ern und später für die britische Armee in Nordirland entwickelte und verfeinerte, nannte diesen Krieg ursprünglich einen "von niedriger Intensität". 'Krieg niedriger Intensität', wie er es [1972] in einem Buch mit diesem Namen nannte, beinhaltet die Verwendung von Täuschung, Infiltration von Doppel-Agenten, von Provokateuren und Überläufern gegen legitime Volksbewegungen wie die anti-kolonialen Kämpfe für Unabhängigkeit nach 1945.

Die Methode ist manchmal auch als "Gang/Counter-Gang" erwähnt. Das Wesentliche ist, dass der orchestrierende Geheimdienst oder die militärische Besatzungsmacht, sei es die britische Armee in Kenia oder die CIA in Afghanistan, de facto die Aktionen beider Seiten in einem internen Konflikt steuert, indem kleinere Bürgerkriege oder Bandenkriege mit dem Ziel erzeugt werden, die gesamte legitime Bewegung aufzuspalten und den Vorwand für äußere militärische Gewalt zu schaffen, die die USA heute trügerisch in "Peace-Keeping Operations" oder PKO umbenannt haben.

In seinem Fortgeschrittenen-Kurs über amerikanische militärische Interventionen seit Vietnam bezeichnet Grant Hammond vom 'US-College für Luftkrieg', den 'Krieg niedriger Intensität' alias 'Peace Keeping Operations' offen als "Krieg mit einem anderen Namen."

Wir fangen an, die blutigen Fingerabdrücke einer weniger gut getarnten französischen Re-Kolonisierung des ehemaligen Französisch-Afrikas zu erkennen, diesmal mit Al-Qaida-Terror als Sprungbrett, um zum ersten Mal seit mehr als einem halben Jahrhundert dort militärische Präsenz zu verwirklichen. Die französischen Truppen werden wahrscheinlich bleiben, um Mali bei einer "friedenserhaltenden Operation" zu helfen. Als 'Pranke' des AFRICOM [US-Militärkommando für Afrika] werden die USA Frankreich voll absichern. Und Al-Qaida im islamischen Maghreb (AQIM) und seine Ableger machen die ganze militärische NATO-Intervention möglich. ...

Mali ist [offensichtlich] für das Pentagon der nächste Baustein in der Militarisierung ganz Afrikas durch AFRICOM unter Verwendung von Stellvertretern wie Frankreich, welche die schmutzige Arbeit erledigen. Die Mali-Intervention mit Frankreich als Voraustrupp ist nur ein Baustein in einem Projekt für die totale Militarisierung Afrikas, deren vorrangiges Ziel nicht die Erfassung strategischer Ressourcen wie Öl, Gas, Uran, Gold oder Eisenerz ist. Das strategische Ziel ist China und die in den letzten zehn Jahren schnell wachsende chinesische wirtschaftliche Präsenz in Afrika. Das Ziel von AFRICOM ist, China aus Afrika hinauszudrängen oder ihm zumindest einen unabhängigen Zugang zu jenen afrikanischen Ressourcen zu unterbinden. ...

Das Afrikakommando des Pentagon, AFRICOM, wurde von Präsident George W. Bush Ende 2007 ins Leben gerufen. Sein Hauptzweck war, dem dramatisch wachsenden chinesischen wirtschaftlichen und politischen Einfluss in Afrika zu begegnen. Die Alarmglocken läuteten in Washington im Oktober 2006, als der chinesische Präsident Gastgeber eines historischen Gipfeltreffens in Peking war, des Forums über Chinesisch-Afrikanische Kooperation (FOCAC), das fast 50 afrikanischen Staatschefs und Minister in der chinesischen Hauptstadt zusammenbrachte. Im Jahr 2008 kündigte der chinesische Staatspräsident Hu Jintao auf einer 12-tägigen Tour durch acht Länder – seine dritte Reise dieser Art seit seinem Amtsantritt 2003 – ein drei-Jahres, 3 Milliarden-Dollar schweres Programm mit zinsgünstigen Darlehen und erweiterter Hilfe für Afrika an. Diese Gelder kamen zusätzlich zu den 3 Mrd. $ Darlehen und 2 Mrd. $ für Ausfuhrkredite, die Hu schon früher angekündigt hatte.

So wie der Handel zwischen China und den afrikanischen Ländern in den folgenden vier Jahren explodierte, ließ der Einfluss Frankreichs und der USA auf dem 'Schwarzen Kontinent' nach. Chinas Handel mit Afrika erreichte, nach chinesischen Statistiken, 166 Mrd. $ im Jahr 2011, und afrikanische Exporte nach China – vor allem Ressourcen für die chinesische Industrie – stiegen von 5,6 Mrd. $ auf 93 Mrd. $ über die letzte Dekade. Im Juli 2012 bot China den afrikanischen Ländern 20 Mrd. $ an Krediten in den nächsten drei Jahren an, eine Verdoppelung im Vergleich zum vorangegangenen Zeitraum von drei Jahren.

Für Washington war es eine dringende geopolitische Priorität, AFRICOM so bald wie möglich handlungsfähig zu machen. Es begann am 1. Oktober 2008 vom Hauptquartier in Stuttgart, Deutschland aus zu arbeiten. Seit die Bush-Cheney-Administration die Direktive zur Schaffung AFRICOM im Februar 2007 unterzeichnete, war es eine direkte Antwort auf erfolgreiche wirtschaftliche Diplomatie Chinas in Afrika.

AFRICOM definiert seine Mission wie folgt: "Das Afrikakommando hat die administrative Verantwortung für die militärische Unterstützung der US-Regierungspolitik in Afrika, wozu Beziehungen von Militär zu Militär mit 53 Ländern Afrikas gehören." Sie bekennen, in ganz Afrika eng mit den US-Botschaften und dem Außenministerium zusammen zu arbeiten, ein ungewöhnlicher Zusatz schließt auch die USAID ein: "Das US-Afrikakommando bietet Personal und logistische Unterstützung für vom Außenministerium finanzierte Tätigkeiten. Führungspersonal arbeitet eng mit den US-Botschaften in Afrika zusammen, um Ausbildungsprogramme zur Verbesserung der Sicherheit afrikanischer Nationen zu koordinieren."

Im Gespräch mit der 'International Peace Operations Association' in Washington, DC am 27. Oktober 2008 definierte General Kip Ward, Kommandeur von AFRICOM, die Aufgabe des Kommandos sei "in Übereinstimmung mit anderen US-Regierungsbehörden und internationalen Partnern, ein nachhaltiges Engagement für Sicherheit durch Programme von Militär zu Militär, durch vom Militär vorangetriebene Aktivitäten und andere militärische Operationen durchzuführen, um zur Unterstützung der US-Außenpolitik ein stabiles und sicheres afrikanisches Umfeld zu fördern."

Verschiedene Quellen in Washington erklären offen, dass AFRICOM geschaffen wurde, um der wachsenden Präsenz Chinas in Afrika, und Chinas wachsendem Erfolg, langfristige wirtschaftliche Vereinbarungen über Rohstoffe aus Afrika im Austausch für chinesische Hilfe, Joint Ventures und Lizenzgebühren zu sichern, zu begegnen. Fundierte Berichte zeigen die Chinesen als viel klüger. Anstatt, wie der Westen, grausame IWF-diktierte Sparmaßnahmen und wirtschaftliches Chaos, bietet China große Kredite als zinsgünstige Darlehen an für den Bau von Straßen und Schulen, um guten Willen zu schaffen.

Dr. J. Peter Pham, ein führender Insider in Washington und ein Berater des US-Außen- und des US-Verteidigungsministeriums, sagt offen, dass zu den Zielen des neuen AFRICOM die "Sicherung des Zugangs zu Kohlenwasserstoffen und anderen strategischen Ressourcen [gehört], die Afrika im Überfluss hat ... eine Aufgabe, die die Sicherung jener natürlichen Reichtümer gegen ihre Angreifbarkeit einschließt, und sicherzustellen, dass keine anderen interessierten Dritten, wie zum Beispiel China, Indien, Japan oder Russland, Monopole oder eine bevorzugte Behandlung erhalten."

In einer Anhörung vor dem US-Kongress unterstützte Pham, der eng mit dem neo-konservativen Think-Tank 'Foundation for Defense of Democracies' verbunden ist, die Schaffung von AFRICOM im Jahr 2007 und sagte:

"Dieser natürliche Reichtum macht Afrika zum lohnenden Ziel für das Augenmerk der Volksrepublik China, deren dynamische Wirtschaft mit durchschnittlich 9 Prozent Wachstum pro Jahr in den letzten zwei Jahrzehnten, einen fast unstillbaren Durst nach Öl sowie einen Bedarf an anderen natürlichen Ressourcen hat. China importiert derzeit rund 2,6 Millionen Barrel Rohöl pro Tag, etwa die Hälfte seines Verbrauchs; ... ungefähr ein Drittel der Importe kommen aus afrikanischen Quellen ... vielleicht keine andere ausländische Region kommt Afrika in den letzten Jahren als Objekt nachhaltigem strategischen Interesse Pekings gleich ...

viele Analysten erwarten, dass Afrika – vor allem die Staaten entlang seiner ölreichen Westküste – zunehmend eine Bühne für strategischen Wettbewerb zwischen den Vereinigten Staaten und deren einzig wirklich ebenbürtigem Konkurrenten im globalen Rahmen, China, werden wird, da beide Länder versuchen, ihren Einfluss und sicheren Zugriff auf Ressourcen auszuweiten." 

Um dem wachsenden chinesischen Einfluss in Afrika zu begegnen, hat Washington das wirtschaftlich schwache und politisch desolate Frankreich mit Versprechungen für die Unterstützung einer Wiederbelebung seines ehemaligen afrikanischen Kolonialreichs in der einen oder anderen Form umworben. Die Strategie ist, wie es im Zuge der Verwendung von Al-Qaida-Terroristen durch USA und Frankreich beim Sturz Gaddafis in Libyen deutlich wurde und auch jetzt, Verwüstung über der Sahara von Mali anzurichten, ethnische Kriege und sektiererischen Hass zwischen Berbern, Arabern und anderen in Nordafrika zu fördern. – Teile und herrsche.

Es scheint, dass sie sogar eine frühere französische Blaupause für die direkte Kontrolle kooptiert haben. In einer wegweisenden Analyse schreibt der kanadische geopolitische Analyst Mahdi Darius Nazemroaya: "Es sagt eine Menge, dass Washington zur Bekämpfung des Terrorismus die Karte im Rahmen der Pan-Sahel-Initiative verwendet. Die Reichweite oder der Bereich der Aktivität der Terroristen, die laut Washington in den Grenzen von Algerien, Libyen, Niger, Tschad, Mali und Mauretanien sei, ähnelt den Grenzen der kolonialen territorialen Einheit, die Frankreich versuchte, in Afrika im Jahr 1957 zu erhalten. Paris plante seinerzeit, diese afrikanische Entität in der westlichen Zentral-Sahara als Teil Frankreichs (Provinz) direkt an Frankreich gebunden zu errichten, zusammen mit der Küstenregion Algeriens."

Die Franzosen nannten sie die gemeinsame Organisation der Regionen der Sahara (Organisation commune des Regions sahariennes, OCRS). Sie umfasste die Sahel- und Sahara-Länder Mali, Niger, Tschad und Algerien. Paris benutzte die OCRS, um die rohstoffreichen Länder für die Ausbeutung von Rohstoffen wie Öl, Gas und Uran durch Frankreich zu kontrollieren. ... Frankreich wurde durch die algerische Unabhängigkeit und die antikoloniale Stimmung in Afrika gezwungen, die OCRS 1962 aufzulösen. Die neo-kolonialen Ambitionen verschwanden in Paris jedoch nicht. ...

Washington hatte eindeutig diese energie- und rohstoffreiche Region im Sinn, als es die Gebiete Afrikas definierte, die von angeblichen terroristischen Zellen und Banden zu „säubern" seien. Spätestens jetzt hatte AFRICOM "einen Plan" für seine neue afrikanische Strategie. Das französische Institut für auswärtige Beziehungen (Institut français des relations internationals, IFRI) diskutierte offen diese Verbindung zwischen den Terroristen und energiereichen Gebieten in einem Bericht vom März 2011.

Die von Washington zur Bekämpfung des Terrorismus im Rahmen der Pan-Sahel-Initiative des Pentagon verwendete Karte, zeigt ein Gebiet terroristischer Aktivität in Algerien, Libyen, Niger, Tschad, Mali und Mauretanien entsprechend Washingtons Festlegung. Die Trans-Sahara-Anti-Terror-Initiative (TSCTI) wurde vom Pentagon im Jahr 2005 begonnen. Zusätzlich zu Mali, Tschad, Mauretanien und Niger wurden nun Algerien, Mauretanien, Marokko, Senegal, Nigeria und Tunesien in einen Ring der militärischen Zusammenarbeit mit dem Pentagon eingebunden. Die Trans-Sahara-Anti-Terror-Initiative wurde am 1. Oktober 2008 dem Kommando von AFRICOM übertragen.

Die Franzosen machen kein Hehl aus ihrer Beunruhigung über wachsenden chinesischen Einfluss in dem ehemaligen Französisch-Afrika. Der französische Finanzminister Pierre Moscovici erklärte im Dezember letzten Jahres in Abidjan, dass französische Unternehmen in die Offensive gehen und den wachsenden Einfluss des Rivalen China bei den Anteilen auf den zunehmend wettbewerbsfähigen Märkten Afrikas bekämpfen müssten. "Es ist offensichtlich, dass China in Afrika immer präsenter ist ... (französische) Unternehmen, die die Mittel dazu haben, müssen in die Offensive gehen. Sie müssen vor Ort präsenter sein. Sie müssen kämpfen", erklärte Moscovici während einer Reise an die Elfenbeinküste.

Offensichtlich hatte Paris nun eine militärische Offensive zur Unterstützung der wirtschaftlichen Offensive, die es für französische Unternehmen in Afrika vorhersah, im Sinn.

Quelle und vollständiger Text: voltairenet.org (F. William Engdahl)

 

 

Marseille-Forum

Am 10. und 11. November treffen sich die progressiven Kräfte Europas in Marseille zum Marseille-Forum, um eine Alternative Zukunft für Europa zu diskutieren. Die Europäische Linke unterstützt dieses Treffen.
Pierre Laurent, Nationalsekretär der Französischen Kommunistischen Partei (PCF):

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100 Jahre Oktoberrevolution

marxistische linke lädt ein

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Das 20. Jahrhundert war eines der Revolutionen: in Russland, Ungarn, Deutschland, Spanien, China, Mexico, Chile, Cuba und vielen anderen Staaten. Daraus ragen die Oktoberrevolution und Maos Langer Marsch mit dem Sieg der Kommunisten 1949 als epocheprägende Ereignisse heraus. Diese Revolutionen sind Teil des langen Zyklus von Revolution und Gegenrevolution, der mit der französischen Revolution 1789 eröffnet wurde. Ging dieser lange Revolutionszyklus mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu Ende?  Was kann Revolution in den Ländern des entwickelten Kapitalismus heute noch heißen?
Wir diskutieren mit

Frank Deppe
Autor des Buches: 1917 | 2017 - Revolution & Gegenrevolution

Sa., 25. November 2017, 15:00 Uhr
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Hinweis
Mi, 22. November 2017, 20:00 Uhr, Rüsselsheim, Stadtbücherei am Treff
Veranstalter: attac, DGB und Naturfreunden Rüsselsheim


 

Tödliche Agri Kultur - Wie Monsanto die Welt vergiftet

Monsanto-Glifosato

Demnächst entscheidet die EU über die Verlängerung der Zulassung von Glyphosat. Die EU will, dass Monsanto seinen Bestseller weitere zehn Jahre verkaufen darf.

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