Erfolgreiche Demonstration gegen die Münchner Sicherheitskonferenz

E-Mail Drucken PDF

siko_muenchen_2012_wr_7571_30004.02.2012: Angesichts der klirrenden Kälte, minus fünfzehn Grad, empfahl eine Münchner Tageszeitung, lieber daheim zu bleiben und bei der Eiseskälte nicht mit der Demonstration gegen die Sicherheitskonferenz "durch die City zu latschen". Etwa 3.500 Menschen sind diesem Rat nicht gefolgt und beteiligten sich an der Demonstration gegen die sog. NATO-Sicherheitskonferenz, die an diesem Wochenende in München stattfand und inzwischen zu einem festen Termin der Antikriegsbewegung geworden ist. Über 90 Organisationen hatten den Aufruf zur Demo unterschrieben, verdi München und attac riefen mit einem eigenen Aufruf zur Demo auf und beteiligten sich mit eigenen Blöcken an der Demo.

Zwei Themen dominierten das Bild der Demo und die Reden:

  • Bundeswehr und alle fremden Truppen raus aus Afghanistan
  • Schluss mit den Waffenexporten der Händler des Todes aus Deutschland.

Die Buntheit und Originalität der Demonstrierenden ist inzwischen zu einem Merkmal dieser Demo geworden. Im DKP-Block fuhr ein großer Panzer mit, der als Paket nach Saudi Arabien deklariert und mit dem Absender Krauss Maffei- Wegmann versehen war. Lebendige Postpakete mit Waffen in alle Welt und ein 'NATOd' illustrierten das große Transparent der DKP: "Waffenexporte verbieten –Rüstung verschrotten". Über Bundeskanzlerin Merkel, die im DKP-Block neben einem überdimensionalen Tod mitging, heißt es im Flugblatt der DKP München: "Bundeskanzlerin Merkel war im zurückliegenden Jahr als Handelsreisende in Sachen Rüstungsexport besonders engagiert." (Flugblatt in der Anlage)

Überhaupt war das Thema Waffenexporte in vielen Teilen der Demo eines der dominierenden Themen. Stelzenläufer der Münchner Gruppe 'Arbeitergeschwister' zeigten ein makabres Brautpaar: Eine Figur im Brautkleid mit Totenkopf und der Bräutigam als Maschinenmensch von Heckler und Koch, mit einem Maschinengewehr als Kopf.

Nach der von Kerem Schamberger (Foto links) moderierten Auftaktkundgebung an Stachus zog die Demo zum Münchner Marienplatz. Dort fand die Abschlusskundgebung statt, bei der Malalay Joya aus Afghanistan eine leidenschaftliche Rede hielt. Sie forderte, dass alle fremden Truppen aus Afghanistan abziehen müssen und informierte über den Kampf in Afghanistan gegen die Besatzer, gegen die Drogenbarone und ihre Karsai-Regierung und islamistische Gruppen.

Konstantin Wecker, seit vielen Jahren mit der Demo gegen die sog. Sicherheitskonferenz eng verbunden und sein Pianist (mit dicken Handschuhen) konnten die eisige Kälte für viele Teilnehmende kurz vergessen machen. Seine Lieder "Sage nein", und der "Waffenhändler-Tango" trafen die Stimmung der Demonstrierenden, die der Kälte trotzten.

Christof Marischka, von der Informationsstelle Militarisierung aus Tübingen kritisierte in seiner Rede die geplante Kommandostelle für einen angeblichen Raketenschirm, die in Ramstein eingerichtet werden soll ebenso wie die auf der Sicherheitskonferenz erhobene Forderung, Deutschland müsse auch militärisch stärker eine Führungsrolle in der Welt spielen.

Die direkte und indirekte Beteiligung Deutschlands am globalen Krieg mit Intervention und Waffenexport prangerten in ihrer Kundgebungsrede die Vertreter der Initiative 'Der Krieg beginnt hier' an. Großen Beifall fand ein riesiges Antikriegstransparent, das vom Turm der Kirche 'Alter Peter' die Demo grüßte.

Am Schluss waren sich die meist durchgefrorenen Demonstrierenden einig: Es war saukalt aber eine saugute Aktion!

Text: Walter Listl        Fotos: Werner Rauch

siehe auch DKP: Waffenexporte verbieten - Rüstung verschrotten


weitere Fotos

http://www.fotobocks.de/fotos/120204anti_siko_demo/index.html

http://www.arbeiterfotografie.de

 

 

UZ-Pressefest 2014

 uz pressefest 2014 Karl Reiner Engels

Impressionen von Karl-Reiner Engels


 

Verein marxistische linke e.V.

Am 22.02.14 wurde in Berlin der Verein "marxistische linke - ökologisch, emanzipatorisch, feministisch, integrativ" gegründet. In dem Verein arbeiten Kommunist*innen und andere Marxist*innen zusammen.

... weiterlesen


Über Parteigrenzen hinweg

Über Parteigrenzen hinweg

10.04.2013: Am 22.02.14 wurde in Berlin der Verein " marxistische linke - ökologisch, emanzipatorisch, feministisch, integrativ " gegründet. Die marxistische linke will ein Netzwerk zur Förderung der Zusammenarbeit von Marxist*innen und Kommunist*innen aufbauen, unabhängig von ihrer sonstigen Organisations- oder Parteizugehörigkeit. Damit soll ein Rahmen geboten werden, um die gemeinsame Debatte um Analysen und Positionen zu den aktuellen Problemen der Zeit zu befördern, alternative Entwicklungsmöglichkeiten für die Zukunft aufzuzeigen und zu einem stärkeren Einfluss marxistischen Denkens in Gesellschaft und Politik beizutragen. Kommunisten.de hat Sabine Leidig und Bettina Jürgensen , beide im geschäftsführenden Vorstand, dazu befragt.

Weiterlesen...

Israel wünscht keinen (gerechten) Frieden !

Israel wünscht keinen (gerechten) Frieden !

23.07.2014: Während die große Mehrzahl westlicher Politiker, wie beispielsweise der bayerische Ministerpräsident Seehofer, in stereotyper Weise die dümmlich-bornierte Rechtfertigung des aktuellen Feldzuges der israelischen Führung gegen die Palästzinenser mit den 'Raketen der Hamas' verbreitet, ohne auch nur ansatzweise die Vorgeschichte und die Voraussetzungen dafür zu erwähnen, hat der israelische Journalist Gideon Levy schon kurz vor der jüngsten Bodenoffensive des israelischen Militärs in der Zeitung Haaretz schonungslos die eigentlichen Wurzeln des Geschehens offengelegt.

Weiterlesen...

Sergei Kirichuk:"Sie hassen uns, weil wir Kommunisten sind"

Sergei Kirichuk:

Interview mit Sergei Kirichuk durch Andrej Hunko, am 9. Juli 2014

Seit einigen Wochen gibt es in Deutschland eine Kampagne gegen die ukrainische marxistische Organisation "Borotba" (Der Kampf). Borotba wird vorgeworfen, mit antisemitischen und nationalistischen Kräften und russischen Neo-Nazis zu kooperieren.  Andrej Hunko*) befragte Sergei Kirichuk zu diesen Vorwürfen. Sergei Kirichuk ist Gründungsmitglied und Koordinator von Borotba . Wegen der Repressionen musste er die Ukraine verlassen und befindet sich zur Zeit in Deutschland auf einer Informationstour.
Außerdem ist in der Anlage ein Erklärung von Andrej Hunko „ Zur ukrainischen Linken und der Kampagne gegen Borotba“.

Weiterlesen...

 banner report97 300


isw anzeige 150


 

america21 quer 150



Banner

 


unite logo

UZ PK 150

Die Wochenzeitung der DKP

Jetzt Probe-Abo bestellen


 

Empfohlene Links

Unsere Zeit

Die Wochenzeitung der DKP bringt aktuelle Informationen und spannende Analysen aus erster Hand.

Marxistische Blätter
Die der DKP verbundene Zeitschrift für marxistische Theorie und Politik erscheint alle 2 Monate.

SDAJ

Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ)

SolidNet

Info- und Nachrichtenportal internationaler KPen.