panorama1panorama1panorama1
 

Stuttgart 21- Vom Sperrbezirk zum kreativen Protestmedium

E-Mail Drucken PDF

Das hatten sich die Bahnbosse und OB Schuster ganz anders gedacht: Mit einem meterhohen Bauzaun wollten sie ihre eigenen Bürger vom Protest gegen den Teilabriss des Stuttgarter Hauptbahnhofes fern halten - geschaffen haben sie die Grundlage für ein einzigartiges Protestmedium: Die Stuttgart-21-Gegner sind nicht nur ausdauernd - sie sind auch kreativ.

Ihrem Ärger über das geplante Bahnprojekt machen sie auf besondere Weise Luft: mit fantasievollen Plakaten und Kunstwerken am Bauzaun rund um den Nordflügel des Bahnhofs. Als er vor rund zwei Wochen aufgestellt wurde, stand der meterhohe Gitterzaun noch trostlos und als Symbol für den bevorstehenden Abriss vor dem Nordflügel des Bahnhofs. Doch schon nach wenigen Stunden hängten einige Gegner des milliardenteuren Bahnprojekts Stuttgart 21 vereinzelt Blumen an den Zaun. Ihrem Beispiel schlossen sich Hunderte von Abrissgegnern an. Inzwischen ist der Zaun übersät mit bunten Plakaten und kleinen Kunstwerken. Er ist zum Symbol des Protests geworden.

Die Stuttgarter belassen es jedoch nicht bei Plakaten und Sprüchen, auch Blumen, Kerzen und bunte Fähnchen schmücken den Zaun. Fantasie ist Trumpf: Ein Teddybär ohne Beine protestiert mit dem Slogan „Keine Amputation am Bahnhof“ gegen den Abriss des Nordflügels. In einer Ecke haben Demonstranten ein „Bauzaun-Sudoku“ eingerichtet - für Polizisten, die den Zaun bewachen. Mit Wäscheklammern können die Beamten Zettelchen mit Nummern in das mit Absperrband aufgeklebte Sudoku-Quadrat heften. Das offizielle Werbeplakat der „Es stimmt...“-Kampagne für Stuttgart 21, das am Bauzaun angebracht ist, geht in der bunten Vielfalt der Protestkundgebungen völlig unter.

Wir dokumentieren an dieser Stelle das einzigartige Protestprojekt in voller Länge. Auch wenn der Aufbau der Seite wegen der großen Bilddatei einige Sekunden dauert - es lohnt sich!

Siehe auch in der Fotogalerie:

Stuttgart 21 - der Bauzaun als Kunstwerk (1)
Stuttgart 21 - der Bauzaun als Kunstwerk (2)
Stuttgart 21 - der Bauzaun als Kunstwerk (3)

 

Geflüchtete aus Griechenland und Italien nach Deutschland holen – Relocation jetzt umsetzen!

Petition unterzeichnen


Der Putsch im Putsch

Veranstaltungen zur aktuellen Situation in der Türkei und Nordkurdistan
mit Kerem Schamberger

 23.02.17: Schwäbisch Gmünd, 20:00 Uhr, Benzholzstr. 8
24.02.17: Kirchheim Teck, Mehrgenerationenhaus Linde, Alleenstr. 90
Veranstaltungshinweis Kirchheim
25.02.17: Karlsruhe, Ort und Zeit wird noch bekanntgegeben
03.03.17: Mainz, Ort und Zeit wird noch bekanntgegeben

04.03.17: Weinheim, Bürgersaal im alten Rathaus, Marktplatz Weinheim
07.04.17: Oldenburg, 19:00 Uhr, Oldenburger Kulturzentrum PFL, Peterstr. 3
08.04.17: Bremen, 18:00 Uhr, Kulturzentrum KUKOON, Buntentorsteinweg 29
Veranstaltungshinweis Bremen
17.04.17: Berlin, Uhrzeit wird noch bekannt gegeben, Münzenbergsaal im ND
18.05.17: Halle, 19:00 Uhr, Ort wird noch bekanntgegeben
19.05.17: Magdeburg, 19:00 Uhr, Ort wird noch bekanntgegeben


marxistische linke: Jetzt Mitglied werden


Brandanschlag auf Auto von Berliner Antifaschisten

Brandanschlag auf Auto von Berliner Antifaschisten

26.01.2017: Sonntagnacht wurde das Auto des langjährigen IG Metall- und Stadtteilaktivisten Detlef Fendt in Berlin-Neukölln angezündet. Die Täter kommen höchstwahrscheinlich aus der extremen Rechten. Die marxistische linke steht solidarisch an der Seite von Detlef und der anderen Betroffenen des rechtsextremen Terrors. Die marxistische linke ruft auf: Beteiligt Euch an der Kundgebung gegen Intoleranz und Rassismus am Samstag, 28. Januar.

Weiterlesen...

Dossier "Linke Strategien"

Im Dossier "Linke Strategien" sind Artikel zusammengestellt, die auf kommunisten.de in verschiedenen Rubriken erschienen sind und sich mit Fragen linker Strategie, Neuformierung der Linken, etc. befassen.

Zum Dossier


45 Jahre Berufsverbote - aber kein Verbot der NPD

45 Jahre Berufsverbote - aber kein Verbot der NPD

Kommentar von Volker Metzroth *) 
Am 28. Januar 1972 beschlossen der damalige Bundeskanzler Willi Brandt und die Innenminister der zehn Bundesländer den sogenannten Radikalenerlaß, nachdem das SPD-regierte Bremen schon 1971 hier den Vorreiter spielte. Vorgeblich gegen Rechts und Links gerichtet, waren es fast ausschließlich Kommunist*innen und andere Linke die Opfer der Berufsverbotepolitik wurden. Wenn kurz vor diesem 45. Jahrestag das Bundesverfassungsgericht der NPD de facto bescheinigt, nicht verfassungswidrig zu sein, dann setzt sich hier eine verhängnisvolle Kontinuität von staatlichen Organen und Gerichten fort, die auf dem rechten Auge sehr schlecht sehen, dafür um so schärfer nach links.

Weiterlesen...

HDK-A: Selbstorganisation türkeistämmiger und kurdischer MigrantInnen

HDK-A: Selbstorganisation türkeistämmiger und kurdischer MigrantInnen

03.02.2017: Am Samstag, 4. Februar, findet in Brüssel der Gründungskongress des HDK-A statt. Wir sprachen mit Zöhre Göcmen (links im Bild unten) vom HDK-A München über den Charakter und die Ziele des HDK-A.

Weiterlesen...

isw anzeige 150


 

america21 quer 150



Banner

 

Empfohlene Links

Unsere Zeit
Wochenzeitung der DKP

Neues Deutschland
Sozialistische Tageszeitung

Zeitschrift LUXEMBURG
Gesellschaftsanalyse und linke Praxis

Zeitschrift Z
Zeitschrift marxistische Erneuerung

Marxistische Blätter
Die der DKP verbundene Zeitschrift für marxistische Theorie und Politik erscheint alle 2 Monate.